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3,2 Millionen Euro: Riesiger Corona-Betrug vermutet – Razzia in Köln

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Ein Antrag für Corona-Hilfen
Die Razzia lief in mehreren Ländern. (Symbolbild) © Robert Michael/dpa

In Köln hat es wegen eines großen Betrugs mit Corona-Hilfe eine Razzia gegeben. Ein Mann wurde in Österreich verhaftet, einem Anwalt aus Köln wird Beihilfe vorgeworfen.

Köln/St. Pölten – Am Dienstagvormittag (22. März) hat es in Köln eine Razzia gegeben. Der Grund: Ein gigantischer Betrug mit Corona-Hilfen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Köln gemeinsam mitteilten. Der Fall erstreckt sich wohl über mehrere europäische Länder. Erst Anfang März hatte es wegen eines anderen Corona-Betrugs eine ebenfalls eine größere Razzia im Raum Köln gegeben.

Köln: Betrug mit Corona-Hilfen – internationale Razzia

Das Ermittlungsverfahren zu dem Corona-Betrug läuft über die Kölner Staatsanwaltschaft. Konkret gibt es einen Verdacht wegen „des gewerbsmäßigen Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit ‚Corona-Hilfen‘“, sagte ein Sprecher. Bei der Razzia in Köln wurden drei Wohnungen, zwei Geschäftsräume und eine Rechtsanwaltskanzlei durchsucht.

Parallel wurde ein Hotelzimmer in St. Pölten (Niederösterreich) sowie einer Wohnung in Wien durchsucht. Außerdem wurden in Spanien „Vermögensarreste“ vollstreckt. Die Ermittlungen in Österreich und Spanien erfolgten unter Koordination von EUROJUST Den Haag. Ein Mann aus Remscheid musste wegen eines Betrugs mit Corona-Hilfen mehrere Jahre ins Gefängnis.

Betrug mit Corona-Hilfen: 19 Fälle vermutet – Hauptverdächtiger verhaftet

Laut Polizeiangaben gibt es zwei Tatverdächtigen im Alter von 44 und 31 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen März 2020 und Juni 2021 ganze 19 Mal „außerordentliche Wirtschaftshilfen zur Abfederung pandemiebedingter Umsatzeinbußen“ unrechtmäßig beantragt zu haben. Diese umfassen insgesamt 3,2 Millionen Euro.

Der 44-jährige Hauptverdächtige wurde nun in St. Pölten verhaftet. Einem Rechtsanwalt aus Köln wird Beihilfe zu den Taten in elf Fällen vorgeworfen. Er war wohl an der Antragstellung beteiligt. Eine weitere Frau wird verdächtig, rund 1,5 Millionen Euro Corona-Hilfen gesichert zu haben. Unter anderem durch Überweisung auf ein spanisches Konto. Dadurch hätte sie „Beihilfe zum Subventionsbetrug“ geleistet. (os mit ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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