38 Besucher am ersten Tag

Kostenlose Corona-Tests am Kölner Hauptbahnhof – doch der Ansturm bleibt noch aus

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Am Kölner Hauptbahnhof können sich alle Bürgerinnen und Bürger jetzt kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.
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Ab sofort können sich alle Kölnerinnen und Kölner im städtischen Testzentrum am Hauptbahnhof kostenlos auf Corona testen lassen – der erwartete Ansturm blieb jedoch am ersten Tag noch aus.

Köln – Im städtischen Testzentrum am Hauptbahnhof Köln sind ab sofort kostenlose Corona-Schnelltests für alle Kölner verfügbar. Dies erklärte die Stadt Köln am 9. März in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis ist nach 15 Minuten verfügbar. Auch PCR-Tests werden noch angeboten (Kosten: 59 Euro oder kostenlos für Menschen deren Corona-Warn-App rot anzeigt), das Ergebnis ist jedoch erst nach 48 Stunden verfügbar. Dafür ist dieses Ergebnis bekanntlich genauer.

In den kommenden Tagen würden zudem weitere Einrichtungen nachziehen, heißt es weiter – um welche Einrichtungen es sich genau handelt, steht noch nicht fest, wie Stadt-Sprecher Benedikt Mensing gegenüber 24RHEIN erklärt. „Die Einrichtungen, die aktuell bereits Schnelltests anbieten, machen dies noch bis zum 15. März. Im Anschluss vergibt das Gesundheitsamt Lizenzen für diejenigen Einrichtungen, die es auch danach weiterhin tun dürfen“, so der Sprecher. Alle Infos zum Coronavirus in Köln gibt es hier in der Übersicht.

Kostenlose Corona-Schnelltests am Dom – „Frühzeitig auf Infektionsentwicklungen reagieren“

Neben den städtischen Testangeboten sei eine Beteiligung privater Anbieter, Arztpraxen, Apotheken und weiterer Einrichtungen vorgesehen, sofern diese die notwendigen Voraussetzungen der Coronavirus-Testverordnung erfüllen. Grundlage ist die Schaffung eines Konzessionsmodells mit Genehmigung durch die Stadt Köln. Allen in der Kassenärztlichen Vereinigung organisierten Vertragsärztinnen und Vertragsärzten seien bereits Motivationsschreiben zugegangen, sich an der Schnelltestoffensive zu beteiligen. 

Die Schaffung von Testangeboten für alle Kölnerinnen und Kölner sei wesentlich, um in der aktuellen Situation frühzeitig auf Infektionsentwicklungen reagieren zu können, erklärt Dr. Christian Miller, Leiter der Kölner Berufsfeuerwehr. „Ein regelmäßiges Schnelltestangebot für eine Millionenstadt zu schaffen, ist eine Herausforderung, die nur durch ein dezentrales, von Qualität getragenes Netzwerk geleistet werden kann“, wird er in der Mitteilung zitiert.

Kölnerinnen und Kölner zögern noch: Am ersten kostenlosen Test-Tag nur 38 Personen vor Ort

Das Angebot wird von den Kölnerinnen und Kölnern bislang allerdings eher schleppend angenommen. Wie Mensing gegenüber 24RHEIN erklärte, seien am ersten kostenlosen Test-Tag (9. März) insgesamt gerade einmal 38 Menschen zum Testen vorbeigekommen. „Der Ansturm ist bislang wider Erwarten ausgeblieben, da ist also noch deutlich Luft nach oben“, so Mensing, der versichert: „Es sind definitiv genug Tests für alle Kölnerinnen und Kölner da.“

Die Stadt will jetzt mit roten Schildern auf die Maskenpflicht am Rheinufer und in Parks aufmerksam machen. Rund 100 Hinweise werden derzeit in Köln montiert. (mo)

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