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Köln: Corona-Impfung für Erzieherinnen – sie bekommen die „Superheldenflüssigkeit“

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Bianca Ahlemeier (32), Tagesmutter in der häuslichen Tagespflege mit fünf Kindern, wird im Impfzentrum in der Koelnmesse von einer Ärztin mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.
Tagesmutter Bianca Ahlemeier (32) gehörte am Montag zu den ersten Erzieherinnen, die im Kölner Impfzentrum geimpft wurden. © Rolf Vennenbernd/dpa

Seit dem 8. März können weitere Berufsgruppen gegen das Coronavirus geimpft werden. Dazu zählen auch Erzieherinnen. In Köln berichten sie über ihre Erfahrungen.

Köln – In Nordrhein-Westfalen sind Erzieherinnen und Tagesmütter mit der Corona-Impfung dran – und viele haben am Montag erleichtert den Arm für die erste Spritze freigemacht. Dazu gehörte unter anderem Bianca Ahlemeier, von Beruf Tagesmutter, die im Job fünf Kinder im Alter von neun Monaten bis dreieinhalb Jahren betreut. Sie gehörte am Montagmorgen zu den Ersten im Impfzentrum in Köln.

Erzieherinnen: In der Kita ist es unmöglich, eine Schutzmaßnahme wie Abstand einzuhalten

„Wir arbeiten mit den Kindern ohne Abstand, ohne Maske“, sagte die 32-Jährige, die auch ein wenig Respekt vor dem Impf-Vorgang hatte. Aber: „Das gibt ein bisschen Sicherheit jetzt.“ Die Frage, welchen Impfstoff sie bekommt, war für Ahlemeier nicht entscheidend. „Hauptsache Schutz“, sagte die Tagesmutter, die das Präparat von Astrazeneca verabreicht bekam. Den Kindern aus ihrer Gruppe, die das schon verstehen, hatte sie vor ihrem Termin erklärt, dass sie nun „einen Piks“ bekomme. „Dass ich dann die ‚Superheldenflüssigkeit‘ bekomme.“

Eine gewisse Erleichterung verspürte auch Anja Fassbender, von Beruf ebenfalls Erzieherin – wegen ihres Status als Risikopatientin aber momentan nicht in einer Kita eingesetzt, sondern bei der Verwaltung. Dass sie geimpft wurde, stimme sie freudig. „Ich habe mir ja nicht ohne Grund den Beruf als Erzieherin ausgesucht.“ Nun steige die Wahrscheinlichkeit, dass sie zurückkehren könne. In einer Kita sei es unmöglich, eine Schutzmaßnahme wie Abstand einzuhalten. Die 41-Jährige sagte: „Ich kann einem Kind, das gerade auf die Nase gefallen ist, nicht sagen, dass ich es nicht trösten kann.“

Impfzentrum Köln: Erzieherin freut sich – „Man schützt sich und andere“

Auch Kita-Erzieherin Larissa Hömig, sprach – auf einem Stuhl im Impfzentrum wartend – von einem guten Gefühl. „Ich freue mich. Man schützt sich, man schützt andere. Das ist das, was zählt“, sagte sie. Die vergangenen Monate seien nicht einfach gewesen. Vor möglichen Impfreaktionen hatte die 28-Jährige keine Angst. „Für den Nutzen, den man davon hat, ist das durchaus gerechtfertigt, vielleicht ein oder zwei Tage ein bisschen Fieber zu haben.“

In NRW bekommen seit Montag deutlich mehr Menschen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Dazu zählen zum Beispiel Kita-Erzieherinnen, Tageseltern, ein Teil der Lehrer und der Polizisten. „All die, die mit Bürgerinnen und Bürger engen Kontakt haben und möglicherweise gefährdet sind“, erklärte der Leiter des Kölner Gesundheitsamtes, Johannes Nießen. Man sei froh, dass mehr Impfstoff da sei – auch wenn das Impfzentrum noch deutlich mehr Menschen versorgen könnte. „Wir haben noch nicht so viel Impfstoff, dass wir hier auf Volllast fahren“, sagte Nießen. Möglich sind in Köln 5000 Impfungen pro Tag – momentan gibt es rund 2600 täglich. (bs/dpa/lnw)

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