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Köln nimmt alle Lockerungen zurück – ab Montag Zoo und Museen wieder dicht

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Ein Schild, das auf die Maskenpflicht hinweist, mit der Aufschrift «Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung beachten» steht am Rheinufer vor dem Dom.
Die Stadt Köln hat durch eine deutliche Verschärfung der Corona-Regeln auf die jüngste Entwicklung in den Krankenhäusern reagiert (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa

Der Krisenstab der Stadt Köln nimmt alle Lockerungen der Notbremse zurück. Damit reagiert die Stadt auf die weiterhin ansteigenden Zahlen an Intensivpatienten in den Krankenhäusern.

Köln – Die Stadt Köln nimmt alle Lockerungen zurück. Ab Montag, 12. April, sind Zoo und Museen wieder dicht. Außerdem gelten in Köln neue Alkohol- und Verzehrverbote. Die Leiterin des Krisenstabes, Beigeordnete Andrea Blome: „Die Lage in den Kölner Krankenhäusern und Kliniken ist sehr ernst. Als Stadt haben wir mit den heutigen Entscheidungen unsere Handlungsmöglichkeiten nahezu ausgeschöpft.“

Corona in Köln: Stadt verschärft die Maßnahmen und führt neue Verweilverbote ein

Als Hauptgrund für diese Entscheidung nennt die Stadt die Entwicklung auf den Intensivstationen in den Kölner Krankenhäusern und Kliniken. „Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigt dynamisch an – allein in den vergangenen drei Tagen von 91 auf 106“, heißt es in einer Mitteilung. Die Höchstzahl der Intensivpatienten in der zweiten Corona-Welle lag bei 112.

Daher wurden nun alle Lockerungen aus der Notbremse zurückgenommen und die Corona-Regeln zum Teil verschärft. Konkret heißt das: Alle Museen in Köln sowie der Kölner Zoo müssen ab Montag (12. April) wieder geschlossen werden. Zusätzlich gilt schon ab Samstag (10. April) überall dort ein Alkohol- und Verzehrverbot, wo im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht besteht. Zudem führt die Stadt an mehreren Plätzen ein Verweilverbot ein, das von 8:30 bis 18 Uhr gilt.

Zu den Plätzen zählen:

Diese Corona-Regeln gelten bereits in Köln

Corona in Köln: Appell von Krisenstabsleiterin Blome – „Die Zeit drängt“

Allerdings geht der Kölner Krisenstab nicht davon aus, dass diese Maßnahmen bereits ausreichen, um die Situation auf den Intensivstationen zu verbessern. Blome appellierte daher auch an die NRW-Landesregierung: „Wir haben die klare Erwartung an das Land gerichtet, dass jetzt sehr kurzfristig seitens der Landesregierung weitergehende Maßnahmen getroffen werden. Das Land ist hier auch deshalb gefragt, da die aktuelle Situation nicht nur Köln alleine betrifft. Schon heute nehmen wir in Köln Patienten aus anderen Kreisen und Städten auf. Daher ist hier ein landesweites Handeln dringend notwendig. Die Zeit drängt.“

Oberbürgermeisterin Henriette Reker rief indes alle Menschen in Köln dazu auf, sich an die bestehenden Maßnahmen und Beschränkungen zu halten. Trotz einer Verbesserung des Impftempos, dürfe man die Situation auf den Intensivstationen nicht aus dem Blick verlieren. „Jeder und jede von uns kann, auch unabhängig von Corona, von jetzt auf gleich auf ein Bett auf der Intensivstation angewiesen sein. Und deswegen ist es so dringend, dass wir alle gemeinsam uns an die bestehenden Regeln halten. Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung hat oberste Priorität und die Stadt wird alles dafür tun, dass das Gesundheitssystem vor einer Überlastung geschützt wird“, so Reker.

Ebenfalls am Freitag hat das Land NRW bekannt gegeben, dass auch Köln zu den Modellkommunen wird, die bald trotz Corona weitere Öffnungsschritte gehen dürfen. Für Köln gilt dieser Modellversuch ab dem 26. April. Bedingung ist aber ein Inzidenzwert unter 100. (kem/bs)

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