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Köln: Start ins neue Schuljahr – das müssen Eltern und Kinder wissen

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Von: Martin Henning

Schülerinnen und Schüler der Klasse 1B sitzen in ihrem Klassenraum in der Bonifatiusgrundschule.
Schülerinnen und Schüler sollen im kommenden Jahr noch besser gegen Corona geschützt werden. © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Stadt Köln hat ihre Corona-Maßnahmen für Schulen und Kitas nach der Sommerpause vorgestellt. 24RHEIN fasst zusammen, was Eltern und Kinder wissen müssen.

Köln – Am 18. August startet in Köln das neue Schuljahr. Da das Coronavirus in NRW immer noch wütet – in Köln ist die Inzidenz zuletzt stetig gestiegen – geht das nicht ohne Schutzmaßnahmen. Die Stadt hat ihr Schutzkonzept für geöffnete Schulen und auch Kitas jetzt vorgestellt.

Köln: Schulen und Kitas behalten Teststrategie – mit Lolli-Tests

Bei den Corona-Tests setzt die Stadt auf ihre bisherige Strategie. In den Schulen werden Schnelltests angeboten. Die Kinder in den Kitas können sich mit dem Lolli-Test auf Corona testen lassen. Die kindgerechten Tests stehen allen Kitas im Stadtgebiet zweimal pro Woche zur Verfügung.

Seit dem Start der Lolli-Tests Mitte April hat die Stadt nach eigenen Angaben 1,2 Millionen Euro investiert. Jetzt soll auch das Land NRW die Testungen finanziell unterstützen.

Köln: Schulen bekommen Luftfilter gegen Corona

Alle Kölner Schulen und Kitas bekommen sogenannte CO2-Ampeln zur Verfügung gestellt. Mit diesen Ampeln kann die Kohlendioxid-Konzentration in der Raumluft gemessen und angezeigt werden.  Bei Grün ist die Raumluft in Ordnung, bei Gelb wird ein Lüften empfohlen, bei Rot ist das Lüften notwendig und wenn de Ampel rot blinkt, muss dringend gelüftet werden.

Klassen- und Unterrichtsräume, die nicht ausreichend gelüftet werden können, erhalten Luftfilter. Im ersten Schwung stehen 250 bis 300 Geräte zur Verfügung. Bekommen sollen die vor allem die Grundschulen (weil die Grundschülerinnen und -schüler derzeit noch nicht geimpft werden können) und Schulen aus Stadtteilen, die besonders von Corona betroffen sind.

Corona in Köln: Private Kitas werden finanziell unterstützt

Im zweiten Schritt folgt eine öffentliche Ausschreibung für insgesamt 10.000 Luftfilter, die dann von städtischen Kindertageseinrichtungen und Schulen auf Wunsch abgerufen werden können. Die Fachdienststellen nehmen Kontakt zu den Schulen und Kitas auf, um den Bedarf zu ermitteln. Gleichzeitig sollen Kitas privater Träger, die ihre Luftfiltergeräte selbst beschaffen, finanziell unterstützt werden.

Wibke Poth vom Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW) hatte die NRW-Landesregierung im 24RHEIN-Interview in die Pflicht genommen. Die Schulen sollten bestmöglich mit geeigneten Luftfiltern ausgestattet werden, so Poth. „Es sollten geprüfte und hochwertige Geräte sein, die von Profis installiert werden und deren Wartung auch langfristig sichergestellt ist.“ Zwar geben die bisherigen Forschungsergebnisse noch keinen genauen Aufschluss darüber, wie sehr Luftfilter bei der Corona-Bekämpfung tatsächlich helfen.

„Trotzdem sieht die Stadt Köln hier aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante und möglicher weiterer Mutationen die Notwendigkeit des Handelns, um größtmögliche Sicherheit für Präsenzunterricht und Kitabetreuung zu schaffen“, so die Stadt.

Corona-Impfung in Köln: Auch Kinder ab 12 können sich impfen lassen

Kinder ab 12 Jahren sollen unabhängig von Vorerkrankungen die Möglichkeit haben, sich mit dem Impfstoff von Biontech impfen zu lassen. Dafür müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Zusätzlich zu den zu den schon stattfindenden Impfungen in den Kinderarztpraxen schafft die Stadt Köln im Impfzentrum ein weiteres Impfangebot für Jugendliche ab zwölf Jahren.

Köln: Abstandsregelungen in Schulen und Kitas bleiben bestehen

Die Abstandsregelungen (AHA+L) bleiben bestehen:

Falls notwendig, sollen die Regeln auch erweitert werden. Die Stadt stellt den Kitas und Schulen bei Bedarf Desinfektionsmittel, Masken und Lüftungskonzepte zur Verfügung. Das Programm der Alltagshelfer*innen in den Kitas wird fortgesetzt. Außerdem hat das Land NRW angekündigt, ihr Helferprogramm für die Offenen Ganztagsschulen und die Ganztagsförderschulen zur personellen Unterstützung der Ganztagsangebote auch im neuen Schuljahr fortzuführen und weiterzuentwickeln.

Corona in Köln: Angebote für psychisch belastete Kinder

Außerdem hat die Stadt angekündigt, besser auf die psychischen Belastungen durch Corona zu reagieren. Sie will Konzepte entwickeln, um Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen schneller erkennen zu können und ihnen einfach zugängliche Hilfe anbieten. (mah)

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