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Inzidenz in Köln steigt – ein Stadtteil springt auf über 300

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Von: Nina Büchs

Der Dom in Köln ist hinter einer Mauer zu sehen.
Experten warnten vor einer vierten Welle im Herbst und Winter. Das scheint sich nun zu bewahrheiten – auch in Köln steigen die Zahlen wieder. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Corona: Die vierte Welle ist im Anmarsch – auch in Köln steigt die Inzidenz. Einen rasanten Anstieg gab es nun in den Stadtteilen. Besonders betroffen ist Dünnwald.

Köln – In vielen Regionen ist die Corona-Lage derzeit sehr angespannt – auch in Köln zeigt sich ein besorgniserregender Trend. Dort ist die 7-Tage-Inzidenz zuletzt sprunghaft angestiegen und liegt nun bei 148,4 (Stand: 5. November, Quelle: RKI). Am Vortag (4. November) lag der Wert noch bei 134,0. Auch in den Veedeln nehmen die Zahlen zu, wie die wöchentliche Statistik der Stadt Köln zeigt. Während in der vergangenen Woche drei Stadtteile über der 200er-Marke lagen, sind es in dieser Woche nun schon zehn. Die Entwicklung im Überblick.

Köln: In diesen Stadtteilen liegt die Inzidenz über 200

Zehn Veedel haben nun also die 200er-Marke geknackt. Besonders hoch ist die Inzidenz jedoch in Dünnwald. Dort wurden am 3. November 344,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet.

In der Woche zuvor war die Inzidenz in drei Stadtteilen über 200 – und zwar in Wahn, Ostheim und Kalk. In Kalk und Ostheim liegt der Wert auch in dieser Woche über 200.

Übrigens bedeutet ein hoher Inzidenzwert nicht, dass es in dem Stadtteil auch besonders viele Coronafälle gibt. Denn in die Inzidenz wird immer auf 100.000 Einwohner hochgerechnet. Hat ein Stadtteil also nur wenige Einwohner, steigt die Inzidenz schnell auf einen hohen Inzidenzwert an, auch wenn es dort im Vergleich zu anderen Stadtteilen nicht sehr viele Infizierte gibt.

Dies zeigt sich zum Beispiel am Stadtteil Dünnwald. Dort ist die Inzidenz mit 344,4 aktuell am höchsten. In diesem Stadtteil gab es insgesamt 40 positiv Getestete in den letzten sieben Tagen, insgesamt leben dort 11.419 Menschen. Im Stadtteil Kalk gab es aber sogar 50 Infizierte in den letzten sieben Tagen. Die Inzidenz ist dort jedoch mit 207,2 deutlich geringer.

Köln: Zahlen schießen vor allem in rechtsrheinischen Stadtteilen in die Höhe

Der Blick auf die aktuelle Statistik zeigt auch, dass vor allem in rechtsrheinischen Stadtteilen die Zahlen besonders hoch sind. Während dort die meisten Stadtteile über 200 liegen, schwanken die Stadtteile auf der linken Rheinseite oft zwischen der Werten 100 und 150.

Doch warum sind die Zahlen auf der rechten Rheinseite höher als auf der linken? Dazu heißt es in einer Studie, die die Stadt gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft veröffentlicht hat, dass meist die Stadtviertel besonders stark betroffen sind, in denen es eine hohe Arbeitslosigkeit gibt. Weitere Faktoren, die den Anstieg der Zahlen im Erhebungszeitraum der Daten beeinflusst haben, waren Indikatoren wie der Migrationsanteil oder die Höhe der Mieten (niedrigere Miete). Die Studie wurde im März 2021 veröffentlicht, aktuelle Zahlen liegen nicht vor. Dennoch könnte die Studie eine Erklärung dafür liefern, weshalb auch derzeit die Infektionszahlen besonders in den rechtsrheinischen Gebieten besonders hoch sind.

Corona in Köln: Elsdorf und Libur bei Inzidenz „0“

Die besten Werte in Köln haben übrigens die Stadtteile Elsdorf und Libur. Dort wurde eine Inzidenz von null gemeldet. Der Stadtteil Elsdorf setzt damit seinen positiven Trend fort – denn auch in den vergangenen beiden Wochen lag der Stadtteil im Süd-Westen von Köln bei null.(nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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