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Astrazeneca in Köln: Image bessert sich – Deutschland setzt Impfungen aus

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Von: Jana Wehmann

Bianca Ahlemeier (32), Tagesmutter in der häuslichen Tagespflege mit fünf Kindern, wird im Impfzentrum in der Koelnmesse von einer Ärztin mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.
Auch in Köln werden derzeit keine Menschen mehr mit Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft. © Rolf Vennenbernd/dpa

Nach Ländern wie Norwegen oder Island wird nun auch in Köln und ganz Deutschland erstmal kein Astrazeneca-Impfstoff mehr verimpft.

Update vom 15. März, 17:10 Uhr: Nachdem Dänemark, Norwegen und Island die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff ausgesetzt hatten, hat sich nun auch Deutschland angeschlossen und entschieden, den Impfstoff erstmal nicht mehr zu verimpfen. Dies teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mit. (nb mit dpa)

Astrazeneca-Impfung in Köln: Image bessert sich – kaum mehr Absagen

Update vom 10. März: Wie die Stadt nun bekannt gab, gibt es auch weiterhin kaum mehr Absagen in Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung.

Astrazeneca-Impfung in Köln: Image bessert sich – etwa 700 Menschen lassen sich täglich impfen

Update vom 5. März, 15:00 Uhr: Auch die neuen Zahlen belegen: Das Image des Astrazeneca-Impfstoffs scheint sich gebessert zu haben. Demnach gab es deutlich weniger Stornierungen und Terminverschiebungen. Aktuell werden circa 700 Menschen täglich im Kölner Impfzentrum mit Astrazeneca geimpft. Von den insgesamt 2.200 Impfungen am Tag entfallen 1.500 auf den Impfstoff Biontech.

Seit dem 10. Februar wird auch die priorisierte Berufgruppe mit diesem Impfstoff geimpft. Ab Montag folgt dann auch die Impfung von KiTa-Personal und von Lehrerinnen und Lehrern, die an einer Grund- oder an einer Förderschule unterrichten. Informationen zur Impfreihenfolge finden Sie in unserem Übersichtsartikel.

Corona in Köln: Astrazeneca ab kommender Woche für 1000 Menschen täglich?

Update vom 3. März, 17:07 Uhr: Im Kölner Impfzentrum werden in dieser Woche täglich zwischen 1.900 und 2.200 Menschen geimpft. Nach einer anfänglichen Zurückhaltung beim Impfstoff Astrazeneca entschied die Kölner Ethikkommission bereits am 24. Februar, das Impfangebot auf medizinisches Personal sowie Polizei- und Ordnungskräfte, Kita-Betreuungspersonal und Lehrer*innen an Grund- und Förderschulen auszudehnen. Seit der Öffnung für diese Gruppen ist die Anzahl an Impfungen mit AstraZeneca auf 700 Impfungen pro Tag gestiegen. Ab nächster Woche sollen täglich 1.000 Impfungen mit AstraZeneca erfolgen.

Corona in Köln: Bereitschaft zur Impfung mit Astrazenaca steigt

Update vom 1. März, 17:25 Uhr: Die Bereitschaft der Kölner sich mit Astrazeneca impfen zu lassen, hat sich offenbar erhöht. Gründe seien zum Einen die vorzeitige Impfung von Kölnern der Prio2-Gruppe (Polizei und Feuerwehr), zum Anderen eine differenziertere Berichterstattung in den Medien, schreibt die Stadt Köln auf Anfrage von 24RHEIN. „Die Stadt verzeichnet eine positive Annahme des Astrazeneca-Imfpstoffes bei diesen nachrückenden Gruppen“, heißt es weiter.

Wie viele Menschen in Köln bislang mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft wurden, ist nicht bekannt. „Die Stadt führt keine Impfstatistik getrennt nach Herstellern.“ Insgesamt hat es im Kölner Impfzentrum bis heute 15.936 Erstimpfungen gegeben. (sk)

Astrazeneca wird jetzt auch in Köln verimpft – aber viele wollen den Impfstoff nicht

Erstmeldung vom 24. Februar, 17:30 Uhr: Köln – Lange war der Ruf nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus in NRW groß. Erst kam Biontech/Pfizer, darauf folgte Moderna und nun ist auch der Impfstoff Astrazeneca zugelassen. Letzterer findet jedoch weniger Akzeptanz in der Bevölkerung, sodass immer mehr Menschen, die einen Impftermin mit dem Impfstoff Astrazeneca erhalten, diesen nicht wahrnehmen.

Impftermine werden verschoben, storniert oder die Impfberechtigten erscheinen schlichtweg nicht. Dieses Phänomen ist kein Einzelfall, so kommt es auch in Köln vermehrt zu Absagen. Die Stadt spricht von „vielen Impfberechtigten“, die nicht zu ihrem erscheinen.

Corona-Krise in Köln: Impftermine mit Astrazeneca werden im Impfzentrum abgesagt

Im Impfzentrum Köln werden die Impfstoffe Biontech/Pfizer und Astrazeneca geimpft. Täglich stehen 500 Astrazeneca-Impfdosen zur Verfügung – und täglich werden unzählige Termine abgesagt. Allein am Montag, 22. Februar, wurden von 500 Terminen, die das Impfzentrum Köln jeden Tag anbietet, lediglich 115 wahrgenommen, wie die Stadt Köln auf 24RHEIN-Anfrage bestätigte.

„73 Personen hatten im Vorfeld bereits ihren geplanten Termin verschoben oder abgesagt“, sagt Sabine Wotzlaw von der Stadt Köln. „Wir stellen fest, dass es bei der Impfung mit Astrazeneca eine gewisse Zurückhaltung gibt“, ergänzt Wotzlaw.

Impfzentrum Köln: Zurückhaltung beim Impfstoff Astrazeneca in Corona-Krise

Im Februar sind für das Kölner Impfzentrum insgesamt 7.844 Impfdosen verfügbar. Da viele Impfberechtigte ihre Termine jedoch nicht wahrnehmen, wurden bislang nur 3.100 Impfdosen im Depot des Landes abgerufen. „Bereits in den ersten Tagen wurde erkennbar, dass der Astrazeneca-Impfstoff weniger Akzeptanz findet als der Impfstoff von Biontech/Pfizer“, teil die Stadt dazu mit.

Menschen, die aufgrund des Impfstoffes ihren Termin absagen, entgegnet die Stadt Köln so: „Alle drei in Europa zugelassene Impfstoffe sind sicher und vor allem wirksam. Jeder Impfstoff schützt besser als kein Impfstoff, da ohne Impfung ein deutlich höheres Risiko besteht, an Covid-19 zu erkranken. Alle zugelassenen Impfstoffe, auch der von Astrazeneca, helfen, schwere Krankheitsverläufe und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden“, sagt Sabine Wotzlaw.

Trotz Absage der Impftermine: Astrazeneca-Impfstoff geht nicht veloren

Auch wenn viele Impftermine mit Astrazeneca abgesagt werden, verloren gehen die Impfdosen jedoch nicht. Denn solange die Dosen nicht in Spritzen aufgezogen wurden, können sie längere Zeit gelagert werden. „Sollten wir feststellen, dass es in den Berufsgruppen, für die der Erlass des Landes zuallererst eine Impfung vorsieht, keine Impfwilligen mehr gibt, möchten wir den Angehörigen der nächsten Prioritätengruppe eine Impfung mit Astrazeneca anbieten können“, ergänzt Wotzlaw.

Über die Verteilung der überzähligen Impfdosen entscheidet in Köln nun die Ethikkommission. Angehörige aus der ersten und zweiten Prioritätengruppe, die noch kein Impfangebot erhalten haben, sollen nun eine Impfung mit Astrazeneca angeboten bekommen. Dazu zählen laut der Stadt Köln folgende Personengruppen:

„Impfstoff darf nicht ungenutzt im Depot liegen bleiben. Wir verlieren sonst wertvolle Zeit und brauchen noch länger, um die Pandemie zu überwinden“, ergänzt Wotzlaw. Wie eine Impfung gegen das Coronavirus abläuft, berichtet ein junger Rettungssanitäter aus Köln auf Instagram.

Appell an Impfberechtigte in Corona-Krise: Astrazeneca ist ein wirksamer Impfstoff

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, unterstützt das Votum der Ethikkommission, weitere Personengruppen eine Impfung mit Astrazeneca anzubieten. „Die Impfung ist die wirksamste Waffe im Kampf gegen das Coronavirus, die uns zur Verfügung steht. Daher müssen wir uns zur Verfügung stehende Impfdosen so schnell wie möglich verimpfen“, sagt Reker.

Da für den kommenden Monat dem Kölner Impfzentrum 7.880 Impfdosen zur Verfügung stehen, appelliert die Oberbürgermeisterin an Impfberechtigte: „Manche Studien sagen, der Schutz vor Ansteckung sei bei Astrazeneca etwas schwächer als bei anderen. Es ist aber unumstritten, dass Astrazeneca genauso wie die anderen Impfstoffe vor einem schweren Verlauf schützt. Geimpft zu sein – egal mit welchem der bei uns zugelassenen Impfstoffe – ist also auf jeden Fall besser, als nicht geimpft zu sein.“

Daher solle jeder die Chance, sich impfen zu lassen, zum frühestmöglichen Zeitpunkt nutzen. Zum einen um sich vor einer Ansteckung zu schützen, zum anderen aber auch damit schnellstmöglich eine Herdenimmunität erreicht werden könne. „Die Impfung ist die wirksamste Waffe im Kampf gegen das Coronavirus, die uns zur Verfügung steht“, betont Reker.

Um die Corona-Neuinfektionen zu reduzieren, erweitert die Stadt Köln nun die Maskenpflicht auch auf Parks und Grünlagen. Die neue Regelung gilt bereits ab morgen. (jaw)

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