1. 24RHEIN
  2. Köln

Ausgangsbeschränkung in Köln ab Freitagnacht – KVB wird Nachtverkehr einschränken

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs, Martin Henning

Nachtaufnahme vom Kölner Dom, im Vordergrund ist die Hohenzollernbrücke zu sehen.
In Köln tritt eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. © Christopher Neundorf/Imago

Ab Freitagnacht gibt es in Köln eine Ausgangsbeschränkung. Das gab der Krisenstab am Freitag bekannt. 24RHEIN hat alle wichtigen Infos aus der Pressekonferenz.

Update vom 16. April 2021, 14:44 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

Stadt Köln will Kitas und Schulen vorerst nicht schließen – KVB wird Nachtverkehr einstellen

Update vom 16. April 2021, 14:42 Uhr: „Mir haben dutzende Eltern geschrieben. Die Kinder brauchen den Kontakt zu ihren Freunden. Eine Schließung von Kitas und Schulen erscheint uns derzeit nicht als richtig“, sagt Reker. Die Entscheidung, die Supermärkte trotz Ausgangsbeschränkung (noch) nicht ab 21 Uhr zu schließen, sorgt indes für Verwirrung. Andrea Blome betont erneut, dass man die Entwicklungen genau beobachten werde.

Update vom 16. April 2021, 14:36 Uhr: Und die KVB? Blome: „Es werden nicht alle Angebote eingestellt, aber der Nachtverkehr ab dem nächsten Wochenende wird eingestellt.“

Köln: Ausgangsbeschränkung ist die letzte große Maßnahme – aber es gibt weitere

Update vom 16. April 2021, 14:35 Uhr: Die Ausgangsbeschränkung gilt auch für Muslime, die derzeit den Fastenmonat Ramadan begehen, stellte Reker nach einer entsprechenden Rückfrage klar.

Update vom 16. April 2021, 14:34 Uhr: Müssen Kölnerinnen und Kölner nun nach 21 Uhr nachweisen, dass sie sich draußen aufhalten dürfen? „Es wäre gut, man könnte es nachweisen. Wir sind aber davon überzeugt, dass wir es den Menschen ansehen, dass sie auf dem Weg zur Arbeit sind“, sagt Krisenstabs-Leiterin Andrea Blome auf Nachfrage von 24RHEIN. „Wir wollen keinen bürokratischen Aufwand auslösen. Es wäre schon gut, dass man dem Umfeld ansieht, ob jemand zur Arbeit geht. Das werden wir wieder mit Augenmaß entscheiden.“

Update vom 16. April 2021, 14:32 Uhr: Es gebe keine genaue Inzidenzzahl, ab der man die Ausgangsbeschränkung aufhebe, betont Reker. Das hänge unter anderem auch von der Belegung der Intensivbetten ab.

Update vom 16. April 2021, 14:28 Uhr: Sind mit der Ausgangsbeschränkung nun alle Möglichkeiten ausgeschöpft? Reker: „Es ist die letzte wirklich starke Maßnahme. Es gibt noch weitere kleine Maßnahmen. Wir könnten auch den Einzelhandel ganz schließen. Das möchte ich aber nicht.“

Corona in Köln: Schon über 10.000 Anzeigen wegen Verstößen geschrieben

Update vom 16. April 2021, 14:26 Uhr: Bei Obdachlosen, die offensichtlich keinen Kontakt zu vielen anderen Personen hätten, werde man natürlich nicht rigoros auf die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung pochen. Das stellte Polizeipräsident Jacob klar.

Update vom 16. April 2021, 14:25 Uhr: Andrea Blome beantwortet die Frage, ob auch Supermärkte früher schließen müssen. „Wir schauen, ob es Anziehungspunkte gibt.“ Sie stellt noch einmal klar: Die Kölnerinnen und Kölner dürfen ab 21 Uhr nicht mehr zum Einkaufen aus dem Haus gehen.

Update vom 16. April 2021, 14:21 Uhr: Auch Polizeipräsident Uwe Jacob ist Teil der Pressekonferenz. Nun äußert er sich. „Unsere Polizei ist dafür bekannt, dass sie freundlich, aber bestimmt auftritt. Wir werden bei der Durchsetzung der Maßnahmen zuerst über einen Platzverweis gehen, das kann bei uneinsichtiger Haltung bis zur Ingewahrsamnahme gehen. Ich hoffe, dass es nicht so kommt. Ich vertraue auf die Vernunft der Kölnerinnen und Kölner, wie sie es zuvor auch schon gemacht haben. Es ist jetzt kein Spiel mehr. Es ist schon lange kein Spiel mehr. Es geht um Leben und Tod.“ Es seien über 450 Polizeibeamte auf den Straßen, darunter auch flexible Sonderdienste. 10.000 Anzeigen seien bisher wegen Verstoßes gegen die Coronabestimmungen geschrieben worden.

Reker zu Ausgangsbeschränkung in Köln: „Gab es seit 2. Weltkrieg nicht mehr“

Update vom 16. April 2021, 14:15 Uhr: Jetzt spricht Andrea Blome, die Leiterin des Krisenstabs. „Stand heute gibt es 3057 Infizierte in Köln. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt bei 42.792, im Vergleich zu gestern stieg die Fallzahl auf 249 Personen an. Das ist keine kleine Zahl.“ 323 Covid-Patienten seien in Krankenhäusern in Quarantäne. „Kontaktbeschränkung ist das oberste Ziel.“ Demnach gilt die Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr. Ausnahmen gelten zum Beispiel für die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen, dem Gang zur Arbeit sowie der Begleitung von sterbenden oder von Lebensgefahr bedrohten Menschen. Außerdem werde es ein Grill-, Alkohol- und Shishaverbot in den Parks und Grünanlagen geben. Polizei und Ordnungsamt würden das entsprechend kontrollieren. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro.

Update vom 16. April 2021, 14:11 Uhr: Die Oberbürgermeisterin: „So ein Ausgangsverbot gab es wahrscheinlich seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir das Virus mit der Ausgangsperre und allen anderen Maßnahmen in den Griff bekommen können.“ Es sei unklar, wann die Ausgangsbeschränkung wieder aufgehoben werden könne.

Kölner OB Henriette Reker verkündet Ausgangsbeschränkung

Update vom 16. April 2021, 14:09 Uhr: Reker richtet Kritik an die Kölner, die sich zu privaten Feiern treffen würden. „Das erleben wir immer noch“, sagt die Oberbürgermeisterin. Ins Freie dürfte man aber natürlich tagsüber.

Update vom 16. April 2021, 14:07 Uhr: Reker: „Die Intensivstationen sind am Limit. Dort haben wir die bisherige Höchstzahl der Belegungen übertroffen. Schon heute können nicht mehr alle unsere Krankenhäuser alle Fälle versorgen. Und es wird noch einige Tage dauern, bis wir die Ergebnisse der gestiegenen Inzidenz sehen.“ Das Verbot tritt in der Nacht von Freitag auf Samstag in Kraft. „Wir können nicht länger warten“, sagt Reker.

Update vom 16. April 2021, 14:02 Uhr: OB Henriette Reker spricht zuerst: „Heute ist es für uns alle ein schwerer Tag. Es ist ein schwerer Tag für die Stadt Köln. Die Stadt sieht sich gezwungen, der dritten Infektionswelle mit einer Ausgangssperre zu begegnen. Wir sind alle der Pandemie müde. Aber es geht darum, die Gesundheit der Menschen zu schützen. Das können und dürfen wir Ihnen, den Kölnerinnen und Kölnern, nicht zumuten. Allen, auch mir, ist das schwergefallen. Wir wissen, dass die Ausgangssperre eine erhebliche Einschränkung ist, die für Kritik sorgen wird. Und die vielleicht sogar Gerichte beschäftigen könnte.“ In welchen weiteren Städten in NRW bereits eine Ausgangssperre besteht, berichtet wa.de*.

Update vom 16. April 2021, 14:00 Uhr: Stadtsprecher Alexander Vogel eröffnet die Pressekonferenz des Krisenstabs.

Update vom 16. April 2021, 12:59 Uhr: Der Inzidenzwert in Köln ist am Freitag leicht gesunken. Er liegt nun bei 162,7 (Donnerstag: 163,7). Das wird die Entscheidung der Stadt nicht beeinflussen. Es deutet derzeit alles auf eine Ausgangssperre hin. Vergleichbares wird in NRW zum Beispiel in Wuppertal, dem Oberbergischen Kreis, Mülheim und Unna umgesetzt. Etwa eine Stunde ist es noch bis zur Pressekonferenz des Krisenstabs. Wir sind live dabei.

Erstmeldung vom 15. April 2021, 17:04 Uhr:

Coronavirus in Köln: Krisenstab gibt Pressekonferenz – das könnte auf Köln zukommen

Köln – Die Corona-Lage bereitet der Stadt Köln weiter Sorgen. So überschritt die Wocheninzidenz am Donnerstag den Wert von 160. Auch auf den Intensivstationen in Köln ist die Lage ernst. Wie es in Köln nun weitergehen soll, darüber informiert der Krisenstab am Freitag, 16. April, in einer Pressekonferenz. Thema ist dabei auch, ob in der Domstadt eine Ausgangssperre eingeführt werden soll, oder nicht. Wir berichten ab 14 Uhr live in diesem Live-Ticker.

Mit Spannung dürften die Bürger die neuen Beschlüsse aus dem Kölner Krisenstab erwarten. So könnte es schon bald zu einer Ausgangssperre kommen, die dann von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens gilt. Wie eine Stadtsprecherin gegenüber 24RHEIN mitteilte, wird dies in der Sitzung am Freitag diskutiert. Eine Ausgangssperre sieht übrigens auch der aktuelle Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur bundeseinheitlichen Regelungen der Corona-Notbremse vor.

Köln: Diese Regeln gelten aktuell – Termine in städtischen Dienstgebäuden nur mit negativem Corona-Test

Sollte die Maßnahme vorab nun auch schon in Köln durchgesetzt werden, dürfen Bürger ihre Wohnungen in der Sperrzeit nur noch aus „triftigem Grund“, etwa bei medizinischen Notfällen oder zwingenden beruflichen Tätigkeiten, verlassen. Auch der Einzelhandel wäre davon betroffen, so müssten dort die Öffnungszeiten angepasst werden.

Doch wie soll die Ausgangssperre in Köln kontrolliert werden? Über diese Frage wird offenbar noch diskutiert. Die Polizei ließ diesbezüglich jedoch bereits durchblicken, dass erstmal keine weiteren Polizeibeamten zur Sperrstunde auf den Straßen eingesetzt werden sollen.

Schon am Freitag könnte der Krisenstab angesichts der dramatischen Corona-Lage weitere Verschärfungen beschließen. Erst letzten Freitag hatte die Stadt angekündigt, dass auch der Kölner Zoo und die Museen wieder schließen müssen. Ebenfalls wurden weitere Verweilverbote erlassen. (nb/mah) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant