Teststrategie gegen das Coronavirus

Köln: Kostenlose Bürgertests – darf man sich mehrmals pro Woche testen lassen?

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Wie viele gratis Corona-Schnelltests stehen Bürgern zu?
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Wie oft darf man sich pro Woche kostenlos testen lassen? 24RHEIN hat bei der Stadt Köln und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein nachgefragt.

Köln – Wie oft darf man den kostenlosen Bürgertest in Anspruch nehmen? Einmal, zweimal oder sogar so oft wie man will? Diese Frage schwirrt derzeit manchen durch den Kopf. Wir haben bei der Stadt Köln und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein nachgefragt.

Coronavirus: Formulierung sorgt für Unklarheit – Wie oft darf ich mich nun testen lassen?

Zuvor hatte die Zeit berichtet, dass die Formulierung der Bundesregierung in Bezug auf die kostenlosen Bürgertests für Uneinigkeit sorgt. Denn in der Verordnung vom 8. März hieß es, dass sich Bürger „im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten mindestens einmal pro Woche testen lassen können“. Dabei ging der Bund jedoch nicht genauer darauf ein, ob man sich auch mehrmals täglich oder etwa mindestens einmal alle sieben Tage testen lassen kann. Zudem haben einige Kommunen angegeben, dass die Bürger einen „Anspruch auf die Durchführung von einem Schnelltest auf SARS-CoV-2 (Bürgertest) pro Woche“ hätten. Von mehreren Gratis-Tests pro Woche war dort nicht die Rede.

Köln: Stadt appelliert an Vernunft der Bürger, Mehrfachtestung nur bei „begründetem Verdacht“ durchzuführen

Und wie ist das in Köln geregelt? Stadt-Sprecher Benedikt Mensing teilt auf Anfrage von 24RHEIN mit: „Laut Testverordnung des Bundes und Coronatestverordnung des Landes NRW soll die Testkapazität so ausgelegt sein, dass mindestens einmal pro Woche alle Bürger und Bürgerinnen mittels Schnelltest getestet werden können.“ Generell sind die Schnelltests für Bürger unabhängig von der Anzahl der Tests kostenfrei, so der Sprecher.

Dennoch seien die Teststationen angewiesen, die Testperson nach dem letzten Testdatum zu fragen. Eine strikte Kontrolle gibt es also nicht. Stattdessen appelliert die Stadt an die Vernunft der Bürger, eine wöchentliche Mehrfachtestung nur bei einem begründeten Verdacht durchzuführen, so Mensing. Ähnlich argumentiert übrigens die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. „Allgemein wird an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger appelliert, das System nicht auszunutzen“, so der stellvertretende Pressesprecher Christopher Schneider. Auf die Frage, wie viele gratis Corona-Schnelltests einem Bürger pro Woche zu stehen*, hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen eine ähnliche Antwort, wie wa.de* berichtet.

Coronavirus in Köln: Hier gibt es die kostenlosen Bürgertests – und das sollten Sie vorab wissen

Seit dem 8. März dürfen nun auch Arztpraxen, Apotheken und private Anbieter von Testzentren in NRW die kostenlosen Schnelltests (Bürgertests) anbieten. Übrigens müssen die Bürger dabei nachweisen, dass sie ihren Wohnsitz beziehungsweise gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben, so Christopher Schneider.

Die Tests werden in den Teststellen dann von geschultem Personal durchgeführt. Vorab gibt es darüber einiges zu wissen. Zum Beispiel, was passiert, wenn der Schnelltest positiv ist. Die Stadt Köln empfiehlt in solchen Fällen, sich möglichst unverzüglich einem PCR-Test zu unterziehen, der als noch zuverlässiger gilt. Verpflichtend ist dies sogar, wenn ein Corona-Selbsttest gemacht wurde und das Ergebnis ist positiv ist. In diesem Fall muss zudem schnell der Kontakt zur Hausarztpraxis aufgenommen werden. Es gelten darüber hinaus weitere Schritte, die Sie bei einem positiven Testergebnis durchführen müssen:

  • Sie dürfen nicht den ÖPNV nutzen, um zum Ort der Durchführung der Tests zu gelangen.
  • Sollten Sie Kontakt zu einer oder weiteren Personen haben oder gehabt haben, müssen Sie den Namen der kontaktierten Personen notieren.
  • Die geltenden Hygieneregeln müssen weiter eingehalten werden.
  • Nach dem Absolvieren des Tests gilt Quarantänepflicht, bis das Testergebnis vorliegt. Sollte der PCR-Test ebenfalls positiv sein, gilt die Quarantänepflicht weiter. Außerdem müssen Sie alle Personen, zu denen Sie Kontakt hatten, mit Kontaktdaten an das Gesundheitsamt melden.

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