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Kölner Rettungssanitäter wettert gegen selbsternannte Corona-Experten – und spricht vielen damit aus der Seele

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Von: Nina Büchs

Rettungssanitäter Luis aus Köln steht vor seinem Einsatzfahrzeug.
Der Kölner Rettungssanitäter Luis macht gerade seinen Master an der TH Köln im Bereich Rettungsingenieurswesen. © Instagram/ 5_sprechwunsch

Der Kölner Rettungssanitäter Luis Teichmann berichtete auf Social Media über seine Corona-Impfung. Dabei äußerte er sich aber auch kritisch.

Köln – Wer nicht schon einmal selbst in Köln in Not geraten und in seinem Rettungswagen mitgefahren ist, kennt ihn vielleicht von seinen humorvollen Videos auf Instagram und TikTok: Die Rede ist von Rettungssanitäter Luis Teichmann aus Köln. Die Videos auf seinem Kanal „sprechwunsch_5“ haben inzwischen schon bis zu 1 Million Menschen auf Social Media gesehen. Auch über seine eigene Corona-Impfung berichtete der 24-Jährige dort – dabei äußerte er sich aber auch kritisch.

Köln: Rettungssanitäter äußert sich zu Corona – das regt ihn besonders auf

Auf Instagram machte er seinem Ärger zum Thema Corona Luft: „Meiner Meinung nach sollte man, bevor man irgendein allgemeines Statement öffentlich absetzt, überlegen, was einen selbst dazu qualifiziert, sich entsprechend zu äußern. Von mir aus kann man Impfgegner oder Impffreund sein, mir persönlich ist das herzlich egal. Ich finde es teilweise nur erschreckend Diskussionen zu verfolgen, in denen Menschen anderen Menschen versuchen ihre Meinung durch Halbwahrheiten aufzuzwingen“, so der 24-Jährige.

Kölner Rettungssanitäter: Wer keine Ahnung hat, sollte anderen seine Meinung nicht aufzwingen

„Wieso reflektiert man sich nicht kurz selbst: „Ich habe weder Pharmakologie, noch Biochemie studiert, ich habe de facto also einfach keine Ahnung. Mir erschließt sich also nicht, wie man nach etwas Googeln glauben kann, man habe von etwas so komplexem, wie einem Impfstoff, Ahnung“, heißt es in dem Post.

Mir erschließt sich also nicht, wie man nach etwas Googlen glauben kann, man habe von etwas so komplexem wie einem Impfstoff „Ahnung“. 

Rettungssanitäter Luis Teichmann („sprechwunsch_5“)

Auch seine Follower teilten die Meinung des 24-Jährigen. So schreiben einige seiner Follower unter den Post, er habe ihnen damit „aus der Seele gesprochen“. Ein anderer User schreibt: „Perfekt auf den Punkt gebracht und ein super Argument. Ich fahre als feste Aushilfe regelmäßig in Hannover und für mich persönlich gab es kein Gegenargument, nicht geimpft zu werden. Mir ist es auch egal, wie jeder Einzelne zum Thema „Impfung“ steht! Aber wie oft höre ich nur negatives oder Unverständnis. Auf gezielte Fragen gibt es dann oft nur fadenscheinige Antworten. Und was soll ich sagen...wie bei dir auch, keine Nebenwirkungen. Wir tragen momentan ein Stück für eine „Sichere Zukunft“ bei! Ich würde es jedenfalls jederzeit wieder machen!“.

Kölner Rettungssanitäter erzählt von Corona-Impfung: „Lediglich Schmerzen an der Einstichstelle“

Vor zwei Wochen hat sich der 24-Jährige übrigens selbst gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Impfung fand in einem Altenheim statt, in dem einige Impfdosen übrig geblieben waren. In seiner Story teilte er mit, dass dafür der Impfstoff von Biontech/Pfizer genutzt wurde. „Der größte Zeitaufwand war es tatsächlich den Papierkram auszufüllen“, so Teichmann. Die Impfung selbst habe sich dagegen angefühlt, wie jede andere Impfung auch. Dazu gehören auch leichte Schmerzen an der Einstichstelle, etwa wie bei einem Muskelkater, so der Rettungssanitäter. Dabei scherzte er: „Eigentlich dachte ich, der Bundesgesundheitsminister wäre gekommen, um einem die Hand zu schütteln.“

Coronavirus: In diesem Kölner Impfzentrum kann man sich bald impfen lassen

Wer sich, wie Luis gegen das Coronavirus impfen lassen will, kann dies im Impfzentrum Köln auf dem Messegelände in Deutz tun. Ab dem 8. Februar wird aber zunächst die ältere Zielgruppe, ab 80 Jahren, dort geimpft. Eigentlich sollte der Betrieb im Impfzentrum schon früher losgehen. Wegen Lieferverzögerungen des Impfherstellers Biontech und Pfizer wurde der Start jedoch nach hinten verschoben. (nb)

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