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Corona in Köln: 25 Fälle der Delta-Variante nachgewiesen – mehr Infektionen im Herbst?

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Von: Nina Büchs

Menschen in Köln drängen sich beim Shoppen auf der Einkaufsstraße Hohe Straße dicht zusammen.
Noch gelten in Köln viele Lockerungen, etwa beim Shoppen, beim Restaurantbesuch oder im Freibad. Doch gefährdet die Delta-Variante diese Freiheiten? (Symbolbild) © Christoph Hardt/ Imago

Die dritte Corona-Welle ist gebrochen. Doch inzwischen wurden 25 Fälle der Delta-Variante in Köln gemeldet. Warum die Virusmutation so gefährlich ist.

Köln – In der Domstadt am Rhein liegt die Inzidenz am Montag, 21. Juni, bei lediglich 11,5. Schon beinahe drei Wochen lang liegt der Wert nun stabil unter 35, weshalb die Gastronomie und auch einige Freibäder ohne Test für Gäste und Besucher öffnen durften. Trotz der sehr positiven Entwicklung gibt es in Köln jedoch Anlass zur Sorge: Denn die Delta-Variante aus Indien breitet sich auch dort weiter aus. Wie die Stadt nun mitteilte, wurden in Köln bislang 25 Fälle der Corona-Variante „Delta“ (B.1.617.2) gemeldet. Ein Überblick, was man zur Virusvariante wissen muss.

Corona: Delta-Variante breitet sich in Köln aus – so gefährlich ist die Mutation aus Indien

„In Köln wurden bislang (Stand 21. Juni 2021) 12.385 Fälle der Alpha-Variante, 378 Fälle der Beta-Variante, 13 Fälle der Gamma-Variante, 87 Fälle einer Mutation der Alpha-Variante und 25 Fälle der Delta-Variante nachgewiesen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Köln. Das steckt hinter den griechischen Namen der Virus-Mutationen:

VarianteUrsprungslandFälle in Köln
AlphaGroßbritannien (B.1.1.7)12.385
BetaSüdafrika (B.1.351)378
GammaBrasilien (P.1)13
DeltaIndien (B.1.617.2)25

Vorherrschend ist also in Köln aktuell noch immer die Virusvariante B.1.1.7 aus Großbritannien. Doch auch die Virusvariante aus Indien namens „Delta“ wurde hier nun schon mehrfach gemeldet.

Besonders rasant verbreitet sich die indische Mutation derzeit in Großbritannien und Portugal. Epidemiologen und Virologen sind wegen der Ausbreitung der Variante aus Indien beunruhigt. Denn: „Wie aus neuen Zahlen der Organisation Public Health England (PHE) hervorgeht, haben Patienten, die mit der neuen Delta-Variante des Virus infiziert sind, ein deutlich höheres Risiko, so schwer zu erkranken, dass sie stationär behandelt werden müssen“, berichtet die Ärztezeitung. Besonders erhöht sei das Risiko für Patienten, die erst eine Impfdosis erhalten hätten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die indische Mutation übrigens als „besorgniserregend“ eingestuft. So teilte auch die WHO mit, dass es Hinweise gebe, dass die Delta-Variante ansteckender und möglicherweise auch unempfindlicher gegen Antikörper sei.

Corona: Virusvariante aus Indien im Vormarsch

Auch der Kölner Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) blickt der Ausbreitung der Delta-Variante in Deutschland mit Sorge entgegen. Er sei sicher, dass die Variante im Herbst in Deutschland wieder für mehr Ansteckungen sorgen wird, schrieb er auf Twitter. „Die gute Nachricht: doppelt Geimpfte sind zu 90 Prozent geschützt. Die schlechte: unsere Kinder werden nicht geschützt sein. Das ist ein Fehler, zumal sich die meisten Kinder die Impfung wünschen“, kritisierte er.

Köln: Delta-Variante breitet sich immer mehr aus

Um also gut gegen die Virusvariante aus Indien geschützt zu sein, müssen die Impfungen schnell voranschreiten. Denn nur wer vollständig geimpft ist, dem kann die Delta-Variante wenig bis nichts anhaben. In Köln und anderen Kommunen in NRW gab es zuletzt jedoch wochenlang keine Erstimpfungen in den Impfzentren. Erst am Mittwoch, 23. Juni, sollen die Erstimpfungen auch im Kölner Impfzentrum wieder aufgenommen werden. Doch nur wenige Menschen erhalten dann tatsächlich auch einen Termin. Bis dahin heißt es also: Weiter geduldig sein und die Abstands- und Hygienemaßnahmen einhalten. (nb)

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