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Mehr als 10.000 Mitarbeiter der Stadt Köln arbeiten im Homeoffice – doch es gibt Ausnahmen

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Von: Nina Büchs

Ein Mann sitzt mit dem Laptop auf einem Sofa.
Wenn möglich, sollen möglichst viele Arbeitnehmer im Lockdown nun im Homeoffice arbeiten. Damit wolle man die Infektionszahlen weiter reduzieren. © MaxwellArt Photography via www.imago-images.de

Der Lockdown hat sich auch auf die Mitarbeiter der Stadt Köln ausgewirkt – viele von Ihnen befinden sich aktuell im Homeoffice. So auch Stadtsprecher Alexander Vogel.

Köln – Eine neue Regel, die im Januar von Bund und Ländern beschlossen wurde lautet: Da wo es möglich ist, muss Homeoffice ermöglicht werden. Durch die neue Maßnahme sollen steigende Corona-Fallzahlen reduziert werden. Die Stadt Köln geht mit gutem Beispiel voran.

Köln: Stadt schickt 13.300 Mitarbeiter ins Homeoffice – doch es gibt Ausnahmen

Pressesprecher Alexander Vogel macht es vor: „Krisenstab aus dem Homeoffice. Digitalisierung in Köln funktioniert“, schreibt er am 13. Januar unter sein Twitter-Foto vom heimischen Schreibtisch. Aber wie sieht es bei den anderen Mitarbeitern der Stadt aus? Auf Nachfrage von 24RHEIN heißt es: „Oberbürgermeisterin Reker hat mehrfach die Führungskräfte aufgefordert, Homeoffice, wo es geht, zu ermöglichen. Derzeit können nun 13.300 Mitarbeitende im Homeoffice arbeiten.“

Ob Teams gebildet werden, die im Wechselbetrieb ins Büro kommen oder ob ganz von zu Hause aus gearbeitet wird, entscheiden die Dienststellen jedoch eigenverantwortlich, so Pressesprecherin Nicole Trum. Fest steht jedoch: Nicht alle Mitarbeiter können auch vom eigenen Schreibtisch aus arbeiten. Dazu zählen unter anderem Ordnungsdienste, Feuerwehrleute oder auch Beschäftigte in den Meldehallen, die in direktem Kontakt mit den Bürgern stehen.

Homeoffice statt Büro: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz?

In einer aktuellen Pressemitteilung des Krisenstabes der Stadt Köln hieß es kürzlich, dass der Großteil der Ansteckungen in der Domstadt derzeit auf private Besuche im Familienkreis zurückzuführen sei. Wie hoch ist dagegen aber ist die Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz? Tatsächlich hängt das Infektionsrisiko von verschiedenen Faktoren ab. Ausschlaggebend ist unter anderem die Zahl der Kontakte am Arbeitsplatz, wie viel Abstand die Räumlichkeiten zulassen und wie oft gelüftet wird.

Coronavirus: Forscher entwickeln Kalkulator, um Infektionsrisiko zu ermitteln

Forscher des Max-Planck-Instituts haben außerdem einen Algorithmus entwickelt, mit dessen Hilfe man das Ansteckungsrisiko in verschiedenen Räumen selbst ausrechnen kann. Durch die Angabe von Raumgröße, Personenzahl und Zeit berechnet der Kalkulator, wie groß die Infektionsgefahr wirklich ist. „Mit der Annahme, dass eine Person in dem Raum hochinfektiös ist, errechnet der Algorithmus automatisch die Übertragungswahrscheinlichkeit für die vom Nutzer eingestellten Szenarien. Zudem kann man zwischen verschiedenen Szenarien wählen: einem Klassenraum, einem Büro, einer Feier und einer Chorprobe“, heißt es auf der Seite der Max-Planck-Gesellschaft.

Köln: Auch Hotels bieten Zimmer als Homeoffice an

Angesichts der aktuellen Entwicklung könnte die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, bei einigen Arbeitnehmern für Erleichterung sorgen. Doch obwohl auch die Stadt Köln viele ihrer Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt hat, ist es nicht immer möglich, in den eigenen vier Wänden auch konzentriert zu arbeiten. Einige Hotels in Köln haben sich in Corona-Zeiten etwas einfallen lassen.

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