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„Wir hebeln die Impfreihenfolge eben nicht aus“ – Henriette Reker verteidigt vorgezogene Impfungen in Köln

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Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sitzt im Impfzentrum.
Oberbügermeisterin Henriette Reker sieht keine Aufhebung der Impfreihenfolge in Köln. © Oliver Berg/dpa

1000 Impfdosen extra: In Köln beginnt am Montag die Impfaktion in sozialen Brennpunkten. OB Henriette Reker weist zum Start Kritik bezüglich der Priorisierung von sich.

Köln – Die Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat die vorgezogene Impfungen durch mobile Impfteams in sozialen Brennpunkten in Köln verteidigt. „Wir hebeln die Impfreihenfolge eben nicht aus“, sagte Reker am Montag bei Phoenix.

Corona-Impfungen in Kölner Brennpunkten: OB Reker sieht kein Problem mit der Impfreihenfolge

„Es ist uns gelungen, für diese Menschen in den Sozialräumen eine Priorisierung auf die Gruppe drei vorzuziehen, und die Gruppe drei ist jetzt dran. Da wir mit gesondertem Impfstoff impfen, entgeht hier niemandem eine Impfung, die er sonst bekommen hätte“, erklärte die Kölner Oberbürgermeisterin. Eine Stigmatisierung der betreffenden Bevölkerungsgruppe durch die Maßnahme könne sie auch nicht erkennen. „Durch ein zusätzliches Angebot kann man niemanden stigmatisieren“, sagte Reker.

Wegen der vielen Corona-Neuinfektionen in einigen Stadtteilen sollen in Köln am Montag erstmals spezielle Impfteams in die sozialen Brennpunkte gehen. Die mobilen Teams sollen nach und nach unter anderem in den Hochhaussiedlungen von Chorweiler und dem Kölnberg (Köln-Meschenich) Impfungen anbieten. Um die Menschen dort zu erreichen, seien muttersprachliche Unterstützung, Aufklärungsarbeit und eine enge Zusammenarbeit mit Sozialraumkoordinatoren und Hausärzten erforderlich, hatte Reker bereits am Wochenende gesagt.

Corona-Impfungen in Köln: 1000 zusätzliche Dosen für Aktion in sozialen Brennpunkten

Das Land hat für das Pilotprojekt zunächst 1000 Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson zur Verfügung gestellt. Der Impfstoff hat den Vorteil, dass eine einzige Spritze ausreicht und nicht nach mehreren Wochen eine zweite Dosis nötig ist. Die Stadt Köln hofft allerdings auf noch deutlich mehr Impfdosen für das Projekt. (dpa)

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