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Köln: Erstimpfungen im Impfzentrum ab Samstag wieder möglich

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Von: Nina Büchs

Menschen warten am Eingang zum Kölner Impfzentrum.
Der Impfstoffmangel wirkt sich auch auf das Kölner Impfzentrum aus. (Symbolbild) © Horst Galuschka/ Imago

Vor einigen Wochen teilte die Stadt mit, dass bis Mitte Juni fast keine Erstimpfungen im Kölner Impfzentrum möglich sind. Nun hat sich die Lage entspannt: Alle Personen über 16 dürfen sich impfen lassen.

Köln – Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, hat viele Vorteile. Zum Beispiel entfällt für vollständig Geimpfte, die ihre Immunisierung nachweisen können, in Köln die Testpflicht bei einem Kino-Besuch und auch bei Reisen in Hochinzidenzgebiete muss kein Test vorgelegt werden.

Doch Impfstoff war zuletzt in Köln und ganz NRW rar. Teilweise wurden aufgrund des Impfstoffmangels bis Mitte Juni im Impfzentrum fast keine Erstimpftermine mehr durchgeführt. Doch jetzt ist Besserung in Sicht: Wie die Stadt Köln mitteilt, dürfen sich alle Kölnerinnen und Kölner über 16 Jahre impfen lassen. Ab Samstag, 26. Juni, sei das möglich. Um 8 Uhr werde das Buchungssystem für die Impfwilligen umgestellt und jeder kann einen Impftermin buchen.

Coronavirus in Köln: Etwa 30 Prozent sind vollständig geimpft

Laut der aktuellen Statistik der Stadt Köln haben bislang etwa 53 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Köln eine Erstimpfung erhalten. 327.047 Menschen (etwa 30 Prozent) sind bereits vollständig geschützt (Stand: 16. Juni 2021). Bislang warten jedoch noch viele Kölnerinnen und Kölner auf einen Erstimpftermin. Denn wegen Impfstoffmangels konnten im Impfzentrum bis Mitte Juni keine weiteren Erstimpfungen durchgeführt werden. Erst ab dem 26. Juni ist das möglich.

Davor blieb nur der Gang über die Arztpraxen. Doch auch dort war die Situation nicht viel besser. Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) kritisierte zuletzt in diesem Zusammenhang, dass in den Arztpraxen deutlich weniger Impfstoff ankomme, als angekündigt wurde. „Das ist nicht nur ärgerlich für die Praxen, es ist für sie wie auch für das gesamte Impfgeschehen ein verheerendes Signal.“ Weiter sagte er, dass bereits vereinbarte Termine wieder abgesagt werden müssten. Stellenweise könnten nur bedingt Zweitimpftermine eingehalten werden.

Köln: „Hoffen, dass die angekündigten Mengen an Impfstoffen tatsächlich eingehalten werden können“

Am vergangenen Freitag hat die KVNO mitgeteilt, dass in NRW bislang nun 50 Prozent der Menschen eine Erstimpfung erhalten haben. Auch der Anteil an Zweitimpfungen sei laut KVNO positiv, so ist laut der Statistik jeder vierte Bürger in NRW bereits vollständig geimpft. „Ich freue mich sehr über diese Zahlen und hoffe, dass wir das Impftempo im Land weiter hochhalten können. Die Impfmotivation in der Bevölkerung ist da, jetzt muss sie auch mit ausreichend und flächendeckend vorhandenen Impfstoffen bedient werden. Wir hoffen, dass die vom Bund für die Zeit ab Mitte/Ende Juni angekündigte größeren Mengen an Impfstoffen tatsächlich eingehalten werden können – das gilt für die Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, für die Impfzentren sowie für die impfenden Betriebsärztinnen und Betriebsärzte“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. (nb)

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Dieser Artikel wurde am 25. Juni um 15:49 Uhr aktualisiert. Neuerung: Ab Samstag kann jede Person in Köln ab 16 Jahren einen Impftermin buchen.

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