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Weiteres Impfzentrum in Köln? Es könnte das RheinEnergie-Stadion werden

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Das RheinEnergie-Stadion in Köln von oben.
Das RheinEnergie-Stadion könnte schon bald als neues Impfzentrum dienen. © imago images/Hans Blossey

Das Gesundheitsamt macht sich Gedanken über weitere mögliche Impf-Orte in Köln – und bringt unter anderem das RheinEnergie-Stadion ins Gespräch

Köln – Das Kölner Gesundheitsamt hat mit der Planung der anstehenden Impfungen gegen das Coronavirus aktuell alle Hände voll zu tun. Um der großen Nachfrage auf Dauer gerecht zu werden, setzt sich die Behörde längst mit weiteren möglichen Impf-Orten in Köln auseinander. So käme unter anderem ein zusätzliches Impfzentrum im RheinEnergie-Stadion in Frage.

Impfungen gegen das Coronavirus: Neues Impfzentrum im RheinEnergie-Stadion denkbar

Während die Corona-Impfungen noch gar nicht begonnen haben, macht sich das Kölner Gesundheitsamt bereits Gedanken darüber wie es in Zukunft weiter gehen könnte. Aktuell sind Impfungen nur in der rechtsrheinischen Kölner Messe möglich. In einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger äußerte sich nun Gerhard Wiesmüller, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes, konkret zum Vorgehen in Köln.

So beschäftigt man sich bereits mit weiteren Orten für Impfzentren. Die naheliegendste Option wäre etwa die Erweiterung des bestehenden Zentrums in Deutz: „In der Messe haben wir nun eine sehr gute Infrastruktur, hier ließe sich eine weitere Halle schnell einrichten“, meint Wiesmüller. Doch darüber hinaus bringt er auch ein ganz neues linksrheinisches Impfzentrum ins Gespräch. Das Gesundheitsamt könne sich beispielsweise das RheinEnergie-Stadion sehr gut dafür vorstellen. Die Heimstätte des 1. FC Köln verfüge über eine gute Verkehrsanbindung und vor allem wäre ausreichend Platz vorhanden.

Corona-Impfungen in Köln: Arztpraxen wären Wunschlösung, doch die Umsetzung ist schwierig

Im Idealfall kämen laut dem stellvertretende Leiter des Gesundheitsamts in Zukunft aber vor allem Arztpraxen für Impfungen in Frage. Jedoch sei das an gewisse Bedingungen gekoppelt: „Das ist aber nur möglich, wenn wir Mittel bekommen, die einfacher zu transportieren und zu lagern sind.“ Momentan müssen die Impfstoffe vom bisher einzig zugelassenem Produzenten Biontech bei minus 70 Grad Celsius gelagert werden, was sowohl den Transport, als auch die Lagerung ziemlich schwierig gestaltet.

Falls das Handling mit den Impfstoff tatsächlich leichter wird und dieser in so großer Menge zur Verfügung steht, dass eine Priorisierung nicht mehr notwendig ist, dann wären Impfzentren laut Wiesmüller gar nicht mehr nötig. Aktuell ist allerdings noch nicht absehbar, ob dies in den kommenden Wochen und Monaten realistisch wäre. (os)

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