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Kölner Inzidenz steigt sprunghaft – doch keine Corona-Entspannung zu Weihnachten?

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Von: Nina Büchs

in Schild weist in der Fußgängerzone Schildergassein Köln auf die Maskenpflicht hin
Um die vierte Welle in den Griff zu bekommen, gelten auch in Köln strenge Regeln – wie zum Beispiel eine Maskenpflicht auf den Weihnachtsmärkten. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

In Köln ist die Inzidenz sprunghaft angestiegen, trotzdem liegt sie weiter unter der 400er-Marke. Gibt es doch keine Corona-Entspannung zu Weihnachten?

Köln – Nach dem Rekordwert von 459,0 am vergangenen Samstag scheint sich die Corona-Lage in Köln etwas zu entspannen. Denn seitdem ist die Inzidenz zunächst weiter gesunken. Doch nun springen die Fall-Zahlen wieder etwas höher: Am Freitag, 10. Dezember, liegt sie mit 380,5 zwar weiterhin unter der 400er-Marke, allerdings deutlich höher als am Vortag (319,4). Wie entwickelt sich Corona vor Weihnachten in Köln?

Coronavirus Köln: Inzidenzwert steigt wieder

Wie die Entwicklung der Inzidenzwerte zeigt, sind die Zahlen in Köln in der vergangenen Woche so hoch gewesen, wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Wochenende lag die Inzidenz einmal sogar über 450. Doch was ist auf die hohe Inzidenz zurückzuführen? Und inwiefern haben der Kölner Karneval am 11.11. und das Rhein-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach dazu beigetragen?

Freitag, 10. Dezember380,5
Donnerstag, 9. Dezember319,4
Mittwoch, 8. Dezember391,1
Dienstag, 7. Dezember403,6
Montag, 6. Dezember415,2
Sonntag, 5. Dezember435,1
Samstag, 4. Dezember459,0
Freitag, 3. Dezember454,1

Dr. Nießen, Leiter des Kölner Gesundheitsamts erklärte in der vergangenen Woche in einer Pressekonferenz zur Corona-Lage, dass mehrere Faktoren zu dem Anstieg der Inzidenz geführt haben. So kam es laut Nießen zuletzt vor allem in Innenräumen, zum Beispiel bei privaten Partys, im Hallensport oder in Clubs zu Infektionen. Dies sei aber auch saisonal bedingt, da sich aufgrund der aktuellen Jahreszeit die Menschen mehr drinnen treffen würden. Unter anderem führte auch die vielen Infektionen bei nicht impfbaren Kindern zu weiteren Neuinfektionen.

Dass Großveranstaltungen, wie der Kölner Karneval oder ein volles RheinEnergie-Stadion die Inzidenzwerte in Köln nach oben getrieben haben, könne laut dem Kölner Krisenstab jedoch nicht gesagt werden. „Wenn man die Kurve nach dem 11.11. sieht, gehen die Zahlen etwas höher, aber wenn man das mit anderen Städten vergleicht, geht die Kurve auch in München hoch, jedoch haben die dort keinen 11.11.“, Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen, in der Pressekonferenz. Laut ihm und Nießen könne der Kölner Karneval also nicht als Pandemietreiber bezeichnet werden.

Köln: Inzidenz sinkt – Corona-Verschärfungen in Schulen, auf Weihnachtsmärkten und beim Einkaufen

Zu einem weiteren Sinken der Zahlen tragen nun vielleicht auch die Corona-Verschärfungen bei, die von Bund und Ländern durchgesetzt wurden. So können auch in Köln nur noch Geimpfte und Genesene shoppen gehen, ausgenommen davon sind Läden des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Supermärkte. Zudem gibt es in Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht.

Außerdem gilt auf den Weihnachtsmärkten derzeit überall eine 2G-Regel, sowie eine Maskenpflicht. Denn da dort viele Menschen zusammen kommen, um in der Vorweihnachtszeit einen Glühwein zu trinken, ist es auch dort wichtig, das Infektionsgeschehen vorzeitig einzudämmen. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wurde am 10. Dezember aktualisiert. Neuerung: Neuer Inzidenzwert eingefügt.

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