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Köln: Trotz sinkender Inzidenz – Kapazitäten auf Intensivstationen gehen zurück

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Von: Nina Büchs

Eine Krankenpflegerin arbeitet in Schutzkleidung in einem Krankenzimmer auf der Intensivstation des Uniklinikums
Die Lage auf Kölner Intensivstationen ist wegen der Corona-Pandemie nach wie vor angespannt. (Symbolbild) © Marcel Kusch/dpa

In Köln sinkt die Inzidenz und liegt nun bei 176,6. Doch von einer Entlastung der Intensivstationen könne nicht gesprochen werden, so Dr. Miller, Leiter der Berufsfeuerwehr.

Köln – In Köln sinkt die Inzidenz weiter und liegt nun am Freitag, 7. Mai, bei 176,6. Vor einer Woche lag sie noch bei über 190. Doch wie sieht die Lage nun auf den Intensivstationen aus? Dr. Christian Miller, Leiter der Kölner Berufsfeuerwehr, gibt einen Überblick zur aktuellen Situation in den Kliniken und Krankenhäusern.

Coronavirus in Köln: Inzidenz sinkt auf 176,6 – doch wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wie Dr. Christian Miller am Freitag in der Pressekonferenz des Krisenstabs sagte, sind die sinkenden Inzidenzen definitiv noch nicht auf den Intensivstationen angekommen. „Vielmehr bewegen wir uns auf einem Plateau, was die Zahlen auf den Intensivstationen angeht.“ Momentan lägen in den Kölner Krankenhäusern und Kliniken 122 Patienten auf der Intensivstation, 97 von ihnen müssen beatmet werden, erzählt Miller.

„Die Belastungsgrenze ist definitiv erreicht“, so Miller weiter. Er hoffe aber, dass sich die sinkende Inzidenz mit einer gewissen Zeitverzögerung auch auf die Belastung der Intensivstation auswirkt.

Köln: Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu – nur noch vier Prozent der Betten sind aktuell verfügbar

Doch es gibt weiteren Anlass zur Sorge: „Was uns sehr beunruhigt ist, dass die Kapazitäten, die sich sonst ja immer so bei plus minus 10 Prozent eingependelt haben, diese Woche nochmal deutlich zurückgegangen sind“, erzählt Miller weiter. Demnach sind am Freitag, 7. Mai, nur noch vier Prozent der Betten auf den Intensivstationen verfügbar.

Zuletzt hatte zum Beispiel die Uniklinik damit begonnen – aufgrund der fehlenden Kapazitäten – Patienten in andere Krankenhäuser umzuverlegen.

Intensivstationen in Köln: Patienten sind jünger und haben eine längere Liegedauer

Miller bestätigte außerdem noch einmal, dass die Patienten in der dritten Welle deutlich jünger sind. Zudem haben sie eine längere Liegedauer, so Miller. Wie die Kölner Intensivpflegerin Anette Segtrop in der ARD-Sendung „Maischberger“ erzählte, ist der jüngste Corona-Patient, der in der Uniklinik Köln derzeit auf der Intensivstation liegt, gerade mal 22 Jahre alt. „Wir wissen nicht, ob er es schafft“, so die Intensivpflegerin in dem TV-Beitrag.

Köln: Indische Mutation nun siebenmal nachgewiesen – britische Mutante noch immer dominierend

Und wie entwickelt sich der Virus aktuell in der Stadt Köln? Allgemein ist die britische Virusvariante B.1.1.7 in Köln noch immer dominierend. Es gibt nun aber auch immer mehr Fälle der indischen Mutation, hieß es in der Pressekonferenz. Insgesamt sei die Virus-Mutation aus Indien nun siebenmal in Köln nachgewiesen worden. (nb)

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