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„Im Veedel gegen Corona“: Köln will mit Förderprogramm Ausbreitung stoppen

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Von: Johanna Werning

Anzeigetafeln des Bundesministeriums für Gesundheit mit dem Aufdruck „Testen. Impfen. Vorsicht - Bekämpfen wir die Pandemie mit unseren Mitteln“ stehen in der Kölner Fußgängerzone.

Mit einem besonderen Programm will Köln die Inzidenz senken. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Die Stadt Köln wird im Kampf gegen das Coronavirus kreativ. Mit einem neuen Förderprogramm will die Domstadt die Pandemie im gesamten Stadtgebiet eindämmen.

Köln – Die Corona-Zahlen in Köln sinken. Die Stadt hat allem Anschein nach die Inzidenz mehr und mehr unter Kontrolle. Doch der Fortschritt ist nicht in allen Stadtteilen gleich. Vor allem Gebiete mit sogenannten vulnerablen Räumen leiden deutlich mehr unter der Pandemie. Während in Stadtteilen wie Marienburg oder Riehl eine Inzidenz von 0 ist, liegt der Wert in Eil bei 107,9 (Stand: 4. Juni).

Im Stadtteil Volkhoven/Weiler ist die Inzidenz sogar noch höher. Hier liegt sie bei 166,8. Zuletzt versuchte die Stadt die Ungleichheit mit Sonderimpfaktionen in sozialen Brennpunkten zu bekämpfen, welche jedoch nicht immer von den Bewohnern angenommen worden ist. Nun versucht die Stadt einen neuen Ansatz und ruft das Förderprogramm „Im Veedel gegen Corona – Aufklären, Testen, Impfen“ ins Leben. Mithilfe von Vereinen und engagierten Privatpersonen will Köln durchgreifen.

Corona in Köln: Förderprogramm soll Inzidenz senken

Das neue Förderprogramm „verfolgt das Ziel, Projekte zu fördern, die das Aufklären, Testen und/oder Impfen vor Ort voranbringen“, so die Stadt. Dabei bezieht sich das Programm vor allem auf die sozialen Brennpunkte in Köln, dazu zählt auch der Kölnberg, der zuletzt mit einem enormen Rattenproblem für Schlagzeilen sorgte. „Menschen in Sozialraumgebieten haben ein größeres Risiko, an Corona zu erkranken. Zentrale Impf- und Testangebote sind für sie schwieriger zu erreichen“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „In diesen Gebieten leben häufig Personen, die keine hausärztliche Anbindung haben. Außerdem gibt es vielfach Sprach- und Kulturbarrieren, die schnelle und gezielte Aufklärung verlangsamen.“

Förderprogramm „Im Veedel gegen Corona – Aufklären, Testen, Impfen“ – Stadtteile im Überblick

Corona in Köln: Förderprogramm soll Corona stoppen – soziale Einrichtungen, Kitas und Schulen dabei

Beim Förderprogramm soll dafür gesorgt werden, möglichst viele Personen vor Ort zu informieren, aufzuklären und zu überzeugen, das Impfzentrum sowie mobile Impfangebote zu nutzen, so Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen der Stadt Köln.

Mitarbeitende sozialer Einrichtungen und Dienste von der Kita über die Schule bis zum Bürgerzentrum sollen mit dem Fördergeld unterstützt werden, das Vertrauensverhältnis für die Bekämpfung der Pandemie zu nutzen. „Das ist ein wertvoller Grundstein, von dem jetzt alle profitieren sollen. Mit dem Förderprogramm können wir auf spezielle Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort eingehen“, sagt Rau.

Zur Verfügung stehen bis zu 115.000 Euro pro Sozialraumgebiet. „Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen“, heißt es weiter. Das bedeutet, dass neben einzelnen Personen auch Organisationen, Vereine und andere Akteure berechtigt sind, die sich in dem Stadtteil einbringen und für mehr Test- und Impfbereitschaft sorgen könnten.

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