1. 24RHEIN
  2. Köln

Nach Datenpanne: Inzidenz in Köln bei 190,1 – Wert nun doch richtig

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Leere Straßen abends in Köln.
Wegen einer Störung im Landesverwaltungsnetz kam es auch in Köln zu einer Verzerrung der Corona-Fallzahlen. In Köln gilt außerdem derzeit ab 21 Uhr eine Ausgangssperre. © Federico Gambarini/dpa

Im Landesverwaltungsnetz kam es zu erheblichen Störungen. Dies wirkte sich auch auf die Corona-Fallzahlen in Köln aus. Doch ist die Inzidenz heute nun wieder aktuell?

Update vom 21. April, 16:50 Uhr: Wie Stadtsprecher Benedikt Mensing gegenüber 24RHEIN bestätigte, ist der Inzidenzwert von 190,1 nun doch aktuell. „Das LZG hat die Zahl für Köln heute nochmal geprüft und uns den Wert von 190,1 jetzt bestätigt“, so Mensing.

Nach Datenpanne: Inzidenz in Köln bei 190,1 – ist der Wert wieder aktuell?

Erstmeldung von 21. April:

Köln – Wegen einer Datenpanne bei den Corona-Fallzahlen wurden unter anderen neben Düsseldorf und Duisburg auch in Köln verzerrte Inzidenzwerte gemeldet. Doch wie sieht die Entwicklung heute aus?

Köln: Störung im Landesverwaltungsnetz führt zu Datenpanne – Inzidenz nun bei 190,1

„Seit dem Abend des 19. Aprils 2021 bestehen erhebliche Störungen im Landesverwaltungsnetz, sodass eine größere Zahl von Meldungen der Gesundheitsämter das Landeszentrum Gesundheit NRW noch nicht erreicht hat“, teilte die Stadt Köln am Dienstag mit. Die Störung fiel auf, da es angeblich in Köln und Düsseldorf am Vortag keinen einzigen neuen Corona-Fall gegeben hatte, obwohl in Köln die Inzidenz zuletzt sehr hoch war und der Krisenstab deshalb sogar eine Ausgangssperre verhängt hatte.

Am heutigen Mittwoch liegt die Inzidenz in Köln laut dem Gesundheitsministerium NRW bei 190,1. Doch wie es auf der Internetseite des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) heißt, sind aufgrund der gestrigen Störung auch die heute ausgewiesenen Veränderungen unzutreffend. Bis die Zahlen also wieder den korrekten Stand widerspiegeln, könnte es noch etwas dauern.

Die Corona-Lage in Köln ist aber weiterhin kritisch. So droht in den Kliniken schon bald eine Unterversorgung, wenn sich das Infektionsgeschehen nicht nach unten entwickelt. Michael Hallek, Leiter für Innere Medizin an der Uniklinik in Köln, sagte kürzlich in der ARD-Sendung „Anne Will“, dass zwei Drittel der Krankenhäuser mit Intensivstationen in Deutschland nicht mehr aufnahmefähig seien.

Datenpanne: Mehrere Behörden in NRW betroffen – warum kam es zu der Störung?

Wie IT.NRW berichtete, soll eine größere Störung an zentralen Knoten der Telekom ursächlich für die Datenpanne gewesen sein. „Es sind mehrere Verfahren im Landesverwaltungsnetz (LVN) sowie das Verfahren der Telearbeit der Landesbediensteten betroffen“, hieß es. Beim LVN handele es sich laut IT.NRW um eine „Verbindung aller Behörden und Einrichtungen“, die die technische Basis für die Digitalisierung der Verwaltung in NRW bilde. Ein Telekom-Sprecher wies dies jedoch zurück. „Ein größerer Fehler im Netz der Telekom liegt nach aktuellem Kenntnisstand nicht vor“, erklärte er. Die Ursache für die Störung werde von Technikern der Telekom und IT.NRW gemeinsam analysiert. An einer schnellen Behebung des Problems werde gearbeitet.

Von der Störung waren übrigens mehrere Behörden in NRW betroffen, so zum Beispiel auch das Justizministerium. Wie eine Sprecherin am Vortag mitteilte, konnte nicht auf Akten zugegriffen werden und auch der Mailversand war nicht möglich. (nb mit dpa)

Auch interessant