1. 24RHEIN
  2. Köln

Entlastung für Eltern: Köln soll Teil der Kita-Gebühren übernehmen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Stefanie Knupp

Jacken und Turnbeutel sind in einer Kindertagesstätte an einer Garderobe zu sehen.
Viele Kinder werden derzeit zu Hause betreut anstatt in der Kita (Symbolbild). © Daniel Naupold/dpa

Kölns OB Henriette Reker will dem Rat vorschlagen, eine Hälfte der Elternbeiträge für Kitas und OGS zu übernehmen. Die andere Hälfte will das Land NRW beisteuern.

Köln – Eltern von Kölner Kita-Kindern und Kinder der Offenen Ganztagsschule (OGS) sollen demnächst finanziell entlastet werden. Wie die Stadt Köln in einer Mitteilung berichtet, habe das Land NRW angekündigt, für zwei Monate die Hälfte der Elternbeiträge zu erlassen. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker will jetzt dem Rat Vorschlagen, die andere Hälfte der Kosten zu übernehmen.

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hatte schon am vergangenen Donnerstag im Landtag eine Entlastung der Familien bei den Kita-Beiträgen in Aussicht gestellt. „Das ist natürlich klar, das da was passieren muss“, hatte er gesagt. Der genaue Umfang werde nun geklärt. In einem Brief an die Eltern teilte er zudem mit: „Dafür, dass wir seit Februar Stundenreduzierungen vornehmen mussten und es künftig aufgrund der neuen bundesrechtlichen Regelung in weiten Teilen des Landes nur eine Notbetreuung geben wird, haben wir den Kommunen angeboten, für zwei Monate keine Elternbeiträge zu erheben.“

Köln: Henriette Reker begrüßt Vorschlag des Landes

„Ich begrüße, dass das Land angekündigt hat für mindestens zwei Monate die Gebühren zur Hälfte zu übernehmen“, erklärt Henriette Reker. „Ich werde dem Rat vorschlagen, dass wir als Stadt ebenfalls für Mai und Juni die andere Hälfte übernehmen.“ Mit der vollständigen Befreiung im Januar gebe es so eine „spürbare Entlastung für die Eltern in dieser herausfordernden Zeit.“

Seit Montag (26. April) sind in Köln die Kindertagesstätten wieder in der Notbetreuung. Dabei gibt es Vorgaben, die regeln, wer das Angebot in Anspruch nehmen darf. Die erklärt die Stadt unter anderem auf ihrer Internetseite. Demnach dürfen Kinder, die im letzten Jahr vor der Einschulung sind, oder Kinder, deren Eltern die Betreuung zum Beispiel wegen ihres Jobs nicht sicherstellen können, in die Notbetreuung.

Das Angebot gilt auch für weiter Kinder, beispielsweise Kinder mit Behinderung. Wer die Notbetreuung in Anspruch nehmen will, muss entsprechende Eigenerklärungen ausfüllen. Nach Angaben der Stadt gibt es in Köln 200 städtische Kitas und mehr als 400 Kitas von freien Trägern.

Köln: Nächtliche Ausgangssperren gelten weiterhin

Köln fällt mit einer Wocheninzidenz von weit jenseits der 165 (am 27. April lag der Wert bei 240) unter die Regelungen der Bundesnotbremse. Darunter fällt auch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Wann und für wen die Ausgangssperre in Köln gilt, gibt es in dieser Zusammenfassung.

Nachdem Kita-Mitarbeiter in NRW bereits der Impfgruppe mit der Priorität zwei zugerechnet wurden – gleiches gilt für Lehrer an Grund- und Förderschulen – macht die Stadt Köln jetzt auch an Lehrern von weiterführenden Schulen ein Impfangebot. Der leitende Kölner Impfarzt, Dr. Jürgen Zastrow, hält die Impfpriorisierung für ausbaufähig. Er forderte die Ärzte in Köln nun auf, weitere Faktoren zu berücksichtigen. (sk mit dpa)

Auch interessant