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Köln: Das ist die aktuelle Corona-Lage in der Domstadt – Krisenstab berät am Freitag

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Von: Nina Büchs

Menschen warten mit Mund-Nasen-Bedeckung im Kölner Impfzentrum auf ihren Termin.
Köln hat nun auch die Kapazitäten im Impfzentrum erweitert. (Symbolbild) © Marius Becker/dpa

Die Corona-Lage in Köln ist weiterhin kritisch. Am Freitag, dem 9. April, will sich der Krisenstab nun erneut mit dem Infektionsgeschehen befassen. Könnte es zu Verschärfungen kommen?

Köln – In Köln blickt man weiterhin sorgenvoll auf die Corona-Zahlen. Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag (9. April) 284 Neuinfektionen, die Wocheninzidenz in der Domstadt stieg auf 135,2. Am heutigen Tag berät sich auch wieder der Krisenstab im Hinblick auf die aktuelle Corona-Lage, so eine Sprecherin der Stadt. Ob es weitere Verschärfungen geben wird, ist bislang nicht klar. Angesichts der Forderung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach einem Brücken-Lockdown und der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz könnten aber auch in Köln vielleicht schon bald neue Regeln gelten.

Köln: Das ist die aktuelle Corona-Lage – Friseure, städtische Museen und der Kölner Zoo haben noch geöffnet

Aktuell ist der Zutritt zu städtischen Museen und dem Kölner Zoo noch mit einem negativen Testergebnis und nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Der Zoo hatte am Ostersamstag extra ein eigenes Testzentrum in Betrieb genommen, in dem sich Zoo-Besucher vor Ort testen lassen können. Auch Friseurdienstleistungen sind weiterhin erlaubt, wenn man ein negatives Testergebnis vorweisen kann. Hier finden Sie eine Übersicht, wo Sie sich in Köln testen lassen können. Wie lange die Stadt jedoch an diesen Öffnungen noch festhält, bleibt abzuwarten.

Zumindest könnte es bald vom Land erneute Einschränkungen geben, wenn es nach NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht. Er forderte kürzlich einen Brücken-Lockdown, der etwa zwei bis drei Wochen andauern soll. Hintergrund seines Vorschlags war, die Regeln bis zu dem Zeitpunkt zu verschärfen, an dem mehr Menschen geimpft sind.

Radikalere Schritte im Kampf gegen Corona hat übrigens nun bereits der Märkische Kreis auf Facebook angekündigt. Dort gilt ab Freitag, dem 9. April, zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens eine nächtliche Ausgangssperre.

Coronavirus in Köln: Impfzentrum erweitert Kapazitäten – bis zu 7.000 Impftermine täglich

Erst am Dienstag (6. April) teilte die Stadt Köln zudem mit, dass im Impfzentrum nun sogar bis zu 7000 Impfungen täglich vorgenommen werden können. Dort können sich seit dieser Woche nun auch Kölnerinnen und Kölner, die im Jahr 1941 geboren sind, impfen lassen. Auch Impfungen in Hausarztpraxen sind nun möglich.

Coronavirus in Köln: Domstadt ist nun Modellkommune – doch die Inzidenz muss weiter sinken

Seit Freitagvormittag steht außerdem fest, dass die Stadt Köln eines der Modellprojekte wird, die in NRW trotz Corona versuchsweise erste Öffnungen vornehmen sollen. Dies kündigte Digitalminister Andreas Pinwart am Freitag in einer Pressekonferenz in Düsseldorf an. Wenn die Inzidenz dort unter 100 liegt, könne ab dem 26. April weiter geöffnet werden. Ziel sei es dabei, „innovative Wege des pandemiesicheren Betriebs klar abgrenzbarer Bereiche auf ihre Umsetzbarkeit zu erproben – bei gleichzeitiger Einhaltung der Grundregeln des Infektionsschutzes, dem Einsatz von Tests und digitaler Tools“, so das Ministerium in einer Mitteilung. Da die Stadt bislang aber noch deutlich über der kritischen 100er-Inzidenz liegt, könnte der Krisenstab nun vielleicht weitere Verschärfungen beschließen, um dann auch wirklich am Modellprojekt teilnehmen zu können. (nb)

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