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Köln: Stadt macht auch Lehrern an weiterführenden Schulen ein Impfangebot

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Von: Nina Büchs

Eine Lehrerin steht im Unterricht vor Schülern und Schülerinnen in einer 12. Klasse eines Gymnasiums in Bayern.
Nun erhalten auch Lehrer und Lehrerinnen an weiterführenden Schulen in Köln ein Impfangebot. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

In NRW haben bislang nur Lehrer von Grund- und Förderschulen ein Impfangebot erhalten. In Köln sollen nun aber auch Lehrkräfte von weiterführenden Schulen geimpft werden.

Köln – Gute Nachrichten für Lehrer in Köln: Die Stadt teilte am Mittwoch mit, dass auch Lehrkräfte an weiterführenden Schulen nun ein Impfangebot erhalten sollen. Bisher wurden nur Lehrern an Grund- und Förderschulen in NRW geimpft. Zudem sollen die Schulen in Köln ab Montag übrigens angesichts der steigenden Inzidenz erst einmal wieder in den Distanzunterricht zurückkehren.

Köln: Stadt macht Lehrern an weiterführenden Schulen ein Impfangebot – 5.000 Impfdosen stehen zur Verfügung

Den Lehrern an weiterführenden Schulen wird nun ein Impfangebot aus überschüssigen Restimpfdosen gemacht, so die Stadt. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, sollen dafür insgesamt 5.000 Impfdosen zur Verfügung stehen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Stadtverband Köln begrüßt diese Entscheidung. Auf Facebook teilte die Gewerkschaft mit: „Wir hatten uns als GEW Stadtverband Köln diesbezüglich bereits mehrfach mit eindringlichen Appellen an die Stadt Köln und die Ethikkommission der Stadt Köln gewandt, zuletzt am Montag, dem 19.4., und sind überaus erfreut, dass wir nun endlich diesen so wichtigen Schritt für euch alle erkämpfen konnten!“

Coronavirus: Lehrkräfte an weiterführenden Schulen in NRW noch nicht geimpft – Lehrer starten Petition

Im März hatten sich bereits mehrere Lehrer in einer Online Petition an die Landesregierung NRW gewendet. Darin forderten sie die Impfung auch für Lehrerinnen und Lehrer auch an weiterführenden Schulen. Bislang sind diese Beschäftigten noch in Impfgruppe 3 eingeteilt und erhalten damit aktuell noch kein Impfangebot, während ihrer Kollegen an Grund- und Förderschulen bereits geimpft sind. „Die zur Zeit steigenden Infektionszahlen mit der deutlich ansteckenderen und tödlicheren Virusmutante B.1.1.7 macht einen zusätzlichen Schutz für Schüler*innen und Lehrer*innen unabdingbar. Dazu reichen Tests und die Hygienevorschriften nicht aus“, heißt es in der Petition. Zudem hätten Lehrer an weiterführenden Schulen täglich Kontakt zu bis zu 120 Schülern und Schülerinnen im Wechselmodell (halbe Klassen). Auch der Kölner Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) bemängelte kürzlich, dass das Lehrpersonal zum Teil noch nicht geimpft sei. Unterdessen steigt die Inzidenz von Kindern und Jugendlichen immer weiter an, warnte Lauterbach.

Coronavirus: „Lehrer kämpfen an der Front – wenn Schulen offen blieben, müssen auch alle Lehrer geimpft sein“

Bereits über 27.000 Menschen haben die Petition nun unterstützt. Einige haben selbst einen Kommentar dazu geschrieben. So auch eine ehemalige Schulleiterin an einer Hauptschule: „Ich weiß, wie wichtig ein Schulbesuch gerade für Kinder im sozialen Brennpunkt die Schule und ihre LehrerInnen sind. Viele haben keine Möglichkeit zu Hause zu lernen! Deshalb ist es wichtig, dass die Kolleginnen gesund sind und bleiben! Sie kämpfen an der Front! Wenn Schule geöffnet bleiben soll, dann müssen die Lehrer und Lehrerinnen geimpft sein!“, appelliert sie. Auch NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wünscht ich, dass Lehrkräfte an weiterführenden Schulen beim Impfen vorgezogen werden. Zurzeit sei es aber noch nicht absehbar, wann diese Lehrkräfte ein Impfangebot erhalten, sagte sie in einer Pressekonferenz am 14. April. (nb)

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