Bis zu 70 Prozent infektiöser

Hoch ansteckende Coronavirus-Mutation in Köln nachgewiesen – darauf müssen nun vor allem junge Menschen achten

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In Köln wurde nun erstmals bei positiven Corona-Tests die neue Virus-Mutation aus Großbritannien nachgewiesen.
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Die neue Version des Coronavirus B.1.1.7 aus Großbritannien ist nun auch in Köln nachgewiesen worden. Vor allem junge Menschen unter 20 müssen nun besonders aufpassen.

  • Die neue Coronavirus-Mutation B.1.1.7 aus Großbritannien wurde nun auch in Köln nachgewiesen
  • Die neue Variante des Coronavirus ist um 50 bis 70 Prozent ansteckender
  • Vor allem junge Menschen sollten nun aufpassen und sich an die AHA-AL-Regeln halten

Köln – Nun ist sie auch in der rheinischen Domstadt angekommen: die neue Coronavirus-Mutation B.1.1.7 aus Großbritannien. Vor allem junge Kölnerinnen und Kölner könnten leicht angesteckt werden.

Coronavirus in Köln: Labor bestätigt Coronavirus-Mutation B.1.1.7 aus Großbritannien

Nach Angaben der Stadt Köln soll die neue Corona-Mutation nun erstmals in einem Kölner Labor nachgewiesen worden sein. Der WDR berichtete zunächst, dass die Mutation aus Großbritannien bei der Untersuchung von 200 positiven Coronatests an der Kölner Uniklinik entdeckt wurde. Die Tests wurden gezielt auf die neue Version B.1.1.7 untersucht. Insgesamt hat das Labor bei fünf positiven Corona-Tests die neue Version aus Großbritannien bestätigt – zwei der Infizierten stammen aus Köln. Dies bestätigte auch ein Pressesprecher der Uniklinik gegenüber 24RHEIN.

Coronavirus in Köln: Mutation aus Großbritannien soll 50 bis Prozent ansteckender sein

Dr. Johann Nießen, Leiter des Gesundheitsamts warnt, dass die Corona-Mutation nach dem aktuellen Stand der Forschung um 50 bis 70 Prozent ansteckender ist, als das ursprüngliche Virus – besonders für Menschen unter 20 Jahren. „Wenn wir nicht alles daran setzen, seine Ausbreitung zu verhindern, wird das auch hier zu einer hohen Zahl von Neuinfektionen führen. Ich appelliere daher eindringlich: Halten Sie sich an die AHA-AL-Regeln und schränken Sie Kontakte auf das Allernotwendigste ein“, so Nießen. Um eine intensivere Untersuchung des Virus zu gewährleisten, hat das Bundesgesundheitsministerium angekündigt, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Nießen begrüßte diese Ankündigung.

Das bedeutet die AHA-AL-Regel

A: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter Entfernung zu anderen Personen im öffentlichen Raum einhalten).

H: Hygienemaßnahmen beachten (regelmäßig Händewaschen, richtig husten und nießen).

A: Alltagsmasken tragen (zum Beispiel in Bussen, Bahnen und beim Einkaufen).

A: Corona-Warn-App nutzen (durch diese erfahren Sie, ob Sie mit infizierten Menschen Kontakt hatten).

L: Regelmäßig lüften (geschlossene Räume, zum Beispiel im Büro, sollten regelmäßig gelüftet werden).

Corona-Virus: Diese Regeln sollten Sie außerdem beachten

Um Corona-Infektionen künftig zu reduzieren, gelten in NRW und damit auch in Köln bestimmte Corona-Regeln. Dazu zählen auch neue Kontaktbeschränkungen, nach denen man sich nur noch mit maximal einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes treffen darf. Zu betreuende Kinder werden nicht einberechnet. Sollte gegen die Regeln der Corona-Schutzverordnung verstoßen werden, drohen saftige Bußgelder. Eine interaktive Karte zeigt, wie sich der Corona-Virus in Köln und in anderen Landkreisen derzeit ausbreitet:

Corona-Mutation aus Großbritannien: Wie gefährlich ist sie?

Bestätigt wurde bislang nicht, dass die neue Variante auch für schwerere Krankheitsverläufe sorgt. Warum ausgerechnet jüngere Menschen durch die neue Mutation angesteckt werden könnten, muss erst noch genauer erforscht werden. Derzeit wurden auch schon Corona-Mutationen aus Südafrika in NRW nachgewiesen.

Weitere Entwicklungen zum Coronavirus in Köln erfahren Sie in unserem News-Ticker. (nb)

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