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Neue Corona-Regeln? Kölner Gastronomen haben klare Meinung

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Von: Johanna Werning

Die Inzidenz ist weiterhin hoch. Wie entwickelt sich die Corona-Lage in Köln? Die Kölner Gastronomen haben mit Blick auf Herbst schon jetzt eine Sorge.

Köln – Die Corona-Infektionen in Köln neben weiter zu. Die Inzidenz: weiterhin hoch. Strenge Corona-Regeln wie Kontaktbeschränkungen oder 3G-Regel gibt es jedoch nicht. Doch das könnte sich ab Herbst wieder ändern. Das Land NRW bereitet sich schon jetzt auf mögliche Corona-Schutzmaßnahmen vor.

Corona in Köln: Drohen ab Herbst neue Corona-Regeln?

Blick von der Kölner Südbrücke auf den Rhein, die Kranhäuser, Dom und Deutzer Brücke.
Drohen im Herbst wieder strenge Corona-Regeln? Genau davor hat die Gastronomie in Köln Angst (Symbolbild) © Reiner Zensen/Imago

Bei einer Kabinettsitzung der Landesregierung NRW habe man sich zu einem „grundlegenden Rahmen zum Umgang mit der Coronapandemie in der zweiten Jahreshälfte beraten und sich auf einen weiteren Fahrplan verständigt“, heißt es Anfang Juli.

Ähnlich sieht es offenbar auch Dr. Johannes Nießen, Leiter des Kölner Gesundheitsamtes. „Homeoffice als verpflichtende Maßnahme für bestimmte Sektoren könnte etwa noch einmal eine geeignete Maßnahme sein“, sagte Nießen dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Auch Kontaktbeschränkungen halte ich für ein realistisches Szenario: ob mit 2G-, 3G-Regel oder auch mit gedeckelten Besucherzahlen für Veranstaltungen.“ 

Köln: Strenge Corona-Regeln ab Herbst? Gastro-Betreiber reagieren

Und genau diese Aussage vom Gesundheitsamtsleiter sorgt nun für Ärger – zumindest bei den Kölner Gastro-Betreibern. „Es ist frustrierend und eine achtkantige Schädigung für den Betrieb der Gastronomie und der tausenden Veranstaltungen, die Köln lebenswert machen“, schreibt die IG Gastro in einem Facebook-Beitrag. Ihre Sorge: Durch derartige Äußerungen würden Gäste „unnötig verschreckt und bleiben unseren Betrieben fern“.

Die Interessengemeinschaft der Gastronomen in Köln ist sich sicher: Bei der aktuellen Omikron-Variante wären die von Nießen angesprochenen Sicherheitskonzepte übertrieben. „Es ist belegbar falsch, dass solche Maßnahmen mit der Omikron-Variante auch nur im Ansatz nötig werden müssten.“ Der Grund laut IG Gastro: Es stecken sich zwar schneller Menschen mit dem Coronavirus an, die Verläufe sind jedoch milder und enden nicht auf der Intensivstation.

Corona in Köln: Die Lage am 14. Juli
Inzidenz in Köln:702,9
Neue Corona-Virus Fälle in Köln im Vergleich zum Vortag:1.575
Hospitalisierungsrate in NRW:7,1

Corona in Köln: Ist die Omikron-Variante weniger gefährlich?

Grundsätzlich sagt das auch der Wochenbericht des RKI. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass die nun dominierende Omikronlinie BA.5 an sich schwerere Verläufe oder eine höhere Letalität verursacht als vorherige Virusvarianten“, heißt es im Corona-Bericht vom 7. Juli. „Dennoch ist allein durch die starke Zunahme der Infektionsfälle auch eine entsprechend höhere Zahl schwerer Verläufe von COVID-19 Erkrankungen zu beobachten, die zu einer steigenden Anzahl an Hospitalisierungen führt.“

Ganz so leicht, wie es die IG Gastro sieht, ist es also nicht. Und dennoch gibt es klare Forderung der Gastronomen: „Corona ist schlimm. Und war es vor allem. Jetzt aber müssen wir dringend beginnen, auch im Herbst und im Winter wieder mit Kontakten und schönen Momenten zu leben“, so der Verein weiter. „Dafür haben wir uns geimpft und fast alle haben mit einer Infektion zur Immunität beigetragen. Der Leiter eines Gesundheitsamtes sollte das wissen.“ (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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