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Corona in Köln: Stadt unterstützt Wiedereröffnung der Gastronomie mit neuer App

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Von: Nina Büchs

Die Mitarbeiterin einer Gaststätte in Heidelberg säubert auf dem Marktplatz stehende Stühle und Tische.
Derzeit sind Gastronomien in Köln noch geschlossen. Mit einer App bereitet sich die Stadt unterdessen auf die Öffnung vor, um Kontakte sicher nachverfolgen zu können. © Uwe Anspach/dpa

Restaurants, Cafés und Kneipen sind in Köln aktuell noch geschlossen. Mit der App „Meine Checkins“ will die Stadt eine Wiedereröffnung unterstützen.

Köln – Entgegen den Zahlen der vergangenen Tage liegt die Inzidenz in Köln nun schon zum zweiten Mal wieder knapp unter dem Wert von 100. Doch Cafés, Bars und andere Gastronomien haben nach wie vor geschlossen. Die Öffnung der Außengastronomie ist erst wieder möglich, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt. Doch obwohl Kölnerinnen und Kölner nun noch weiter abwarten müssen, bis sie in ihrer Lieblingskneipe mit Freunden ein Kölsch genießen können, bereitet sich die Stadt bereits jetzt auf die Öffnung vor. Um eine sichere und reibungslose Kontaktverfolgung sicherzustellen, hat die Stadt gemeinsam mit dem Kölner Start-up „Railslove“ für Endverbraucher, beziehungsweise Kundinnen und Kunden, eine App namens „Meine Checkins“ entwickelt. Bei dem Besuch eines Restaurants können Gäste sich dort so per QR-Code einfach und unkompliziert „einchecken“.

Das Kölner Start-up hat außerdem auch eine App namens „Recover“ zur digitalen Kontaktnachverfolgung für Gastronomen und Einzelhändler entwickelt. Sie bildet das Gegenstück zu der App „Meine Checkins“ und ist nur für die Unternehmer selbst nutzbar. Anders als die App „Meine Checkins“ ist die App „Recover“ jedoch nicht kostenfrei. „Die Stadt Köln hat jedoch vorerst 4000 Lizenzen der von einem Kölner Start-up entwickelten ‚recover‘-Lösung erworben und wird für zunächst sechs Monate die Kosten übernehmen. ‚Recover‘ ist in Köln und Umgebung bereits sehr verbreitet und bietet die Möglichkeit, wie in der Coronaschutzverordnung gefordert, digitale Check-ins von Gästen und Kunden via QR-Code-Scan zuzulassen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Köln. Derzeit nutzen bereits rund 500 Kölner Gastronomie- und Einzelhandels-Unternehmen die „recover“ Lösung, so die Stadt Köln weiter.

Köln: App „Meine Checkins“ für Kunden und Gäste erleichtert Kontaktnachverfolgung in Gastronomie

In der App „Meine Checkins“ werden also Besuche, zum Beispiel in Restaurants, künftig per „Check-in“ gespeichert. Dabei wird automatisch ein Check-in-Tagebuch angelegt. Nutzer können somit sehen, welche Gaststätten sie an welchem Tag besucht haben.

Die Idee einer App zur digitalen Kontaktnachverfolgung ist jedoch nicht neu. Es gibt schon zahlreiche Anbieter, die ähnliche Apps entwickelt haben. Darunter die App „Luca“, deren Entwicklung der Rapper „Smudo“ von der Band „Die Fantastischen Vier“ unterstützt hat. Laut der Stadt Köln hat die App „Meine Checkins“ jedoch einen besonderen Vorteil. Denn auf der Plattform der Anwendung sind zudem weitere Apps für digitale Kontaktnachverfolgungen integriert, darunter zum Beispiel „Gastident“, „Bevenito“ oder auch „checkincode.de“. Was aber bedeutet das konkret? Und warum ist das ein Vorteil?

Corona in Köln: „Meine Checkins“ bündelt Lösungen zur digitalen Kontaktnachverfolgung auf einer Plattform

Dazu schreibt die Stadt Köln: „Sinn dieser für Endnutzer und Endnutzerinnen (zum Beispiel Gäste im Restaurant oder Kunden und Kundinnen in einem Geschäft) gedachten Lösung ist es, den Umgang mit unterschiedlichen Check-In-Lösungen zu vereinfachen, indem Registrierungsdaten nur einmalig erfasst werden müssen und dann automatisiert übertragen werden“.

Es müssen also keine zusätzlichen Apps von anderen Anbietern installiert werden. Stattdessen reicht es aus, die Daten nur ein einziges Mal bei „Meine Checkins“ zu hinterlegen. Zudem ist die App der Stadt Köln nicht nur regional, sondern bundesweit nutzbar.

Derzeit ist die App übrigens bereits im Apple App-Store und im Google Playstore verfügbar.

App „Meine Checkins“: Wie sicher sind meine Daten?

In der Beschreibung der App heißt es dazu: „Deine Daten verlassen diese App nicht. Sie sind somit sicher.“ Die Daten kann nur die zuständige Behörde im Infektionsfall beim jeweiligen Betreiber anfordern, heißt es weiter.

Corona in Köln: Stadt unterstützt Wiedereröffnung von Gastronomie per App – dieses Feature soll folgen

„Als nächste Ausbaustufe soll die App auch den persönlichen ‚Corona-Gesundheitsstatus‘ in Form von digitalen Zertifikaten übernehmen“, so die Stadt. (nb)

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