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Drei neue Corona-Hotspots in Köln – ein Stadtteil fällt auf

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Von: Nina Büchs

Menschen gehen durch die Einkaufsstraße Hohe Straße in Köln, sie tragen Masken.
Zwischen 0 und 600: Die Inzidenz Köln fällt ja nach Stadtteil unterschiedlich hoch aus. © Oliver Berg/dpa

Die Inzidenz in Köln liegt noch immer deutlich über 200, doch ein Stadtteil sticht heraus. Der Wert liegt dort über 600. Letzte Woche sah das noch ganz anders aus.

Köln – Die vierte Corona-Welle rollt über Köln. In der Domstadt breitet sich aktuell die Corona-Variante Omikron weiter aus, zudem liegt die Inzidenz im gesamten Stadtgebiet derzeit noch deutlich über 200. Je nach Stadtteil gibt es aber auch Unterschiede bei den Fallzahlen. So ist die 7-Tage-Inzidenz aktuell zum Beispiel in Volkhoven/Weiler am höchsten, während es im Stadtteil Libur überhaupt keine Infizierten gibt.

Köln: Inzidenz in Volkhoven/Weiler, Hahnwald und Ossendorf am höchsten – die Werte im Überblick

StadtteilInzidenz 5. Januar 2022Inzidenz 29. Dezember 2021
Volkhoven/Weiler (5.997 Einwohner)617,0266,8
Hahnwald (2.066 Einwohner)484,0242,0
Ossendorf (11.917 Einwohner)453,1327,3

Während in der Woche zuvor die Inzidenzwerte in Gremberghoven (586,7) und Roggendorf/Thenhoven (484,7) am höchsten waren, sind die Zahlen dort inzwischen deutlich gesunken. In Gremberghoven wurde aktuell eine Inzidenz von 325,9 gemeldet, im Stadtteil Roggendorf/Thenhoven liegt der Wert nun bei 352,5. Neue Hotspots gibt es in dieser Woche stattdessen in Volkhoven/Weiler, Hahnwald und Ossendorf. Laut der aktuellen Statistik hat die Inzidenz in Volkhoven/Weiler sogar die 600er-Marke geknackt. Die aktuellen Zahlen beziehen sich auf Mittwoch, 5. Januar 2022.

In der vergangenen Woche gab es zudem im Stadtteil Elsdorf null Infizierte. Nach dem aktuellen Stand ist das nun nicht mehr so. Stattdessen ist die Inzidenz dort auf 233,4 gestiegen. Dafür gibt es aber einen anderen Stadtteil mit einer Inzidenz von „0“. Dies ist den Zahlen zufolge aktuell in Libur der Fall.

Coronavirus Köln: Inzidenz variiert je nach Stadtteil – warum gibt es so große Unterschiede?

Warum aber sind die Inzidenzwerte in den Stadtteilen so unterschiedlich? Das ist schwer zu sagen, doch eine Erklärung gibt es: Denn dort, wo die Inzidenz aktuell am höchsten ist, ist die Einwohnerzahl eher gering. Da der Inzidenzwert auf jeweils 100.000 Einwohner berechnet wird, sind die Zahlen also dort, wo es eine niedrige Einwohnerzahl gibt, eher hoch – auch wenn es dort vergleichsweise weniger Infizierte gibt.

Ein Beispiel: In Volkhoven/Weiler leben 5.997 Einwohner. In den letzten Tagen gab es dort 37 Infizierte, die Inzidenz liegt dort aktuell bei 617,0. Im Stadtteil Neustadt-Nord gibt es jedoch mit 108 Corona-Fällen in den letzten sieben Tagen deutlich mehr Infizierte. Da dort jedoch auch deutlich mehr Einwohner (28.632) leben, ist auch die Inzidenz dort mit 377,2 deutlich geringer.

Inzidenz in den Kölner Stadtteilen: So wird der Wert berechnet

Um die Inzidenz zu berechnen, müssen die Corona-Fälle der letzten sieben Tage durch die Einwohnerzahl des jeweiligen Stadtviertels geteilt werden. Das Ergebnis wird dann mit 100.000 multipliziert und ergibt den Inzidenzwert.

Coronavirus Köln: So unterschiedlich sind die Inzidenzwerte in den Stadtteilen

StadtteilInzidenz 5. Januar 2022Inzidenz 29. Dezember 2021
Altstadt-Süd (27.982 Einwohner)421,7289,5
Altstadt-Nord (18.322 Einwohner)332,9272,4
Neustadt-Süd (38.100 Einwohner)320,2270,3
Neustadt-Nord (28.632 Einwohner)377,2272,4
Bayenthal (10.426 Einwohner)220,6134,3
Rodenkirchen (17.310 Einwohner)167,5208,0
Lindenthal (30.692 Einwohner)345,4325,8
Ehrenfeld (38.406 Einwohner)372,3281,2
Neuehrenfeld (24.226 Einwohner)326,1222,9
Braunsfeld (12.237 Einwohner)245,2294,2
Nippes (36.725 Einwohner)285,9231,4
Deutz (15.516 Einwohner)270,7212,7
Poll (11.268 Einwohner)257,4257,4
Porz (15.023 Einwohner)219,7206,4
Kalk (24.128 Einwohner)265,3236,2

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