Neue Mutation

Köln: Erste Fälle der indischen Corona-Variante festgestellt

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Die verschiedenen Corona-Mutanten verbreiten sich auch in Köln immer schneller (Symbolbild).
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Die Corona-Lage in Köln ist mehr als angespannt. Der Mutations-Anteil an den Neuinfektionen wird immer größer – nun wurde auch die indische Variante festgestellt.

Köln – Mit mittlerweile konstanten Inzidenzzahlen über 200 hat sich Köln zuletzt zu einer Corona-Hochburg entwickelt. Dem versucht die Stadt mit diversen Maßnahmen wie der Ausgangssperre ab 21 Uhr zwar zu entgegen. Was dabei sicherlich nicht helfen dürfte ist die indische Corona-Variante, die nun zum ersten Mal in der Domstadt nachgewiesen wurde.

Köln: Zwei Personen mit indischer Corona-Mutation angesteckt – Gefahr noch unklar

Wie die Stadt Köln am Mittwoch mitteilte, wurden bei zwei der insgesamt 4186 Neuinfektionen die aus Indien stammende Virusvariante B.1.617 festgestellt. Damit kommt die neuartige Mutation zu den bisher vier anderen Corona-Mutationen dazu, mit denen sich Menschen aus Köln neben dem Ursprungsvirus angesteckt haben. Seit Ende Januar 2021 gab es insgesamt 6242 Fälle der mutierten britischen Corona-Variante, 330 Fälle der südafrikanischen Variante, acht Fälle der brasilianischen Variante sowie 53 Fälle einer neuen Mutation der mutierten britischen Corona-Variante.

Angesichts der Erfahrungen mit den anderen Mutationen stellt sich sofort die Frage, wie gefährlich die indische Variante nun ist. Insgesamt gibt es dazu noch keine finalen Erkenntnisse, jedoch hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Mutante aus Indien noch nicht als „besorgniserregend“ eingestuft.

Laut der Organisation sei aktuell nicht klar, inwieweit die Variante für den schnellen Anstieg der Infektionszahlen in Indien mitverantwortlich ist. Bisher gelten die britische (B.1.1.7), die südafrikanische (B.1.351) und die brasilianische Variante (P.1) als „besorgniserregend“. Das bedeutet unter anderem, dass sich diese Mutationen schneller ausbreiten, tödlicher sind und teilweise auch dem Immunsystem entgehen können („Escape-Variante“). Womöglich trifft das alles nicht genauso auf die indische Mutation zu, jedoch wird davon ausgegangen, dass sie wohl etwas ansteckender als der Corona-Wildtyp sein wird.

Coronavirus in Köln: Stadt ergreift immer mehr Maßnahmen – Unbegrenzte Tests und größeres Impfangebot

Um der Ausbreitung des Coronavirus in egal welcher Variante besser eindämmen zu können, setzt die Stadt auf viele verschiede Maßnahmen. Unter anderem wurden zuletzt immer mehr offizielle Teststationen in Köln eröffnet. Mittlerweile gibt es im ganzen Stadtgebiet bereits 732 Orte an denen sich Kölnerinnen und Kölner kostenlos testen lassen können – am Drive-In bei der Lanxess Arena sogar unbegrenzt oft.

Darüber hinaus wird auch das Impf-Angebot regelmäßige erweitert. In dieser Woche hat die Stadt beispielweise 9000 zusätzliche Astrazeneca-Dosen für alle über 60-Jährigen zur Verfügung. (os)

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