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Corona in Köln: Bislang 49 Fälle der Delta-Variante entdeckt

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Von: Nina Büchs

Blutprobe mit Coronavirus Delta-Variante B.1.617.2.
Seit Januar werden in Köln positive Corona-Befunde auf Virus-Varianten untersucht. (Symbolbild) © Christian Ohde/ Imago

Am 21. Juni meldete die Stadt Köln insgesamt 25 Corona-Fälle der Delta-Variante. Inzwischen hat sich diese Zahl fast verdoppelt – was das heißt und wie es einzuordnen ist.

Köln – Noch immer liegt die Inzidenz in Köln stabil und deutlich unter 35 – doch am Montag, 5. Juli, ist der Wert erstmals seit zwei Wochen wieder auf über 10 angestiegen. Demnach wurden aktuell in der Domstadt 10,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet (Quelle: RKI). Und auch im Hinblick auf die ansteckendere Delta-Variante wurden weitere Fälle gemeldet. Während es bis zum 21. Juni noch 25 Fälle der Delta-Variante in Köln gab, hat sich die Zahl zwei Wochen später fast verdoppelt. So wurden laut Stadtsprecherin Simone Winkelhog nun bislang 49 Delta-Fälle nachgewiesen. Doch was bedeutet „bislang“ und wie sind die gemeldeten Delta-Fälle in Köln einzuordnen?

Corona in Köln: Fast 50 nachgewiesene Delta-Fälle – vor zwei Wochen waren es noch 25

Laut Stadtsprecherin Winkelhog müssen die Delta-Fälle in Relation betrachtet werden. Denn schon seit Januar werden die positiven Corona-Befunde in Köln auf Virus-Varianten untersucht. Die Zahl 49 beinhaltet dabei also alle Fälle, die seit diesem Zeitpunkt bis zum heutigen Stand (5. Juli) in Köln gemeldet wurden. Von reinen, „aktiven Fällen“ könne dagegen nicht gesprochen werden. Denn bis die Untersuchung zeigt, welche Virus-Variante bei einem aktuellen, positiven Corona-Befund vorliegt, dauert es einige Zeit – so kann es immer wieder zu Schwankungen und Nachmeldungen kommen. Wie viele der derzeit aktiven Corona-Infektionen in Köln auf Delta-Varianten zurückzuführen sind, könne nicht gesagt werden. Laut Winkelhog sei die Alpha- und die Beta-Variante zudem noch deutlich stärker in Köln vertreten.

Köln: 49 Fälle der Delta-Variante nachgewiesen – Impfungen schreiten voran

Zwar ist der Anteil der Delta-Variante im Vergleich zu den anderen Corona-Varianten in Köln noch deutlich schwächer ausgeprägt, dennoch sollte die weitere Entwicklung der Delta-Mutation genau verfolgt werden. Denn laut dem Kölner SPD-Politiker Karl Lauterbach ist die Wahrscheinlichkeit, auf der Intensivstation zu landen, bei einer Ansteckung mit der Delta-Variante deutlich höher, als bei der ursprünglichen SARS-CoV-2-Variante. In der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ teilte er seine Sorge mit, dass das Virus sich weiter entwickeln und irgendwann sogar ganz immun gegen Impfstoffe werden könnte.

Bei der Delta-Variante sei außerdem zu beobachten, dass man gegen eine Ansteckung erst bei der zweiten Impfung wirklich gut geschützt sei. Umso wichtiger sei es daher, dass die Corona-Impfungen weiter voranschreiten. Auch die Stadt Köln hat das Impftempo wieder angekurbelt. So können seit dem 26. Juni auch im Kölner Impfzentrum wieder Erstimpfungen durchgeführt werden. Zudem werden die Impf-Aktionen in den Stadtteilen Neubrück, Ostheim und Bilderstöckchen fortgesetzt. (nb)

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