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Köln: Taucher bergen mehr als 100 E-Scooter aus dem Rhein

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Pflanzenreste hängen an einem geborgen E-Scooter.
In einer gemeinsamen Aktion haben die Bürgerinitiative KRAKE und der E-Scooterverband Shared Mobility Geräte aus dem Rhein geborgen. (Archivbild vom 12. 10.2021) © Oliver Berg/dpa

In Köln haben Taucher nun insgesamt über 100 E-Scooter aus dem Rhein geholt. Das Versenken der Roller in den Gewässern stellt eine enorme Belastung für die Umwelt dar.

Köln – Nach der letzten E-Scooter-Bergungsaktion im Oktober sind nun auch im Monat November weitere Roller in Köln aus dem Rhein gefischt worden. Man habe insgesamt 113 E-Scooter bei mehreren Tauchgängen aus dem Wasser geholt. 51 davon hätten Taucher zuletzt an vier Arbeitstagen im Oktober und November geborgen. Das teilte der E-Scooterverband Plattform Shared Mobility (PSM) am Montag zum Abschluss der schon seit langem laufenden Arbeiten mit, die auch in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Krake erfolgt seien. Dutzende seien von den jeweiligen Betreibern abgeholt und bereits recycelt worden, andere warteten noch auf eine Abholung.

Köln: Taucher holen über 100 E-Scooter aus dem Rhein – „besonders schwerwiegende Form des Vandalismus“

E-Scooter in Gewässern: Eine Gefahr für die Umwelt

In den E-Scooter befinden sich sogenannte Lithium-Ionen-Akkus. Da die Roller im Wasser mit der Zeit rosten, können so Schwermetalle und Chemikalien in das Wasser gelangen. Je länger die E-Roller im Wasser liegen, umso größer sei die Gefahr, dass der Akku undicht wird, so ein Wasserexperte vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland in NRW.

Ein Mann zieht einen E-Scooter im Rhein an die Oberfläche
Über 100 E-Scooter wurden in Köln aus dem Rhein gefischt. (Archivbild vom 12.10.2021) © Oliver Berg/dpa

Das Versenken von E-Scootern in Gewässern sei „eine besonders schwerwiegende Form des Vandalismus“, betonte PSM. Denn blieben die E-Roller im Wasser liegen, zieht dies enorme Folgen für die Umwelt nach sich. Zuvor hatte der WDR den Vorsitzenden der Müllsammel-Initiative Krake zitiert, dem zufolge einige Hotspots noch gar nicht abgesucht worden seien. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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