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E-Scooter massenhaft im Rhein versenkt: Parkverbot für Roller kommt

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Von: Johanna Werning

E-Scooter von Lime stehen am Straßenrand mit Blick auf Kölner Dom.
Die Stadt Köln sagt den E-Rollern den Kampf an (Symbolbild) © Horst Galuschka/Imago

Die Zonen, in denen E-Roller in Köln abgestellt werden dürfen, werden verkleinert. Am gesamten Rhein in Köln und auf allen Brücken gilt dann ein Parkverbot.

Köln – Die 500 E-Roller im Kölner Rhein haben jetzt Folgen. Nicht nur ermitteln Staatsanwaltschaft und Wasserschutzpolizei im Fall der versenkten Scooter. Die Stadt Köln hat sich zudem in der Ratssitzung am 24. Juni mit dem Roller-Problem befasst. Die E-Roller sollen in bestimmten Bereichen der Stadt verbannt werden.

Köln: Stadt weitet Parkverbot für E-Roller aus

Dass Köln auf Parkverbotszonen für E-Roller setzt, ist dabei nicht neu. Scooter-Anbieter nutzen bereits seit längerer Zeit im gesamten Stadtgebiet auf kleinere und größere Parkverbotsflächen. Dazu zählen zum Beispiel der Innere Grüngürtel, die Schildergasse oder die Hohe Straße. Die Verwaltung hat bereits „eine Abstellverbotszone entlang des Rheins festgelegt“, so die Stadt in der Beantwortung der SPD-Anfrage.

Das Abstellverbot für E-Roller gelte unter anderem für den Abschnitt zwischen dem Schokoladenmuseum und Bastei. „Hierbei handelt es sich um eine Fußgängerzone, sodass dieser Bereich auch im Abstellverbotsplan festgehalten ist“, heißt es weiter. Weitere Zonen befinden sich auf der Hohe Straße, der Breite Straße und der Schildergasse. Dabei soll es aber nicht bleiben. Die Stadt will weitere Anpassungen vornehmen. „Aufgrund der aktuellen Entwicklung wird eine Verbotszone auf den Rheinbrücken vorbereitet.“ Somit dürften weder auf der Rodenkirchener Brücke noch auf der Hohenzollernbrücke oder den anderen Kölner Brücken E-Roller abgestellt werden.  

Bereits am 25. Juni sind die Parkverbotszonen auf den Karten der fünf Scooter-Vermieter eingezeichnet. Die Anbieter bird, circ, lime, tier und voi bieten das Parken am gesamten Rhein in Köln und den Brücken nicht mehr an. Seit wann die Abstellverbote in diesen Bereichen gelten, ist nicht klar.

Köln: Hier gilt das Parkverbot der Scooter-Vermieter

E-Scooter im Rhein: Auch in Kölner Seen und Bäche liegen Roller

So sollen in Zukunft weniger E-Roller im Rhein oder in anderen Gewässern landen. Auf Anfrage von der FDP teilt die Stadt mit, dass allein in diesem Jahr bereits circa 130 E-Roller aus dem Wasser gefischt worden sind. Viele Scooter wurden unter anderem in den Aachener Weiher und den Stadtwaldweiher geworfen. Pro Woche werden circa fünf E-Roller geborgen.

Art des GewässersGeborgene Roller im Jahr 2020Geborgene Roller im Jahr 2021
Kölner BächeCirca 20 E-ScooterCirca 10 E-Scooter
Kölner ParkweiherCirca 250 E-ScooterCirca 120 E-Scooter

Köln: E-Roller im Rhein – Vermieter seien für die Bergung zuständig

In der Ratssitzung teilt die Stadt Köln außerdem mit, dass die Vermieter für die Bergung der E-Roller zuständig sind. „Zur Sicherstellung dieser Pflichten haben die Anbietenden dafür Sorge zu tragen, dass die Nutzenden mit den E-Scootern entsprechend ordnungsgemäß umgehen. Die Anbietenden müssen auch dafür Sorge tragen, dass bei Vandalismus ihre abfallrechtlichen Pflichten eingehalten werden.“

Köln: E-Roller im Rhein: Polizei und Vermieter wollen GPS-Daten überprüfen

Nutzerinnen und Nutzer, die jedoch die Roller illegal entsorgen, drohe ein Bußgeld in Höhe von 200 bis 500 Euro. „Nach Kenntnis der Stadt Köln prüfen die Anbieter die technischen Möglichkeiten, um feststellen zu können, ob Benutzer*innen die Verursachenden sind“, heißt es weiter.

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