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Wegen Alkohol: Fünf schwere E-Scooter-Unfälle in Köln – Kontrollen geplant

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Ein junger Mann fährt mit einem E-Scooter der Verleihfirma Lime auf dem kombinierten Fuss- und Radweg über die Hohenzollernbrücke
Aufgrund zunehmender E-Scooter-Unfälle unter Alkoholeinfluss will die Kölner Polizei nun Kontrollen durchführen. (Symbolbild) © Walter G. Allgöwer/Imago

Die Kölner Polizei hat sich nach einem Wochenende mit einigen schweren E-Scooter-Unfällen unter Alkoholeinfluss erschrocken geäußert. Kontrollen sollen nun helfen.

Köln – Die Polizei Köln will nach mehreren schweren Unfällen mit E-Scootern am Wochenende Kontrollen durchführen. Allein am vergangenen Wochenende seien bei solchen Unfällen sechs Menschen schwer und zehn Menschen leicht verletzt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Bei allen Schwerverletzten und vier Leichtverletzten sei Alkohol im Spiel gewesen.

E-Scooter-Unfälle in Köln: Polizei spricht von „desaströse und enthemmte Verhalten“ – Kontrollen kommen

„Die Unfälle vom Wochenende spiegeln das desaströse und enthemmte Verhalten derer wider, die alkoholisiert, zu zweit oder sogar zu dritt und entgegen aller Regeln mit E-Scootern auf den Straßen, Rad- und Gehwegen unterwegs sind“, sagte der Leitende Polizeidirektor Martin Lotz laut Mitteilung. „Fußgänger scheinen Hindernisse auf den stark frequentierten ‚Scooter-Slalomstrecken‘ zu sein.“

Auch Polizeidirektor Gereon Eich sagte demnach, was sich am Wochenende ereignet habe, sei „nicht akzeptabel“. Die Gesamtzahl der Unfälle dürfe zudem höher liegen, da die Polizei nicht zu allen Unfällen gerufen werde. Eich kündigte Kontrollen für das kommende Wochenende an.

Zunehmende Menge an E-Scooter-Unfällen in Köln, Alkohol oft ein Faktor – NRW echte Hochburg

Im Mai registrierte die Polizei Köln nach eigenen Angaben 43 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von E-Scootern. Im Juni ereigneten sich laut einer vorläufigen Erhebung 69 Verkehrsunfälle, bei denen 43 Nutzer verletzt wurden. 18 von ihnen hätten unter dem Einfluss von Alkohol gestanden. Zehn Menschen seien stationär in Krankenhäusern behandelt worden. In ganz Nordrhein-Westfalen hatte es im vergangenen Jahr ganze 604 Verletzte gegeben, womit das Land eine wahre Hochburg von Unfällen mit E-Scootern ist.

Zuletzt hatte es in Köln bereits auf ganz andere Art und Weise Ärger wegen E-Scootern gegeben. Mehr als 500 Fahrzeuge sind in den vergangenen Jahren im Rhein gelandet, woraufhin die Stadt Parkverbotszonen für die E-Roller ankündigte. Auch die Bergung der E-Scooter wurde vorerst abgesagt, weil ein Konzept dafür fehlte. (os mit ots und dpa)

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