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Köln: Zwei Unfälle mit E-Scootern – Fahrer mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus

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Von: Stefanie Knupp

Ein Mann fährt mit einem E-Scooter auf dem Gehweg
Die Meldungen über Unfälle mit E-Scootern häufen sich (Symbolbild). © Federico Gambarini/dpa

In Köln haben sich erneut E-Scooter-Fahrer verletzt. Ein 34-Jähriger und ein 16-Jähriger zogen sich bei Stürzen schwere Verletzungen zu.

Köln – Zwei Personen haben sich am Sonntagabend (18. Juli) in Köln bei Stürzen mit einem E-Scooter schwer verletzt. Die Unfälle ereigneten sich unabhängig voneinander – einer in der Altstadt, einer in Müngersdorf. Beide Fahrer mussten mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus.

Zunächst mussten die Rettungskräfte zum Holzmarkt in die Kölner Altstadt ausrücken. Auf Höhe der Bayenwerft verlor ein 34-Jähriger Mann an einer abgesenkten Bordsteinkante die Kontrolle. Der Mann stürzte mit seinem E-Scooter auf einen Radweg und zog sich schwere Kopfverletzungen vor, wie die Polizei am Montag berichtet. Der Sturz passierte demnach ohne fremde Beteilung.

E-Scooter in Köln: 16-Jähriger stürzt in Müngersdorf

Gegen 21 Uhr dann stürzte ein 16-jähriger Kölner in Müngersdorf mit einem geliehen E-Scooter. Hier ist die Ursache noch nicht geklärt. Derzeit wird ermittelt, ob ein internistischer Notfall Ursache für den Sturz des Jugendlichen war.

Die Meldungen über Unfälle im Zusammenhang mit E-Scootern häufen sich. Anders als bei den Fällen am Sonntag, kommt es oftmals zu Zusammenstößen oder leichtsinnigen Fahrten. Am vergangenen Wochenende stieß ein Rennradfahrer in Köln mit einem Roller zusammen. Auf dem E-Scooter waren zwei Personen zugleich unterwegs, die zudem noch entgegen der Fahrtrichtung fuhren. Am letzten Juni-Wochenende ereigneten sich in Köln zehn E-Scooter-Unfälle unter Alkoholeinfluss.

E-Scooter in Köln: Betreiber wollen kein Nachtverbot

Wie es in einer früheren Pressemitteilung hieß, erfasste die Polizei allein im Mai und im Juni insgesamt über 110 Unfälle mit Beteiligung von E-Scootern. Die Polizei steht einem Verbot von E-Rollern in kritische Zonen und zu kritischen Zeiten offen gegenüber. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker brachte ein Nachtverbot für E-Scooter ins Spiel – die Roller-Verleiher blockten den Vorschlag ab.

Ein weiteres Problem: Etwa 500 E-Scooter liegen auf dem Grund des Rheins. Die Betreiber wollten sich zunächst um die Bergung der Fahrzeuge kümmern, die Aktion wurde dann aber abgesagt. „Grund für die Verzögerung ist die ausstehende Genehmigung durch die entsprechenden Behörden“, schrieb die Plattform Shared Mobility. (sk/ots)

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