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Köln: Mercedes erfasst Frau auf E-Scooter – 24-Jährige schwer verletzt

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Von: Nina Büchs

Ein junger Mann fährt mit einem E-Scooter der Verleihfirma Lime auf dem kombinierten Fuss- und Radweg über die Hohenzollernbrücke
Mehr als zehn Unfälle mit E-Scootern ereigneten sich am vergangenen Wochenende in Köln. (Symbolbild) © Walter G. Allgöwer / Imago

Zahlreiche Unfälle mit E-Scootern haben sich am Wochenende in Köln ereignet. Eine Frau wurde von einem Auto erfasst und schwer verletzt.

Köln – E-Scooter sind in Köln ein heikles Thema. Zum einen gibt es damit immer wieder Vorfälle von Vandalismus. So entdeckten Taucher zuletzt hunderte E-Roller im Rhein, die von Unbekannten vermutlich ins Wasser geschmissen wurden. Während in Köln ein Parkverbot am Rhein derzeit jedoch noch nicht durchgesetzt wurde, hat die Stadt Düsseldorf jetzt durchgegriffen und das Parken in Flussnähe verboten.

Ein anderer Grund für den Ärger rund um die elektrisch betriebenen Fahrzeuge ist, dass es auch in Köln damit immer wieder zu Unfällen im Straßenverkehr kommt. Erst am vergangenen Wochenende hatte die Polizei deshalb alle Hände voll zu tun und ahndete mehr als 40 Verstöße innerhalb weniger Stunden. Zudem mussten zwei E-Rollerfahrer in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Köln: Unfälle mit E-Scootern – Frau schwer verletzt

„Am vergangenen Wochenende (Freitag, 18. Juni bis Sonntag, 20. Juni) haben sich zwei E-Scooter-Fahrende bei Verkehrsunfällen in den Stadtteilen Nippes und Widdersdorf schwere Verletzungen zugezogen“, teilt die Polizei Köln mit. So soll in Nippes am Mauenheimer Gürtel am Freitagnachmittag ein Mercedes-Fahrer mit einer 24-Jährigen zusammengestoßen sein, die auf einem E-Scooter unterwegs war. „Die junge Kölnerin überquerte in Höhe der Bezirkssportanlage den kombinierten Rad- und Fußgängerüberweg, als der in Richtung Kempener Straße anfahrenden Mercedes sie mit der Beifahrerseite erfasste. Rettungskräfte brachten die Frau mit einer schweren Kopfverletzung in ein Krankenhaus“, so die Polizei.

Auch in Widdersdorf zog sich ein E-Scooter-Fahrer schwere Verletzungen zu. Nach Angaben der Polizei stürzte der 49-jährige Rollerfahrer am Freimersdorfer Weg plötzlich, als er an den im Boden eingelassenen Rillen einer Überquerungshilfe hängenblieb. Auch er musste von Rettungskräften in eine Klink gebracht werden.

E-Scooter in Köln: Zehn Roller-Fahrer verletzt

Doch damit nicht genug: Denn darüber hinaus erlitten seit Freitagmorgen insgesamt zehn weitere E-Scooter-Fahrer leichte Verletzungen, so die Polizei. „Drei von ihnen nutzten den Elektroroller unter Alkohol- oder Drogeneinfluss“, hieß es weiter. Wie die Polizei mitteilt, ordneten die Einsatzkräfte Blutproben an und stellten so im Fall einer 26-Jährigen auch deren Führerschein sicher.

Ein weiterer Vorfall passierte am Freitagmittag in der Weidengasse in der Innenstadt. Dort stürzte ein 33-jähriger Kölner, als der Fahrer eines Minivans die Autotür öffnete und den E-Scooter-Fahrer plötzlich damit traf.

Erschreckende Bilanz in Köln: Zehn E-Scooter-Unfälle an einem Wochenende

Tatsächlich sind Unfälle mit E-Rollern gar nicht so selten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, soll es im vergangenen Jahr über 2.150 Unfälle mit E-Scootern gegeben haben. Insgesamt kamen dabei 5 Menschen ums Leben, 386 wurden schwer und 1.907 leicht verletzt. Übrigens: Die meisten E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden gab es in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen (566) und Bayern (334).

Häufigste UnfallursacheAlkoholeinfluss (18,3 Prozent)
Alter der verunglückten E-Scooter-FahrerEin Drittel (33,7 Prozent) war jünger als 25 Jahre

Aufgrund der gemeldeten Verkehrsunfälle mit E-Scootern in Köln waren am Freitagabend, 18. Juni, deshalb mehrere Polizisten des Verkehrsdienstes in der Kölner Innenstadt aktiv. Insgesamt wurden innerhalb weniger Stunden rund 40 Verstöße von E-Scooter-Fahrenden gemeldet. „31 von ihnen benutzten trotz Verbot den Gehweg oder fuhren zu zweit auf einem E-Roller. „Drei Kölner nutzen den E-Scooter unter Alkoholeinfluss – in einem Fall ordneten die Polizisten eine Blutprobe an und fertigten eine Strafanzeige“, so die Polizei. (nb)

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