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Kölner Wolf stammt aus den Alpen – einen Namen hat er jetzt auch

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Von: Johanna Werning

Ein heller Wolf schaut in die Kamera. Im Hintergrund erkennt man die Natur.
Der Kölner Wolf hat die Schafe an der Rheinaue gerissen (Symbolbild) © Ronald Wittek /Imago

Der Kölner Wolf hat einen Namen. „GW2119m“ ist für vier tote Schafe in Köln verantwortlich. Die Ergebnisse der DNA-Analyse zeigen, woher der Wolf kommt.

Köln – Wochenlang wurde spekuliert, jetzt ist klar: Der Kölner Wolf hat Ende Mai tatsächlich mehrere Schafe in der nördlichen Rheinaue gerissen. Das geht aus der DNA-Analyse der Speichelreste an den Schafen hervor. Dabei gibt das Ergebnis der Untersuchung gleich mehrere Informationen über das bisher unbekannte Tier. Das berichtet Umweltportal Nordrhein-Westfalen (NRW) am Dienstag, 15. Juni.

Infos über den Kölner Wolf: GW2119m stammt aus der Alpen-Region

Damit hat der Wolf aus Köln nun auch einen Namen: Der Kölner Wolf ist männlich und heißt „GW2119m“. Der Name gibt dabei Informationen über das Geschlecht und die Herkunft des Tieres. „Dieser Wolf gehört zum sogenannten ‚Haplotyp‘ HW22, ein genetisches Merkmal, das die Alpenpopulation, also Tiere aus Italien, Frankreich und der Schweiz kennzeichnet“, so das Umweltamt weiter.

Damit ist klar, dass der Kölner Wolf eine weite Strecke zurückgelegt hat. „Ungewöhnlich ist das nicht, denn Wölfe können je nach körperlicher Verfassung 40 bis 60 Kilometer pro Tag laufen, Spitzenleistungen können noch darüber liegen“, so Umweltministerin Heinen-Esser. Wieso der Wolf jedoch von den Alpen bis ins Rheinland wanderte, bleibt wohl sein Geheimnis. Auch wo sich GW2119m derzeit aufhalte, ist unklar. Genauso schnell wie der Kölner Wolf auftauchte, verschwand er wieder.

Die Kölner Schäfer dürften sich darüber freuen. Immerhin riss der Kölner Wolf in der Nacht zum 20. Mai vier Schafe. Vier weitere Tiere wurden verletzt. Da tatsächlich ein Wolf für den Tod der Tiere zuständig ist, werden die Hirten jedoch entschädigt. Die Akte Wolf ist somit in Köln erst einmal geschlossen.

Köln: DNA-Analyse gibt Infos zum Kölner Wolf – nicht das erste Tier in NRW

Der Kölner Wolf ist nicht der erste Alpen-Wolf in NRW. In Hennef soll eine Wölfin zuletzt elf Schafe gerissen haben. Bereits im vergangenen Jahr wurden zusätzlich zwei Tiere aus der Alpenregion im Bundesland nachgewiesen. Während der eine Wolf im Rheinisch-Bergischen-Kreis entdeckt worden ist, wurde der zweite Alpen-Wolf in Viersen bemerkt. Mittlerweile sind beide Wölfe jedoch weitergezogen. Der Wolf aus dem Rheinisch-Bergischen-Kreis wurde zuletzt mehrfach in Niedersachsen nachgewiesen. Der Alpen-Wolf aus Viersen zog hingegen in Richtung Niederlande.

Für die Tiere sind so lange Wanderungen ganz normal, wie eine Sprecherin des Landesumweltamtes erklärt. Wenn Jungtiere aus dem elterlichen Rudel geworfen werden, müssen sie ein eigenes Gebiet finden. Dennoch ist der Kölner Wolf „GW2119m“ eine echte Besonderheit: Denn eigentlich meiden die Tiere Städte und vor allem Menschen.

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