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Köln: Vorsicht vor diesen Raupen – Reizungen und allergische Reaktionen möglich

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Von: Johanna Werning

Links: Eine Frau geht mit Blick auf den Kölner Dom durch den Rheinpark. Rechts: An der Rinde einer Eiche befindet sich das Gespinst des Eichenprozessionsspinners.
Die Stadt Köln warnt vor Eichenprozessionsspinner (24RHEIN-Montage) © Stefan Puchner/dpa & Oliver Berg/dpa

Die Stadt Köln warnt vor den Nestern des Eichenprozessionsspinners. Die Brennhaare können starke Reizungen und allergische Reaktionen auslösen.

Köln – Sie sind nur wenige Zentimeter groß, dennoch können die kleinen Tierchen für jede Menge Ärger sorgen. Die Rede ist von den sogenannten Eichenprozessionsspinnern. Kontakt mit den Raupen kann bei Menschen zu starken Reizungen und allergischen Reaktionen von Haut und Atemwegen führen. Die Stadt Köln und das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen warnen nun, da „die Saison der Eichenprozessionsspinner wieder beginnt.“

Eichenprozessionsspinner
Klasse:Insekten (Insecta)
Ordnung:Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie:Zahnspinner (Notodontidae)
Unterfamilie:Prozessionsspinner (Thaumetopoeinae)
Gattung:Thaumetopoea
Art:Eichenprozessionsspinner

Köln warnt vor Eichenprozessionsspinner: „Starken Reizungen und allergischen Reaktionen“

Bis zu 600.000 „Brennhaare“ hat eine einzelne Raupe – und gerade die sind gefährlich: „Der Kontakt mit den ‚Brennhaaren‘ der Larven dieser Nachtfalterart kann durch das enthaltene Eiweißgift bei Menschen zu starken Reizungen und allergischen Reaktionen von Haut und Atemwegen führen“, warnt die Stadt. „Zu den Begleiterscheinungen zählen Schwindelgefühl, Fieber und Müdigkeit.“

Kölnerinnen und Kölner sollen „Kontakt vermeiden und Abstand halten“. Die Raupen sind nur wenige Zentimeter groß und die „Brennhaare“ können sich zusätzlich im Wind verteilen. Auch 2021 sorgten die Eichenprozessionsspinner in vielen Parks und auf Spielplätzen in Köln für Einsätze der Schädlingsbekämpfung.

Eichenprozessionsspinnern in Köln

► Warum sind Eichenprozessionsspinnern so gefährlich? Der Kontakt mit den „Brennhaaren“ kann bei Menschen starke Reizungen und allergische Reaktionen auslösen. Die bis zu 0,5 Millimeter langen „Brennhaare“ enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein. Eine Larve hat bis zu 600.000 Brennhaare. Falls eine starke allergische Reaktion nach dem Kontakt mit den „Brennhaaren“ eingetreten ist, soll ein Arzt aufgesucht werden.

► Wie erkennt man Eichenprozessionsspinner? Der Befall mit dem Eichenprozessionsspinner ist durch die Bildung von Nestern in der Krone oder an Astgabeln und am Stamm bei stärkerem Befall leicht zu erkennen. Vor allem Eichenbäume sind betroffen. Das Nest ist dabei von einem weißen Netz geschützt. Darin finden sich unzählige Raupen.

► Wo hält sich der Eichenprozessionsspinner in Köln auf? Die Raupen des Eichenprozessionsspinners halten sich im gesamten Stadtgebiet von Köln auf. Vor allem an verschiedenen Eichenarten. Betroffen sind vor allem Bäume, die der prallen Sonne ausgesetzt sind.

► Was passiert, wenn ich ein Nest Eichenprozessionsspinnern entdecke? Wenn Eichenprozessionsspinner auf Grünflächen oder auf Spielplätzen auftauchen, beseitigt die Stadt die Schädlinge mit einem Spezialsauger. Tauchen die Raupen auf einem Privatgrundstück auf und die Allgemeinheit wird gefährdet, ist der jeweilige Eigentümer zur Beseitigung verpflichtet. Allerdings sollte man dabei vorsichtig sein: „Die ‚Brennhaare‘ befinden sich auch in den Nestern und können noch lange nach dem Ausflug der Falter eine Gesundheitsgefahr darstellen“, erklärt die Stadt. Darum wird empfohlen, einen Experten einzuschalten.

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