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Eislaufen und Eisstockschießen trotz Energiekrise – wo das in Köln möglich ist

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Von: Nina Büchs

Köln, Heinzels Wintermärchen, Eisbahn
Ein Highlight im Kölner Winter: Die Eislaufbahn am Heumarkt. (Archivbild) © Jochen Tack/Imago

Mit Schlittschuhen über die Eisfläche sausen oder mit Freunden Eisstockschießen – das ist in Köln an manchen Orten trotz Energiekrise möglich. Ein Überblick.

Köln – Ende November öffnen in Köln die ersten Weihnachtsmärkte – und auch einige Eislaufbahnen gehen wieder in Betrieb. So zum Beispiel die Eislaufbahn am Alter Markt. Am Ebertplatz wird es in diesem Jahr jedoch keine Möglichkeit geben, mit Schlittschuhen über das Eis zu flitzen. Denn die Stadt hat die Attraktion wegen der aktuellen Energiekrise abgesagt. Wo kann man in Köln also in diesem Jahr Schlittschuhlaufen?

Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen in Köln: Eisbahnen im Überblick

Piroutten auf dem Eis drehen oder eine Runde Eisstockschießen – für viele Menschen gehören Erlebnisse wie diese zur Winter- und Weihnachtszeit dazu. Auch in und um Köln gibt es einige Eisbahnen, auf denen das möglich ist. Am Heumarkt gibt es zum Beispiel während des Weihnachtsmarkts „Heinzels Wintermärchen“ eine Eisbahn. Sie ist vom 21. November bis 8. Januar in Betrieb. Die Eisbahnen in Köln im Überblick:

Köln: Eislaufen am Alter Markt – „Eisbahn ist seit einigen Jahren klimaneutral“

In einer aktuellen Mitteilung nahm der Weihnachtsmarkt „Heinzels Wintermärchen“ zuletzt Stellung zur aktuellen Gaskrise. „Mit verschiedenen Maßnahmen wird die verbrauchte Energie so gering wie möglich gehalten und überall auf dem Markt zertifizierter Ökostrom verwendet. Die entstandenen CO2-Emissionen für den Betrieb, Auf- und Abbau werden kompensiert, indem in Partnerschaft mit „Plant for the planet“ Bäume gepflanzt werden. Übrigens: Die Eisbahn auf dem Heumarkt darf sich bereits seit einigen Jahren klimaneutral nennen“, heißt es darin.

Zu den Sparmaßnahmen zähle auch die Installation einer neuartigen elektronischen Temperaturmessung an unterschiedlichen Messpunkten im Eis. „Diese Messung ermöglicht eine stromsparende Steuerung bis hin zur zeitweisen Abschaltung der Kühlaggregate. Geprüft wird momentan außerdem eine zusätzliche Isolationsschicht des Eisbahn-Bodens.“ Die beliebte Eislaufbahn wird es also auch 2022 geben. Insgesamt will der Weihnachtsmarkt 20 Prozent Energie einsparen.

Köln: Eisbahn am Ebertplatz wegen Energiekrise abgesagt – „nicht vertretbar“

Anders sieht es in diesem Jahr mit der Eisbahn am Ebertplatz aus. „Der Energieverbrauch der Eisbahn in der Wintersaison 2021/2022 lag bei ca. 61.000 kWh. Vor dem Hintergrund der aktuell vorliegenden Energiekrise ist die Umsetzung einer städtischen Eisbahn auf dem Ebertplatz in der Wintersaison 2022/2023 nicht vertretbar“, so die Stadtverwaltung Köln. Statt Eislaufbahn soll es dort aber Alternativen geben. Denkbar sie auch eine „synthetische Eisstockschießbahn“, die ohne Strom funktioniert.

Energiekrise: Sind Eislaufbahnen diesen Winter erlaubt?

Ein generelles Verbot von Eishallen oder Eisbahnen aufgrund der Energiekrise gibt es seitens des Bundes übrigens nicht. Jedoch haben bereits einige Städte selbst reagiert. So soll die Eishalle in Moers „ENNI“ in diesem Winter nur drei statt sonst sechs Monaten geöffnet bleiben. „Aufgrund von Energieeinsparungsmaßnahmen hat die Eishalle im Regelbetrieb nur vom 01.12.2022 bis 28.02.2023 auf“, heißt es auf der Homepage.

Fest steht: Eisflächen gelten als Energiefresser. Im Bundesland Hessen hat der Städtetag kürzlich beschlossen, dass auf Weihnachtsmärkten in diesem Jahr landesweit keine mobilen Eisbahnen aufgebaut werden dürfen. Kein Einzelfall: Auch in Karlsruhe soll es dieses Jahr keine Eislaufbahn auf dem Weihnachtsmarkt geben, stattdessen ist eine Rollschuhfläche geplant.

Köln: Eishalle Lentpark ab 15. Oktober 2022 geöffnet – Tickets, Adresse, Öffnungszeiten

Eine Runde Schlittschuhlaufen oder auch Eisstockschießen – das ist ab dem 15. Oktober in der Eishalle im Lentpark möglich. Besucherinnen und Besucher können sich dort auf eine 260 Meter lange und acht Meter breite Eishochbahn freuen, die durch die Eishalle und das Hallenbad führt.

Köln: Energiekrise – Eishalle Lentpark startet später in die Saison

Harte Energieeinsparungen wird es bei der Eishalle im Lentpark übringens nicht geben, denn die Eis-Partys, das Eisstockschießen und Schlittschuhlaufen ist dort ab dem 15. Oktober wieder möglich. „In diesem Jahr sind wir allerdings etwas später in die Saison gestartet, als wie sonst. Der Grund dafür ist, dass die Außentemperatur im September in Köln noch sehr hoch war, somit wäre die Eineisung zu diesem Zeitpunkt deutlich energieintensiver gewesen. Damit hätten wir deutlich mehr Strom verbraucht“, sagt Franziska Graalmann, Sprecherin der KoelnBaeder auf 24RHEIN-Anfrage. Zu den steigenden Betriebskosten könne man aktuell noch keine Angaben machen. Bei den Tarifen gäbe es aktuell jedoch keine Preisanpassung, so Graalmann weiter.

Während der Betrieb der Eishalle also ab dem 15. Oktober wieder normal stattfindet, gibt es bei den Hallenbädern der KoelnBaeder drastischere Einschränkungen. Die Energiesparmaßnahmen betreffen etwa Saunen, Außenbecken und Warmbadetage. (nb)Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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