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Rhein, Seen und Parks: Hier dürfen E-Scooter in Köln nicht mehr abgestellt werden

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Von: Nina Büchs

Ein Mann fährt auf dem Fahrradweg mit einem E-Scooter über den Kölner Ring.
Wer in Köln mit dem E-Scooter fährt, darf diesen nicht mehr überall parken. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Nach einem Pilotprojekt hat die Stadt Köln nun konkrete Abstellverbotszonen für E-Scooter festgelegt. Weitere Verschärfungen für die Nutzer werden derzeit vorbereitet.

Köln – Lange wurde diskutiert und überlegt, wie die Nutzung von E-Scootern in Köln besser kontrolliert werden kann. Denn neben den heftigen Unfällen mit E-Scootern unter Alkohol- oder Drogeneinfluss wurden zudem hunderte der Fahrzeuge in den Rhein oder andere städtische Gewässer geworfen. Um das Konfliktpotenzial rund um die beliebten E-Roller zu reduzieren, haben sich die Stadt und die Verleihfirmen der E-Scooter auf feste Abstellverbotszonen und feste Rückgabeorte geeinigt. Ein Überblick, was das bedeutet.

Bereits Ende Juli hatte die Stadt über die Einführung fester Abstellflächen berichtet. Nach der Einführung eines Pilotprojekts hat die Stadt die Regelung zu den Abstellverbotszonen nun ausgeweitet und die Verbotszonen auf einer Karte visualisiert. Die Abstellverbotszonen sollen nun „sukzessive auf die gesamte Stadt ausgeweitet“ werden, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Köln: Hier dürfen E-Scooter nun nicht mehr abgestellt werden – so soll das Verbot kontrolliert werden

Karte zu Abstellverbotszonen von E-Scootern in Köln.
E-Scooter-Abstellverbotszonen in Köln. © Stadt Köln/isotype

Nicht mehr abgestellt werden dürfen E-Scooter nun also in der Nähe des Rheins, an stehenden und fließenden Gewässern sowie in Grünanlagen und Parks. Dazu zählt unter anderem der Volksgarten, der Mediapark, der Vorgebirgspark, die Jahnwiese, der Klettenbergpark sowie auch die Fläche rund um den Decksteiner Weiher.

Überblick: Hier dürfen die E-Scooter nicht mehr abgestellt werden

Sichergestellt werden soll die Einhaltung des Verbots durch die Anbieter selbst. Die Stadt Köln sagte dazu: „In den neuen Abstellverbotszonen ist die Beendigung der Ausleihe nicht mehr möglich, dies wird per GPS durch die Anbieter sichergestellt“.

Köln: An diesen Plätzen gibt es nun feste Rückgabeorte für E-Scooter

Fest steht damit: E-Scooter können nun nicht mehr kreuz und quer in Köln geparkt werden, wie es dem Nutzer oder der Nutzerin gefällt. Denn stattdessen gibt es in der Innenstadt nun ausgewiesene Rückgabeorte. Ab dem 10. August wird die Beendigung der Ausleihe im Bereich der Altstadt und rund um das Kolumba Quartier (Carré zwischen Schildergasse, Hohe Straße, Tunisstraße und dem Westdeutschen Rundfunk) nur noch auf den festgelegten E-Scooter-Parkflächen möglich sein, teilte die Stadt mit. Auch dies solle durch die Anbieter überprüft werden.

Karte über feste Rückgabeorte für E-Scooter in Köln.
Feste Rückgabeorte für E-Scooter in Köln. © Stadt Köln/isotype

Geparkt werden können die E-Scooter in der Kölner Altstadt unter anderem in der Trankgasse gegenüber des Kölner Doms, am Bahnhofsvorplatz, am Breslauer Platz, im Seidenmacherinnengäßchen zwischen Heumarkt und Alter Markt oder auch im Perlenpfuhl in der Nähe der Schildergasse.

Übrigens: Damit falsch abgestellte E-Scooter direkt gemeldet werden können, sind die Anbieter der Aufforderung der Stadt Köln nachgekommen, auf allen E-Scootern Mailadressen sowie telefonische Kontaktmöglichkeiten anzubringen.

Köln: Ausweitung der Abstellverbotszonen und Rückgabeorte tritt ab dem 10. August in Kraft

Mit der neuen Abstellsituation soll der E-Scooter-Verleih im öffentlichen Raum nun grundlegend neu geordnet werden, so die Stadt. Die Ausweitung der Abstellverbotszonen und die Einrichtung der neuen Rückgabezonen treten bereits ab Dienstag, 10. August in Kraft, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

E-Scooter in Köln: OB Reker fordert mehr Freiheiten für Kommunen

„Mit den neuen Abstellregelungen ist ein erster Schritt getan. Ich erwarte, dass zeitnah auch die weiteren Vereinbarungen umgesetzt werden“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Das betrifft insbesondere die Bergung von E-Scootern aus dem Rhein und anderen Gewässern, die Beseitigung von ordnungswidrig abgestellten E-Scootern innerhalb von sechs Stunden, aber auch Regelungen zur Einrichtung von nächtlichen Abstellverbotszonen am Wochenende in Hotspots“, so Reker. Zeitgleich forderte sie Bund und Land auf, den Kommunen mehr Kompetenzen im Umgang mit E-Scootern freizuräumen. So können Kommunen flexibler auf Problemsituationen oder Anregungen und Beschwerden aus der Bevölkerung reagieren, teilte die Oberbürgermeisterin mit.

Köln: Nutzung von E-Scootern soll weiter eingeschränkt werden – weniger Roller in der Innenstadt

Mit der Ausweitung der Abstellverbotszonen und ausgewiesenen Parkflächen ist das Thema Regulierung von E-Scootern jedoch noch lange nicht beendet. „Parallel werden weitere Anpassungen der Vereinbarung vorbereitet. Dies betrifft beispielsweise die kurzfristige Einrichtung zusätzlicher Abstellverbote an Hotspots wie der Zülpicher Straße, dem Belgischen Viertel und den Ringen, um das Unfallgeschehen hinsichtlich Fahren unter Alkoholeinfluss einzudämmen“, so die Stadt Köln. Erst kürzlich hatte der Anbieter Voi in Köln außerdem einen Reaktionstest eingeführt, der Betrunkene nachts vom Fahren mit den E-Scootern abhalten soll. Zudem wolle die Stadt die Anzahl der E-Scooter in der Innenstadt reduzieren. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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