1. 24RHEIN
  2. Köln

Köln: Ärger um Wasserwerfer-Abschied eines Polizisten – so ging der Fall aus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Polizeimotorräder sind auf den Straßen Hamburgs unterwegs.
Mit mehreren Polizeimotorrädern verabschiedeten Polizisten der Polizei Köln einen Kollegen in den Ruhestand. © IMAGO / Stefan Zeitz

Polizisten hatten zum Abschied eines Kollegen einen nicht genehmigten Sirenen- und Blaulichtkonvoi organisiert. Die Aktion sorgte für großen Ärger.

Köln – 40 Dienstjahre hatte ein Kölner Polizist hinter sich – kurz vor dem Ruhestand wollten ihn seine Kollegen aber nicht so einfach gehen lassen. Ihm zu Ehren veranstalteten sie einen nicht genehmigten Blaulicht- und Sirenenkonvoi in den Kreis Euskirchen. Die Aktion kam bei dem Polizeichef Uwe Jacob aus Köln jedoch überhaupt nicht gut an.

Köln: Polizei veranstaltet Aktion zum Abschied eines Kollegen – so flogen die Beamten auf

Wie die Polizei berichtete, war die Kolonne aus 17 Polizeimotorrädern, einem Sonderfahrzeug der Kölner Spezialeinheit und einem Wasserwerfer „unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten“ von Brühl in den Kreis Euskirchen unterwegs gewesen. Die Aktion blieb natürlich nicht lange unbemerkt. So rief dort eine Leiterin der Kindertagesstätte bei der Polizei an, um nach dem Grund des großen Einsatzes zu erfahren. Heraus kam: Niemand wusste von dem Einsatz – den er wurde überhaupt nicht genehmigt. Die Abschieds-Aktion ging natürlich auch nicht an dem Kölner Polizeipräsident Uwe Jacobs vorbei. Als er davon erfuhr, war er vermutlich ziemlich außer sich. Er führte interne Ermittlungen ein und informierte das Innenministerium NRW über die Aktion.

Wirbel um Abschieds-Aktion eines Kölner Polizisten – Verfahren nun eingestellt

Der nichtgenehmigte Einsatz zog anschließend jede Menge behördliche Schritte nach sich. Weil man nicht selbst gegen die eigenen Kollegen ermittelt, sollte das Polizeipräsidium Bonn mit den Ermittlungen beauftragt. Auch die Staatsanwaltschaft Köln wurde hinzugezogen, um wegen des Verdachts von „Veruntreuung von Staatsgeldern“, zu ermitteln.

Nach einigem Hin und Her, kam der Vorfall nun zu einem überraschendem Ende. Wie Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer gegenüber dem Express berichtet, wurde das Verfahren nun eingestellt. „Der Schaden ist so geringfügig, dass eine Strafverfolgung in keinem Verhältnis steht“, so Bremer. (nb)

Auch interessant