1. FC Köln schafft Klassenerhalt

Köln: FC-Fans friedlich auf den Ringen – Korso, Gesänge und ein paar Böller

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Fans des 1. FC Köln auf den Ringen. Ob mit Fahrrad oder Fiat: Ein bisschen Korso muss sein.

Furioser Klassenerhalt, warme Temperaturen. Unter anderen Umständen wäre ganz Köln „on Feier“. Vereinzelt haben es sich FC-Fans auch nicht ganz nehmen lassen – zum Beispiel auf den Ringen.

Köln – Pure Erleichterung in Köln: „Der 1. FC Köln hat der Stadt und uns allen einiges abverlangt, der Sasisonabschluss war eine wahre Zitterpartie. Ich freue mich sehr und gratuliere sehr herzlich zum Klassenerhalt. Wenn es drauf ankommt, steht der FC – und deswegen gehört er auch in die 1. Liga“ lässt Kölns OB Henriette Reker nach dem Tor-Spektakel des 1. FC Köln in der Relegation gegen Holstein Kiel wissen. Das sehen auch zahlreiche Fans so, die sich nach Abpfiff auf den Kölner Ringen in der Nähe des Rudolfplatz versammelt haben und fröhlich „Nie mehr 2. Liga“ singen. Die Anzahl der Fans ist überschaubar, anfangs ist sogar mehr Polizei und Presse vor Ort als feiernden Fans.

Nicht immer wurden jedoch die Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten, wie die Polizei später mitteilte. Zum Beispiel hatten sich auf dem Hohenzollernring etwa 50 Männer und Frauen dicht gedrängt auf einem Gehweg versammelt, sodass die Einsatzkräfte für die Einhaltung der Abstände sorgten mussten. Zudem identifizierten Einsatzkräfte zwei Tatverdächtige (27, 47), denen vorgeworfen wird, am vergangenen Samstag (22. Mai) am RheinEnergie-Stadion mit Glasflaschen geworfen zu haben. Bei der Festnahme des alkoholisierten 47-Jährigen wurde ein Polizist verletzt, so die Polizei.

Die Stimmung am Samstag auf den Ringen: friedlich und ausgelassen. Die Gesänge werden immer wieder durch Hupkonzerte und Flaggen schwingende Fans in ihren Autos unterbrochen. Alles unter strenger Beobachtung durch die Polizei.

Kölner Ringe: FC-Fans feiern unter Augen der Polizei

FC-Fans auf den Kölner Ringen: Zu große Ansammlungen löste die Polizei auf.

Gut hundert Leute haben sich später gegen 20:30 Uhr an der Ecke Ringe/Maastrichter Straße eingefunden. Es werden immer mehr. Die Gesänge immer lauter. Bewacht von mehr als 15 Wagen der Polizei – und vielfaches an Polizisten. Erste Böller werden gezündet.

Das Signal für die Polizei einzugreifen. Die große Fan-Gruppe wird aufgelöst, vereinzelt werden FC-Anhänger abgeführt. Insgesamt bleibt es aber friedlich. Wechselgesänge von beiden Seiten der Ringe: „1. FC Köööööln“. „1. FC Köööln“. Da kommt es wieder, kurz vor Ende das harten Lockdowns, das „kölsche Jeföhl“. „Dat es wie Karneval oder ne Hochzeit hier“, kommentiert eine Frau.

Gut zwei Stunden später, gegen 23 Uhr, erwarteten dann mehrere Fans trotz derzeit geltender Ausgangssperre das Eintreffen der Mannschaft am Geißbockheim. Einsatzkräfte erteilten deshalb Platzverweise und leiteten Ermittlungen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung ein, so die Polizei in einer Pressemitteilung am Sonntag. (mlu)

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Dieser Artikel wurde am Sonntag, 30. Mai, aktualisiert. Neuerung: Ein Polizist wurde verletzt. Zudem wurden Informationen zu Corona-Verstößen hinzugefügt.

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