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Köln: Unisex-Toiletten an Schulen gefordert

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Von: Nina Büchs

Piktogramme für eine Frau und ein Mann sind an einer Toiletten-Tür angebracht.
Statt Toiletten für „Damen“ und „Herren“ soll es an den Kölner Schulen auch die Möglichkeit geben, Unisex-Toiletten einzurichten. (Symbolbild) ©  Jens Kalaene/dpa

Die FDP will Schulen die Möglichkeit geben, Unisex-Toiletten einzurichten. Trans-Jugendliche sollen damit nicht mehr zum Ziel von Spott und Mobbing werden.

Köln – Noch ist sind die Toiletten in den Kölner Schulen streng nach Geschlecht getrennt – doch das soll sich bald ändern, wenn es nach der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln geht. Die Partei fordert nun, dass bei zukünftigen Neuplanungen von Schulen darauf geachtet werden soll, dass „auf Wunsch der Schule“ eine Unisex-Toilette genutzt werden kann.

Köln: FDP will Unisex-Toiletten in Schulen ermöglichen

„Außerdem sind Bestandsschulen sowohl konzeptionell, als auch baulich zu unterstützen, die den Wunsch nach einer Unisex-Toilettenanlage haben“, so die FDP weiter. Grundlage dafür solle ein Beschluss der Schulkonferenz sein. Doch was passiert mit den alten geschlechtergetrennten Toilettenanlagen? Nach Angaben der FDP soll es diese weiterhin geben.

Köln: FDP Unisex-Toiletten in den Schulen – das steckt dahinter

Der Grund für die Forderung nach Unisex-Toiletten in Schulen ist, dass vor allem der Toilettengang für Trans-Jugendliche eine „enorme Herausforderung“ ist. „ Hier muss sich der bzw. die Jugendliche entscheiden, ob man das eigene Geschlecht unterdrückt oder das Risiko eingeht, eventuell das Ziel von Spott und Mobbing zu werden“, so die Kölner FDP. Eine Unisex-Toilette würde den Jugendlichen somit nicht nur Schutz bieten, sondern ihnen den Toilettengang auch erleichtern. Es entstehe damit eine „bessere soziale Kontrolle“. Der Antrag der FDP soll nun am 3. Februar 2022 in der Sitzung des Kölner Rates besprochen werden.

Köln: WC-Beschilderung in Gaststätte löst bei Gleichstellungsbeauftragter Kritik aus

In einigen Schulen gibts es bereit Unisex-Toiletten. So zum Beispiel in Berlin an einer Gemeinschaftsschule in Malchow. Auch in der Schweiz gibt es bereits Unisex-Toiletten.

Erst im vergangenen Jahr sorgte die WC-Beschilderung in einer Kölner Gaststätte für Aufregung. Statt eines einfachen Bildchens oder einem „D“ kennzeichnete der Eingang für die Damen-Toilette ein langes „Blablabla“. Am Eingang des Herren-WCs stand dazu lediglich ein einfaches „Bla“. „Ich würde mir wünschen, dass sich die Gesellschaft allmählich von diesen platten Geschlechterklischees verabschiedet“, so die Kölner Gleichstellungsbeauftragte Bettina Mötting. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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