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Kölner Fernsehturm Colonius: „Glasmantel“ könnte kommen – wann können wir auf unser Köln schauen?

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Von: Mick Oberbusch

Der Kölner Fernsehturm Colonius bei Abenddämmerung
Der Kölner Fernsehturm Colonius ist der siebthöchste Fernmeldeturm Deutschlands © picture alliance/Federico Gambarini

Der Fernsehturm ist seit Jahren die höchste Baustelle in Köln. Bald könnte der Colonius in neuem Glanz erstrahlen – auch wenn es noch Unklarheiten gibt.

Köln – 266 Meter ist er hoch, der Kölner Fernsehturm Colonius an der Inneren Kanalstraße. 1981 eröffnet, schloss die Aussichtsplattform, von der aus man einen exzellenten Blick über Köln genießt, allerdings schon 1999 – seit dem ist das Merkmal des Turms, die runde Kanzel, verwaist. Doch das soll sich schon bald ändern, auch wenn die Frage nach dem „Wie?“ noch nicht final beantwortet werden kann.

Wir bräuchten nichts weiter als eine Baugenehmigung

Hartmut Gruhl vom Kölner Planungsbüro „Gruhl & Partner“

Kölner Fernsehturm: Planungsbüro aus Köln will Colonius ohne Zuschüsse sanieren

Demnach gibt es für die Stadt zwei Möglichkeiten: Den Colonius unter Denkmalschutz stellen (vom Rat favorisiert), ihn mit Zuschüssen des Bundes sanieren und ihn im Anschluss wieder für Besucher öffnen. Oder aber, ihn von Privatleuten renovieren lassen – da kommt Architekt Hartmut Gruhl vom Planungsbüro Gruhl & Partner aus Köln ins Spiel, der das Mammutprojekt mit seinem Büro sozusagen auf eigene Faust realisieren will. Dabei würden wohl Kosten von bis zu 100 Millionen Euro auf Gruhl und seine Partner zukommen.

„Wir bräuchten nichts weiter als eine Baugenehmigung“, sagte Gruhl dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (KSTA). Sein Plan: Den Turm bis zur Kanzel mit einem runden Glasbau zu „ummanteln“, worin laut KSTA bis zu 25.000 Quadratmeter Bürofläche entstehen könnten. Und das „zentral positioniert am Rande der Innenstadt, sehr gut angebunden über die Innere Kanalstraße und gleichzeitig attraktiv gelegen am Grüngürtel“, so Gruhl. Auch Wohnungen oder Hotels könnten darin Platz finden.

Colonius: User diskutieren über Nutzung des Fernsehturms in Köln, auch Corona ein Thema

Dies sehen auch die Kölner Bürgerinnen und Bürger so. Auf der Facebook-Seite des Kölner CDU-Politikers Niklas Kienitz jedenfalls diskutieren die User bereits fleißig. „Sieht großartig aus! Könnte man in einem solchen Projekt nicht auch Wohnraum herstellen?“, fragt ein User mit Blick auf die durch das Coronavirus bedingten Entwicklungen Richtung Home Office.

„Kann mich noch gut an das Dreh-Restaurant erinnern. Coole Idee“, schreibt eine Nutzerin. Ob als Bürofläche, Wohnraum oder zu Freizeit-Zwecken: Die Kölnerinnen und Kölner können es wohl kaum erwarten, dass es an einer der höchsten Baustellen in Köln hoffentlich schon bald endlich voran geht. (mo)

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