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Wassertemperatur in Freibädern gesenkt, um Gas zu sparen

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Von: Nina Büchs

Mitte Mai öffnen die ersten Freibäder in Köln. 2022 müssen sich Badegäste auf kühlere Wassertemperaturen einstellen – um Gas zu sparen.

Köln – Mitte Mai 2022 ist es in Köln endlich wieder so weit und die ersten drei Kölner Freibäder starten regulär in die Saison. Ab dem 14. Mai 2022 können Schwimmer dann wieder im Höhenbergbad, im Ossendorfbad und im Lentpark ihre Bahnen ziehen. In diesem Jahr müssen sich die Badegäste jedoch auf etwas kühlere Wassertemperaturen einstellen. Denn aufgrund des Kriegs in der Ukraine sind nicht nur die Preise für manche Supermarkt-Produkte gestiegen, sondern auch die Gas- und Energiepreise regelrecht in die Höhe geschossen. Dies betrifft nun auch die Kölner Hallen- und Freibäder.

Köln: Wassertemperatur in Freibädern gesenkt – wegen Gasverbrauch

„Obwohl die KölnBäder schon immer energiebewusst gehandelt haben, wollen sie sich dem Aufruf zur Einsparung des Gasverbrauches unter den gegebenen besonderen Umständen durch geeignete Maßnahmen stellen“, teilt die KölnBäder GmbH mit. Konkret heißt das: Freibäder sollen generell nur bis 21 Grad beheizt werden. Laut einer Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Badewesen in Essen liegt die übliche Temperatur in den Schwimmbecken der Freibäder jedoch durchschnittlich bei 24 Grad, in den Nichtschwimmerbecken bei 26 Grad.

Zudem soll die Wassertemperatur in den Kölner Hallenbädern um 2 Grad gesenkt werden. Nicht davon betroffen seien die Sport- und Lehrschwimmbecken. Auch im Außenbereich wird die Wassertemperatur angepasst – dort wird die Wassertemperatur in den Jahreszeitenbecken um 3 Grad gesenkt, heißt es. „Allein hierdurch sollen rund 25.000 m³ Gas eingespart werden. Zudem entfallen Warmbadetage in den Hallenbädern. Die Saunalandschaften in Höhenberg und im Lentpark werden im Sommer nicht betrieben“, so die KölnBäder.

Um weniger Gas zu verbrauchen: Kölner Bäder ergreifen Maßnahmen

Freibäder und Hallenbäder reagieren auf hohe Gaspreise – wenige Badegäste zum Saisonstart?

Auch bei anderen Schwimmbad- und Freibad-Betreibern in NRW sind die gestiegenen Energiekosten derzeit ein großes Thema. „Die Frage ist, ob fossil beheizte Freibäder ihre üblichen Wassertemperaturen die Saison über beibehalten können oder ob Energie eingespart werden muss“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen in Essen. Zuvor hatten bundesweit bereits einige Hallenbäder die Wassertemperaturen in den Becken herabgesetzt.

Was aber heißt das nun für die bevorstehende Freibad-Saison? „Am besten scheint die Sonne an mehreren Tagen in Folge, denn viele Leute gehen erst ab dem dritten Tag mit Sonnenschein infolge ins Freibad“, sagte die Sprecherin. Für die erste Mai-Woche seien die Aussichten jedoch noch nicht allzu vielversprechend. „Zum Saisonstart werden sich wohl eher nur die hartgesottenen Stammgäste einfinden.“

Freibad: Hohe Gaspreise wegen Ukraine-Konflikt – Außenbecken als Energiefresser

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Badewesen seien gerade beheizte Außenbecken „ganz große Energiefresser“, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es gäbe hierbei Überlegungen, diese komplett geschlossen zu halten oder erst dann zu öffnen, wenn es wärmer sei und man nicht mehr ganz so stark heizen müsse.

Wie voll es nun zum Start der Freibad-Saison in Köln werden wird, bleibt abzuwarten. Zunächst starten die drei Bäder Ossendorfbad, Höhenbergbad und der Naturbadeteich Lentpark in die Freibad-Saison 2022. In diesen drei Bädern wird es aufgrund des schönen Wetters auch schon am Mittwoch, 11. Mai 2022, ab 13 Uhr einen Probebetrieb geben. Nach und nach werden dann auch weitere Bäder, wie zum Beispiel das Zollstockbad und das Naturfreibad Vingst, ihren Freibad-Betrieb öffnen. Die Freibad-Saison läuft dann voraussichtlich bis zum 11. September 2022, heißt es weiter. (nb mit dpa/lnw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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