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Köln: Sirene, App und Lautsprecher – wie die Stadt bei Gefahr warnt

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Von: Johanna Werning

Eine Sirene auf einem Dach in Köln, im Hintergrund die Kölner Innenstadt.
Nicht nur Sirenen warnen die Kölner im Ernstfall (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Bei einer Gefahr setzt die Stadt Köln auf verschiedene Warnungen. Neben Sirenen setzt die Stadt auch auf Apps und Lautsprecher. Welche Signale gibt es?

Köln – Egal ob Explosion im Chempark Leverkusen, Hochwassergefahr oder sonstige Not-Situation. In einer möglichen Gefahrensituation müssen Bürgerinnen und Bürger schnell informiert werden, um zeitnah gewarnt zu werden und Schutz suchen zu können. Die Stadt Köln setzt auf gleich mehrere Warnmittel.

Stadt Köln: Warnmittel im Überblick

Doch nicht jedes Warnmittel kommt im Einzelfall zum Einsatz. „Welche Warnmittel im Einzelfall bedient werden, hängt von dem jeweiligen Schadensereignis ab“, so die Stadt Köln. „Ausschlaggebend dafür, welche Warnmittel genutzt werden, sind unter anderem die bedrohte Fläche, die Zahl der betroffenen Menschen sowie die Art der Gefährdung.“

Köln: Sirenen warnen im Ernstfall vor Gefahren – das sollte beachtet werden

Über 136 Sirenen sind im Stadtgebiet Köln verteilt. Jede Einzelne wird viermal pro Jahr getestet, damit sie im Ernstfall funktioniert. Der letzte Sirenen-Warntag in Köln war am 12. Juni. Grundsätzlich werden bei einer Gefahrensituation alle Sirenen in einem Radius von 3.000 Meter um den Gefahrenbereich ausgelöst, so die Stadt Köln. Es gibt jedoch verschiedene Töne – mit verschiedenen Bedeutungen.

Wenn die Sirenen auslösen, sind die Bürgerinnen und Bürger angehalten, geschlossene Räume aufzusuchen und mögliche Passanten bei sich aufzunehmen. Zusätzlich sollen Fenster und Türen geschlossen werden. In einem weiteren Schritt sollen Kölnerinnen und Kölner sich über die potenzielle Gefahr informieren.

So warnt Köln: Radio, städtische Informationsquellen und Nachrichten

Bei Ernstfällen informiert die Stadt Köln über das laufende Programm von „Radio Köln“. Dort werden aktuelle Informationen und geltende Verhaltenshinweise gegeben. Die Durchsagen werden alle 15 Minuten wiederholt.

Zusätzlich Informieren die Stadt und die Leitstelle der Feuerwehr auf der städtischen Internetseite und den sozialen Medien (Facebook und Twitter). Wichtig dabei ist, dass die städtischen Kanäle oder Nachrichtenagenturen aufgerufen werden. Bei Gefahrenlagen kommt es auch immer wieder zu Falschmeldungen, die vor allem auf den sozialen Medien verbreitet werden.

Sollte es bei der Stadt während der Gefahrenlage zu einem Serverausfall kommen – und die Internetseite ist nicht mehr abrufbar, ist die Stadt auch darauf vorbereitet. Für diesen Fall wurde eine sogenannte „Darksite“ vorbereitet, die dann automatisch erreichbar ist. Bei der Alternativ-Internetseite informiert die Stadt dann trotz Serverausfall über die aktuellen Informationen des Katastrophenfalls.

„MoWaS“: Das modulare Warnsystem der Stadt Köln löst Katwarn und Nina aus

Auch „MoWaS“ wird im Ernstfall von der Stadt Köln eingesetzt. Dahinter versteckt sich das „modulare Warnsystem“, welches satellitengestützt Warnungen an die Empfänger schickt. In Köln hat das Warnsystem derzeit vier Funktionen:

Nicht nur die Stadt selbst kann die Warnapps somit auslösen. Auch der Deutsche Wetterdienst oder die Hochwasserzentrale können vor möglichen Gefahren warnen.

So warnt Köln: Warnverteiler im gesamten Stadtgebiet – auch die KVB warnt

Als weitere Warnmöglichkeit setzt die Stadt Köln auf Warnverteiler, die per Warnmail eingeschaltet werden. Zu den rund 80 Empfängern zählt unter anderem auch die KVB. Gefahren-Hinweise könnten somit zum Beispiel an Haltestellen oder in Zügen verbreitet werden. Die Stadt Köln kann in einer Not-Situation zusätzlich auf 448 Werbetafeln im gesamten Stadtgebiet zugreifen, um die Warnhinweise zu verbreiten. Unter anderem sind die Warntafel in der Schildergasse, am Rudolfplatz und am Neumarkt.

So warnt Köln: Lautsprecherfahrzeuge alarmieren Betroffene

Damit schnell viele Menschen vor möglichen Gefahren gewarnt werden können, setzt die Stadt Köln auch auf Lautsprecherfahrzeuge. Dabei fahren Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr, die über Außenlautsprecher verfügen, durch Köln. Über die Lautsprecher werden dann Warnungen verbreitet.

Bei den Lautsprecherdurchsagen handelt es sich über bereits aufgenommene Warntexte, die vorab angefertigt worden sind. Die „speziell angefertigte CD“ hat verschiedene Warntexte, die je nach Szenario von der Einsatzleitung ausgewählt und abgespielt werden. (jw)

Update-Hinweis: Der Artikel wurde zuletzt am 27. Juli, um 17:56 Uhr aktualisiert. Neuerung: Die Anzahl der Werbetafeln wurde aktualisiert.

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