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Gymnasium Kreuzgasse vor dem Teil-Abriss? Nächstes Mammut-Bauprojekt für die Stadt Köln

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Von: Mick Oberbusch

Google Maps-Ausschnitt der Gegend um das Gymnasium Kreuzgasse
Das Gymnasium Kreuzgasse liegt mitten im Inneren Grüngürtel in Köln. © Google Maps (Screenshot)

Das Gymnasium Kreuzgasse hat seinen festen Platz im Kölner Grüngürtel – das Aussehen der Schule könnte sich bald jedoch radikal verändern.

Köln – Es ist eines der Schul-Aushängeschilder der Stadt Köln, tief verwurzelt mitten im Inneren Grüngürtel und Lernort für rund 1000 Schülerinnen und Schüler – das Gymnasium Kreuzgasse an der Inneren Kanalstraße. Allerdings entspricht das 1986 fertiggestellte Gebäude kaum noch den Standards der heutigen Zeit – weshalb der Stadt Köln an einer der renommiertesten Schulen der Stadt nun das nächste schwierige Bauprojekt drohen könnte. Zumal noch gar nicht klar ist, wie dieses Projekt am Ende überhaupt aussehen soll.

Statt Renovierung: Abriss am Gymnasium Kreuzgasse in Köln geplant

Denn: Eigentlich sollten das Gebäude am Inneren Grüngürtel saniert werden, wie Gebäudewirtschafts-Chefin Petrae Rinnenburger im Mai 2018 verkündete – seitdem ist jedoch nichts passiert. Die letzte Sanierungsmaßnahme an dem Gebäude ist bereits mehr als fünf Jahre her. Und mittlerweile sind die ursprünglichen Sanierungspläne gar komplett über den Haufen geworfen: Sowohl die Dreifachsporthalle, als auch der Anbau für Naturwissenschaften sollen laut Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ komplett abgerissen werden!

Grund dafür soll sein, dass das Architekturbüro „Nebel Pössl“, verantwortlich für die Neugestaltung des Gymnasiums, die alten Pläne zugunsten einer neuen, kompakteren Planung noch einmal überdacht hatte. Die neue Variante, die entlang der Inneren Kanalstraße verlaufen soll, soll planungsrechtlich einfacher und schneller umsetzbar sein. Die Kosten liegen laut Schätzung des „KSTA“ im Bereich von 87 Millionen Euro.

Gymnasium an der Kreuzgasse: Sanierung frühestens in fünf Jahren fertiggestellt?

Dass es an der Kreuzgasse nun ganz schnell geht, darf jedoch nicht nur angesichts jüngster Bau-Erlebnisse in Köln stark bezweifelt werden. Nach dem Beschluss im Jahr 2018 geschah erst einmal zweieinhalb Jahre lang nichts. Würden die ersten Abrissarbeiten bereits 2021 beginnen, wäre mit einer Fertigstellung der Sanierung wohl frühestens in fünf Jahren zu rechnen. Was, blickt man auf andere Baustellen in Köln, auch alles andere als in Stein gemeißelt ist. (mo)

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