1. 24RHEIN
  2. Köln

Schulplatz-Vergabe in Köln: Alle Kinder haben Plätze bekommen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse sitzen während dem Unterricht in ihrem Klassenzimmer.

Plätze an den Gymnasien in Köln sind heiß begehrt (Symbolbild). © Philipp von Ditfurth/dpa

In Köln wurden 407 Kinder an ihrem Wunsch-Gymnasium abgelehnt. Sie mussten sich weiter um einen Schulplatz bemühen. Jetzt ist die zweite Anmelderunde beendet.

Köln – Schulplätze gibt es in Köln nie genug. Besonders bei Gymnasien und Gesamtschulen ist die Nachfrage hoch. Die Folge: Über 400 Kinder wurden in diesem Jahr an ihrem Wunsch-Gymnasium in Köln abgelehnt. Um trotzdem noch einen Platz an einem anderen Gymnasium zu erhalten, mussten sich die Kinder nochmals bewerben. Wie die Stadt inzwischen mitteilte, ist nun auch die zweite Anmelderunde final abgeschlossen. „Alle Schülerinnen und Schüler wurden mit Gymnasialplätzen versorgt“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Köln: Ärger um Schulplatzvergabe – alle Kinder erhalten nun einen Schulplatz am Gymnasium

Insgesamt 3.850 Anmeldungen an den städtischen Gymnasien gab es im Schuljahr 2021/22 in Köln. Doch nicht alle Anmeldungen verliefen beim ersten Mal erfolgreich. Bei 90 Prozent der Anmeldungen konnte der Erstwunsch berücksichtigt werden. 407 Schülerinnen und Schüler gingen jedoch bei der ersten Anmeldung leer aus und mussten sich weiter um einen Platz an einem anderen Gymnasium bemühen. Nach der zweiten Runde dann die Erleichterung: Alle Schülerinnen und Schüler haben inzwischen einen Platz an einem Gymnasium in Köln erhalten – einige auch an den privaten Schulen des Erzbistums, so die Stadt.

Um die hohe Nachfrage zu bewältigen, hat die Stadt in diesem Jahr die Klassengrößen an den Gymnasien um maximal zwei Kinder pro Klasse erweitert. Zudem wurden neun Mehrklassen gebildet, hieß es in einer Mitteilung.

Ärger um „Schulplatz-Tombola“ in Köln: Stadt änderte Anmeldeverfahren

In diesem Jahr hat die Stadt außerdem ihr Anmeldeverfahren geändert. Bislang konnten Eltern und Schüler den Erst- oder Zweitwunsch für ein Gymnasium selbst angeben. In diesem Jahr wurden nach dem Ablehnungsbescheid jedoch Listen mit einer Übersicht über noch freie Plätze an anderen Gymnasien verschickt. Unter anderem sollte dort dann per Los entschieden werden, welches Kind an welcher Schule einen Platz bekommt. Bei den Eltern und ihren Kindern löste das Anmeldeverfahren erhebliche Kritik aus.

Köln: Anmeldeverfahren löst Kritik aus – „Schulbau hat oberste Priorität“

Zum Anmeldeverfahren äußerte sich nun auch Kölns Oberbürgermeisterin: „Nicht erst seit den Briefen von Schulkindern und Eltern ist mir die Dramatik der Situation bewusst und ich kann den Ärger und die Verzweiflung sehr gut verstehen. Wir versuchen seit einigen Jahren, das aufzuholen, was Jahrzehnte lang versäumt wurde. Beim drängenden Sanieren unserer Schulen haben wir richtig Fahrt aufgenommen, so hohe Summen wurden nie zuvor in die Instandsetzung investiert. Und jetzt forcieren wir gerade den Start neuer Schulen. Schulbau hat oberste Priorität“, so Henriette Reker. Zugleich fügte sie jedoch hinzu, dass sich viele dieser Maßnahmen erst mittel- oder langfristig auswirken werden. (nb)

Auch interessant