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Miese Masche mit Fake-Urlaubsseiten: Polizei schnappt Mann in Köln

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Hausboot
Mit einer Fake-Website für Hausboot-Urlaube hat ein 42-Jähriger etliche Opfer um viel Geld betrogen (Symbolbild). © Stefan Zeitz/Imago

Ein besonders kreativer Internet-Betrüger ist am Dienstag (14. Dezember) in Köln gefasst worden. Er hatte Opfer mit Fake-Urlaubsseiten um Geld betrogen.

Köln – Nun macht er selbst Urlaub – allerdings im Gefängnis: Am Dienstag (14. Dezember) ist in Köln ein 42-jähriger Verdächtiger festgenommen worden, der im Zusammenhang mit den Fake-Hausbootseiten steht, die im Sommer und im November in der Müritz-Region in Mecklenburg-Vorpommern für Aufsehen gesorgt hatten. Darauf konnten Personen, so dachten sie zumindest, einen Hausboot-Urlaub buchen. Nach einer Anzahlung von zumeist 600 Euro plus Kaution seitens der hoffnungsvollen Urlauber antwortete die Betreiber-Seite im Anschluss allerdings nicht mehr auf Anfragen. Für diese Vorfälle befindet sich der festgenommene Deutsche aktuell in Haft.

Miese Masche mit gefälschten Hausboot-Angeboten: 42-Jähriger geht Polizei in Köln ins Netz

Durch wochenlange intensive Ermittlungen ist es dem Cybercrime-Bereich der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg gelungen, dem Deutschen auf die Schliche zu kommen. Er war kürzlich aus Portugal nach Köln eingereist. Die Cybercrime-Ermittler baten daher die Kölner Kollegen um Amtshilfe. Während sich in Nordrhein-Westfalen die Kollegen auf den Einsatz vorbereitet haben, wurde in Neubrandenburg rasch der Haftbefehlsantrag durch den zuständigen Staatsanwalt mit der Kripo geschrieben und dem Haftrichter vorgelegt. Kurz nachdem dieser den Haftbefehl erlassen hatte, erfolgte der Zugriff in Köln.

Die Cybercrime-Ermittler und die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg danken insbesondere den Kölner Einsatzkräften für ihre Unterstützung. Dem einschlägig vorbestraften Verdächtigen wird gewerbsmäßiger Betrug in einer Vielzahl von Fällen vorgeworfen. Allein durch die Fake-Hausbootseite „www.dein-hausbooturlaub.de“ hat es Dutzende Geschädigte deutschlandweit gegeben und eine Schadenssumme von mindestens 48.000 Euro. Durch die Fake-Seite „www.top-hausboot24.de“ im November sind bisher keine Geschädigten bekannt, die auch Geld verloren haben.

Nach Hausboot-Betrug: 42-Jähriger bot im Internet auch Berghütten zur Vermietung an

In der Zwischenzeit zeigte sich der Tatverdächtige scheinbar kreativ und schwenkte nach derzeitigem Stand von wassernahen Fake-Angeboten auf winterliche Fake-Schneehüttenangebote um. Er soll sich nach den Erkenntnissen der Ermittler auch an Betrugstaten durch die Seite „www.berghuettenerlebnis.de“ beteiligt haben. Zuletzt war bis vor wenigen Tagen die Fake-Seite „www.dein-berghuettenurlaub.de“ aktiv - nach demselben Muster. Ob der Beschuldigte an dieser sowie an weiteren vergleichbaren Plattformen beteiligt war, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Details, wie die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen kamen, werden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgegeben. Die Ermittlungen laufen indes weiter, auch im Hinblick auf mögliche weitere Geschädigte oder Fake-Seiten. Sollte jemand über eine der genannten Fake-Plattformen gebucht haben oder es zumindest versucht haben, wird dringend geraten, bei der lokalen Polizeidienststelle in dieser Sache Anzeige zu erstatten. Hinweise können auch an die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg übermittelt werden unter folgenden Kontaktdaten: 0395/55823512 oder per E-Mail unter fk5-kpi.neubrandenburg@polizei.mv-regierung.de. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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