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Kölner Unternehmer spendet 5000 Masken an Obdachlose – viele Wohnungslose gehören zu Risikogruppen

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Von: Oliver Schmitz

v.l.: Karl-Heinz Iffland, Helmut Brügelmann, Dr. Harald Rau und Bernd Mombauer an Überlebensstation GULLIVER.
Der Unternehmer Helmut Brügelmann (zweiter v.l.) bei der Übergabe für die gespendeten Masken. © Stadt Köln

Helmut Brügelmann unterstützt wohnungslose Menschen in Köln mit 5000 kostenlosen Masken. Viele andere Menschen bekommen diese seit dieser Woche bereits in Apotheken.

Köln – Helmut Brügelmann hat ein großes Herz für Obdachlose. Zur Bekämpfung des Coronavirus spendet der Kölner Unternehmer und Mit-Inhaber des Textil-Unternehmens Brügelmann insgesamt 5000 zertifizierte FFP2-Masken an wohnungslose Menschen in ganz Köln. Damit möglichst viele Menschen, die auf der Straße leben, von der Spende profitieren können, werden die Maske an viele verschiedenen Stellen verteilt. So gehen diese vor allem an Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, ehrenamtliche Initiativen und Streetworkerinnen und Streetworker.

Das Kölner Traditionsunternehmen Brügelmann stellt die unterschiedlichsten Arten von Textilien her. Die Kunden des Unternehmens stammen dabei vor allem aus dem Hotel- und Medizinsektor.

Helmut Brügelmann: „Ich möchte etwas zurückgeben“ – Kölner sind unglaublich solidarisch

Die Masken übergab Brügelmann vor dem GULLIVER, der Überlebensstation für Obdachlose in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs und Kölner Doms. Seine Hauptmotivation ist dabei die aktuell schwierige Lage des Coronavirus, unter der vor allem Obdachlose sehr leiden: „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit. Uns geht es so gut und ich möchte etwas zurückgeben, besonders in dieser schwierigen Zeit. Ich freue mich, dass wir hilfsbedürftige Menschen in Köln auf diesem Weg unterstützen können.“

Da viele wohnungslose Menschen zu den Corona-Risikogruppen gehören, betonte nochmals Dr. Harald Rau, Beigeordneter Stadt Köln, die große Bedeutung dieser Spende: „Sie leiden häufig unter Mehrfacherkrankungen und ein Rückzug in die eigenen vier Wände ist für sie nicht möglich. Diese hochwertigen Masken helfen wohnungslosen Menschen dabei, sich besser vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu schützen und sich so ein Stück sicherer fühlen zu können. Über dieses Geschenk freuen wir uns sehr.“

Abschließend betont Bernd Mombauer, Geschäftsführer des Kölner Arbeitslosenzentrums e.V. (KALZ), wie solidarisch die Menschen in Köln gerade in der aktuellen Krisen-Situation sind: „Wir haben in diesem besonderen Jahr eine unglaublich große Solidarität der Kölnerinnen und Kölner mit den armen und obdachlosen Menschen erlebt. Mit dieser sehr wichtigen Spende setzt auch Helmut Brügelmann ein deutliches Zeichen stadtbürgerschaftlichem Engagements. Dafür gilt, vor allem auch im Namen unserer obdachlosen Gäste, unser aufrichtiger Dank.“

Apotheken verteilen kostenlose Masken: Corona-Risikopatienten und Senioren dürfen sich bedienen

Seit Anfang dieser Woche verteilen Apotheken in ganz Deutschland je drei kostenlose FFP2-Masken an Corona-Risikogruppen*. Während Senioren ab 60 Jahren dafür lediglich ihren Personalausweis vorzeigen müssen, bedarf es bei jüngeren Risikopatienten einer Eigenerklärung über die Zugehörigkeit einer Risikogruppe. Dazu gelten laut Aponet unter anderem Diabetes Typ-2, Asthma oder eine aktive Krebserkrankung. (os) *bw24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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