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Köln solidarisch mit Ukraine: Reker löst Versprechen an Klitschko und Kiew ein – 120 Paletten voll mit Spenden

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Von: Oliver Schmitz

Kölns OB Henriette Reker bei einer Demonstration gegen den Russischen Krieg in der Ukraine.
Henriette Reker wird erneut einer Kölner Demo gegen den Krieg in der Ukraine beiwohnen. © Chai von der Laage/Imago

Im Zuge des Ukraine-Konflikts hat Kölns OB Henriette Reker eine persönliche Nachricht an Vitali Klitschko geschrieben. Zudem will sie an der Friedensdemo teilnehmen.

Update vom 31. März: Knapp ein Monat ist vergangen, seitdem Henriette Reker eine persönliche Nachricht an Vitali Klitschko geschrieben und Hilfe aus Köln angeboten hat. Nun können Oberbürgermeisterin und Domstadt das Versprechen einlösen. Am Donnerstag sind 120 Paletten voller Spenden aus Köln zu einer Sammelstelle der Deutschen Bahn gebracht worden. Von dort werden sie mit einem Cargozug an die polnisch-ukrainische Grenze transportiert.

Doch alle Spenden zusammen zubekommen, war zunächst gar nicht so leicht. „Wir haben uns die dann angeguckt und gesagt, wie kriegen wir das denn jetzt zusammen?“, erinnert sich Reker. „Ich wünsche mir, dass die Güter da ankommen, wo sie hinsollen und wirklich gebraucht werden, um dort das schlimmste Leid erstmal zu mildern.“

Köln solidarisch mit Ukraine: Reker schreibt Klitschko – OB bei Friedensdemo

Erstmeldung vom 25. Februar: Köln zeigt sich solidarisch: Angesicht der kritischen Lage nach dem Angriff durch Russland hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker klare Worte zum Ukraine-Konflikt geäußert. In einem Brief an Kiews Oberbürgermeister Vitali Klitschko hat sie ihr Entsetzen zu den Vorfällen geäußert. Doch dabei blieb es nicht: Reker möchte an der Friedensdemo am Rosenmontag teilnehmen und machte eine weitere klare Ansage.

Köln: Henriette Reker schreibt Vitali Klitschko – spricht ihm wegen Ukraine-Krieg Mut zu

In dem Schreiben an Vitali Klitschko erklärt Henriette Reker, dass Krieg niemals das Instrument zur Klärung eines Konflikts sein dürfte. Doch auf die Verurteilung des Angriffs folgte dann deutliches Lob an den Oberbürgermeister der ukrainischen Huaptstadt Kiew. „Im Jahr 2015 wurden Sie in Köln für Ihr politisches Wirken auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene mit dem Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet. Vor allem Ihre mutige und engagierte Art, mit der Sie Probleme thematisieren und angehen, wurde dabei besonders gewürdigt“, sagte Kölns OB.

Reker wünsche Klitschko nun „von ganzem Herzen“, dass er aus dieser Eigenschaft „Kraft und Mut für die kommenden Herausforderungen“ schöpfen könne. Nun seien ihre Gedanken sowie die von ganz Köln bei „allen Bürger*innen der Ukraine“, aber auch bei den Familien und Angehörigen „der Soldat*innen auf beiden Seiten“. An Weiberfastnacht hatte es im Kölner Rathaus eine Gedenkminute wegen des Ukraine-Kriegs gegeben. Kurz davor hatte Henriette Reker bereits deutliche Worte zum Ukraine-Krieg gefunden.

Ukraine-Krieg: Reker erneut bei Demo – Köln will Geflüchtete aufnehmen

Neben dem Brief teilte Henriette Reker mit, auch am Montag wieder an einer Demo zum Ukraine-Krieg teilnehmen möchte. Die Oberbürgermeisterin hatte bereits bei der Kölner Ukraine-Demo an Weiberfastnacht gesprochen. Zudem erklärte die Stadt Köln, dass man bereit sei, Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen. Generell unterstütze man „jede Form der Friedensarbeit“, hieß es am Freitagabend (25. Februar).

Derzeit wird teilweise mit Millionen Geflüchteten aus der Ukraine gerechnet, davon dürfte dann auch ein nicht unerheblicher Teil nach Deutschland kommen. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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