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Vor zwölf Jahren stürzte Stadtarchiv ein: „Das Trauma ist noch immer spürbar“

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Von: Mick Oberbusch

Polizisten vor der Einsturzstelle des Historischen Stadtarchivs am Waidmarkt in Köln
Am 3. März 2021 jährte sich der Einsturz des Historischen Stadtarchivs in Köln zum zwölften mal. © Mika Volkmann/imago images

Mit einer zweiminütigen Video-Botschaft auf Twitter hat Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Opfern des Stadtarchiv-Einsturzes vor zwölf Jahren gedacht.

Köln – Auf den Tag genau zwölf Jahre ist es am Mittwoch, 3. März 2021 her, dass das Historische Stadtarchiv an der Severinstraße in Köln einstürzte und zwei Anwohner in den Tod riss. Und auch wenn an der seinerzeit für den Einsturz verantwortlichen Baustelle am Waidmarkt aktuell wieder gearbeitet wird, hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker sich noch einmal mit einer Videobotschaft an das tragische Unglück vor zwölf Jahren zurückerinnert. „Zwölf Jahre ist es jetzt her – zwölf Jahre, in denen sich aber auch einiges verändert hat“, erklärt die OB, in Schwarz gekleidet. In der Tat: Das neue Historische Stadtarchiv ist mittlerweile an anderer Stelle eröffnet. Eine Tatsache, die auch Reker in ihrer Ansprache betont.

OB Henriette Reker gedenkt der Opfer des Stadtarchiv-Einsturzes: „Ein Erdbeben, das lange nachbebt“

„Hier an der Einsturzstelle erinnert uns der Alltag jeden Tag daran, dass das Kölner Gedächtnis einen Moment erlebt hat, der in uns nachhallt. An diesem Ort ist trotz der Pandemie, trotz der Einschränkungen und aller Widrigkeiten aber auch endlich Fortschritt erkennbar. Die Tage der Beweissicherung an der Einsturzstelle sind vorbei, jetzt tritt die Baugrube an ihre Stelle. Auch wenn viele von uns das Trauma des Einsturzes noch immer spüren, wie ein Erdbeben, das lange nachbebt. Es ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Zukunft und das Hier und Jetzt so klar geworden sind, dass neben der Trauer und dem Gedenken nun auch die Vorfreude und die Spannung ihren Platz einnehmen“, so Reker weiter.

Reker: Bürgerinnen und Bürger leisteten großen Beitrag zur Wiederauferstehung des Stadtarchivs

Im Anschluss dankt sie den Familien der Opfer sowie den Kölnerinnen und Kölnern für ihr Engagement. „Sie alle haben mit ihrem Gedenken, ihrem Ringen um Fortschritt und ihrem unermüdlichen Engagement für die Wiederauferstehung des Kölner Archivs einen wichtigen und ebenso historischen Beitrag zur Gestaltung unserer Stadt geleistet.“ Auf der Homepage der Stadt kann man sich in das digitale Kondolenzbuch eintragen und der Opfern gedenken, ein Video zum Gedenken an die Opfer steht dort ebenfalls zur Verfügung. (mo)

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