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Köln: Vom Impfzentrum zum Auktionshaus – „Impfbanane“ bringt Geld für guten Zweck

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Von: Johanna Werning

Eine „Impfbanane“, die der Künstler Thomas Baumgärtel gesprüht hat, ist auf einer Glasscheibe zu sehen.
Eine „Impfbanane“ aus dem Impfzentrum Köln wurde für den guten Zweck versteigert (Symbolbild) © Henning Kaiser/dpa

Die „Impfbanane“ vom Impfzentrum Köln wurde am Mittwoch versteigert. Der Erlös geht an ein Projekt von UNICEF. Künstler und „Bananensprayer“ Thomas Baumgärtel freut sich.

Köln – Rund ein Jahr ist vergangen, seit dem die erste „Impfbanane“ auftauchte. Dahinter steckte der bekannte Künstler und „Bananensprayer“ Thomas Baumgärtel. Was als illegale Graffiti-Aktion begann, wurde schon bald zur womöglich größten Corona-Kunstaktion. Überall tauchten „Impfbananen“ auf, um die Impfkampagne zu unterstützen und dem Pflege- und Krankenhauspersonal für deren Einsatz zu danken. Auch das ehemalige Impfzentrum Köln hatte gleich mehrere Graffitis. Und genau davon wurde nun eines versteigert – für den guten Zweck.

Köln: „Impfbanane“ bringt 13.200 Euro Spenden für UNICEF ein – „gezittert und gehofft“

Den Erlös soll UNICEF Deutschland bekommen. Das wurde bereits vor mehreren Monaten beim Sprühen im Kölner Impfzentrum festgelegt. Am Mittwoch, 1. Dezember, ist es dann so weit: Die Versteigerung im Auktionshaus „Van Ham“ in Köln beginnt. „Ich hab gestern noch ganz schön gezittert und gehofft“, erinnert sich der „Bananensprayer“ im Interview mit 24RHEIN. Doch die Angst sollte sich als unbegründet darstellen.

Der Schätzpreis lag bereits zwischen 5000 und 7000 Euro. Der tatsächliche Kaufpreis ist nun jedoch mehr als doppelt so hoch. „Bis 10.000 haben die richtig gesteigert“, so der Künstler weiter. Schließlich fiel der Hammer bei 13.200 Euro. Der neue „Impfbananen“-Eigentümer: Ein Sammler aus Schleswig-Holstein. „Ich freu mich, dass ich dadurch helfen kann“, so Baumgärtel weiter.

Köln: „Impfbanane“ bringt 13.200 Euro Spenden für UNICEF – Bananensprayer „mehr als glücklich“

„Ich bin mehr als glücklich und auch UNICEF freut sich.“ Immerhin bekommt die Organisation die gesamten Einnahmen, so der „Bananensprayer“ weiter. Mit dem Geld soll das Projekt Covax unterstützt werden. Dabei werden Menschen in den ärmsten Ländern gegen das Coronavirus geimpft. „Einigen Länder geht es da wirklich nicht gut und UNICEF ist da wirklich sehr engagiert.“

Dass die „Impfbanane“ so hohe Wellen schlagen würde, hätte Baumgärtel zu Beginn seiner Graffiti-Aktion nicht gedacht, verrät er. „Aber ich finde es toll, dass ich meinen Teil beitragen kann.“ Dabei war gerade das Sprühen der Impfbanane im Kölner Impfzentrum alles andere als leicht: Erst nach einem illegalen Sprüh-Versuch, einer offiziellen Anfrage bei Oberbürgermeisterin Henriette Reker und vielen Gesprächen mit der Stadt kam die „Impfbanane“ auch nach Köln-Deutz. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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